Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Ölteppich erreicht Mississippi-Delta

Aus Bohrloch entweicht fünf Mal mehr Öl als angenommen

Helfer errichten schwimmende Schutzwälle gegen den Ölteppich (AP)
Helfer errichten schwimmende Schutzwälle gegen den Ölteppich (AP)

Noch sind es nur erste braune Flecken im Sand, doch damit ist klar: der Küste Louisianas und dem ökologisch sensiblen Mississippi-Delta steht eine Katastrophe bevor. Präsident Obama hat den Notstand ausgerufen.

Das ARD-Morgenmagazin berichtete, dass sich an der Mississippi-Mündung erste Ölschlieren ablagerten (Video). Die schwimmenden Barrieren, die den Ölteppich fernhalten sollten, wurden durch hohen Wellengang überspült.

Am Donnerstag hatte die US-Küstenwache erfolglos versucht, die Ausbreitung des Öls durch Abfackeln einzelner Bereiche zu verhindern. Christian Bussau, Meeresbiologe und Ölexperte von Greenpeace, hält das Abbrennen des Öls für keine gute Lösung.Zu viele Rückstände blieben dadurch übrig.

Offenbar strömt aus dem undichten Bohrloch in 1500 Metern Tiefe eine wesentlich größere Menge Öl als bislang angenommen. War zunächst noch von 160.000 Litern täglich die Rede, sollen es nun 800.000 sein.

Die Explorationsplattform "Deep Water Horizon" geriet am 20. April in Brand und sank am 22. (US Coast Guard)Die Explorationsplattform "Deep Water Horizon" geriet am 20. April in Brand (US Coast Guard)Präsident Obama sagte der verantwortlichen Firma BP militärische Hilfe bei der Bekämpfung der Ölpest zu. BP sei für die Beseitigung aller Schäden verantwortlich, so Obama.

Die Plattform war am Dienstag vergangener Woche nach einer Explosion in Brand geraten und zwei Tage später gesunken.





Weiterführende Informationen:
Mehrere staatliche und private Organisationen haben sich im sogenannten "Deep Water Horizon Response"-Verbund zusammengeschlossen, um vereint gegen die drohende Umweltkatastrophe vorzugehen.

Auf der englischsprachigen Website www.deepwaterhorizonresponse.com werden alle Maßnahmen und Techniken veröffentlicht und multimedial dargestellt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 02:30 Uhr Zwischentöne

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Israel Der Konflikt am Tempelberg eskaliert

Israelische Sicherheitskräfte führen einen Palästinenser ab. Am Tempelberg in Jerusalem kam es zu Ausschreitungen wegen der Zugangskontrollen zum Tempelberg. (imago / ZUMA Press)

Der Streit um Metalldetektoren am Tempelberg in Jerusalem eskaliert weiter. Die internationale Gemeinschaft ruft Israel und die Palästinenser zur Mäßigung auf. Aber ein Einlenken zeichnet sich bisher nicht ab.

Nachwuchsprobleme bei der PolizeiWas bleibt vom Freund und Helfer?

Auszubildende bei der Polizei NRW (imago/Jochen Tack)

Es gab Zeiten, da war Polizist eine Art Traumjob - auch wegen der damit verbundenen Unkündbarkeit. Und heute? Die Beamten werden angepöbelt, angegriffen und oft von der Politik allein gelassen. Was bewegt junge Leute, trotz allem zur Polizei zu gehen?

Sieben Jahre nach dem Loveparade-UnglückDie andauernde Katastrophe

Gedenkstätte zur Loveparade 2010 am Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg. Der Karl-Lehr-Tunnel und die Rampe des Loveparade-Geländes sind die Orte der Katastrophe vom 24. Juli 2010.  (picture alliance / Revierfoto/Revierfoto/dpa)

Sieben Jahre nach dem Loveparade-Unglück in Duisburg sind die Hintergründe der Katastrophe weiterhin unklar. 21 Menschen starben damals, viele Betroffene sind noch immer traumatisiert. Im Dezember soll es zum Prozess kommen. Unterdessen leiden die Betroffenen weiter.

"Dimension Data"Erstes afrikanisches Team bei der Tour de France

Der Eritreer Daniel Teklehaimanot (M.), Fahrer des "Dimension Data"-Teams, führt das Feld während der 4. Etappe der 103. Tour de France am 05.07.2016 zwischen Saumur und Limoges an. (picture alliance / dpa / EPA / Yoan Valat)

Mit "Dimension Data" fährt seit 2015 ein afrikanisches Team bei der Tour de France mit. Team-Direktor Rolf Aldag schwärmt von seinen 28 Fahrern, die etwa aus Eritrea oder Algerien kommen. In ihrer Heimat werden sie teilweise leidenschaftlich gefeiert.

Trend zu autoritären Herrschern"Die Demokratie vermag sich selbst auszuschalten"

Volker Weiß (Verlag Klett Cotta/Fotografin Annette Hausschild)

Der Historiker Volker Weiß sieht einen Trend zu autoritären Präsidialregimen und Führungsfiguren. Die Gefahr liege darin, dass diese sich auf demokratischem Wege etablierten, sagte Weiß im Dlf. Politiker wie Trump, Erdogan, Putin oder auch Macron inszenierten sich als Alleskönner mit heroischem Gestus.

Monotheistische Religionen in einer Fakultät?"Das Kopftuch war niemals ein Thema"

Die Islamwissenschaftlerin Armina Omerika.  (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

Die Professorin Armina Omerika lehrt die Ideengeschichte des Islam. Auf einer Tagung der Katholischen Akademie reflektierte sie darüber, ob eine Fakultät möglich ist, an der unter einem Dach über die monotheistischen Religionen geforscht wird.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Flüchtlingskrise  Scheuer (CSU) kritisiert Schulz | mehr

Kulturnachrichten

Gothaer Tafelaltar wird gezeigt  | mehr

 

| mehr