Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Offenbar weitere NSU-Adressenliste aufgetaucht

Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschuss kritisieren Bundeskriminalamt

Die Anzahl der bisher für den NSU-Untersuchungsausschusses unbekannten Papiere scheint erneut gestiegen zu sein. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
Die Anzahl der bisher für den NSU-Untersuchungsausschusses unbekannten Papiere scheint erneut gestiegen zu sein. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)

Das BKA hat offenbar eine zweite Adressenliste des NSU erst jetzt dem zuständigen Untersuchungsausschuss vorgelegt. Die Liste soll bereits im Januar 1998 gefunden worden sein, wurde aber offenbar nicht ausgewertet.

Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, ist im Untersuchungsausschuss des Bundestages zum rechtsterroristischen NSU-Trio überraschend eine zweite Liste mit Adressen und Telefonnummern aufgetaucht. Mitgliedern des Gremiums zufolge stammen sie, wie auch die erste, bereits bekannte Liste, aus einer von den Neonazis genutzte Garage in Jena. Sie soll dort im Januar 1998 entdeckt worden sein.

SPD-Ausschussmitglied Eva Högel sagte, sie sei "einigermaßen schockiert", dass das Bundeskriminalamt (BKA) diese zweite Liste bisher nicht an den Ausschuss weitergeleitet habe. Wolfgang Wieland von den Grünen sprach von einem Kommunikationsdesaster innerhalb des BKA.

Die mutmaßlichen Mitglieder des "Nationalsozialistischen Untergrunds" Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe - waren 1998 untergetaucht. Die jetzt aufgetauchten Adressen wurden offenbar nicht ausgewertet. Die drei Neonazis, von denen nur noch Zschäpe lebt, sollen zwischen 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben. Erst im November 2011 wurde die Terrorzelle aufgedeckt.


Mehr auf dradio.de

John: Behörden mauern bei Aufarbeitung der NSU-Mordserie Bundespräsident Gauck hat Angehörige der Opfer empfangen
Man hat sich an unnötigen Dingen aufgehalten Fehler bei der Aufklärung der NSU-Mordserie

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:07 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Schäfer-Gümbel (SPD)"Wir haben schlicht keinen Regierungsauftrag"

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel (Imago)

Der SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Entscheidung seiner Partei verteidigt, sich nicht an der Regierungsbildung zu beteiligen. Die SPD müsse zunächst die Gründe für ihr schlechtes Abschneiden bei der Bundestagswahl aufarbeiten. Wenn es zu Neuwahlen komme, werde sie aber schnell handlungsfähig sein, sagte Schäfer-Gümbel im Dlf.

Regierungsbildung"Merkel hat sich sehr gut und richtig verhalten"

Klöckner (links) und Merkel bei einem Wahlkampfauftritt in Mainz (imago / Hoffmann)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach Worten ihrer Parteigenossin Julia Klöckner in den Sondierungsgesprächen vorbildlich verhalten. Merkels Stärke sei gewesen, sich nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern die Menschen zussammenzubringen. "Das hat sie sehr, sehr wohlwollend und sehr, sehr sachlich getan", sagt Klöckner im Dlf.

Deutsche Wirtschaft Von wegen "Überhitzung"

Hochöfen von ThyssenKrupp  (picture alliance/dpa: Arnulf Stoffel)

Viele Kriterien deuten darauf hin: Die Wirtschaft brummt. Einige Experten warnen nun vor "Überhitzung". Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann bezweifelt diese Analyse. Für sie ähnelt die Wirtschaft einem lauwarmen Dampfkochtopf, der nicht auf Touren kommt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Libanon  Hariri zurück in Beirut | mehr

Kulturnachrichten

De-Chirico-Gemälde in Südfrankreich gestohlen | mehr

 

| mehr