Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Offizielles Ende der Rettungsarbeiten in Haiti

Ministerium geht von mehr als 110.000 Toten bei Erdbeben aus

UN-Soldaten halten in Port-au-Prince eine Menschenmenge vor einem Hilfgüterlager in Schach. (AP)
UN-Soldaten halten in Port-au-Prince eine Menschenmenge vor einem Hilfgüterlager in Schach. (AP)

Das Erdbeben in Haiti hat nach einer neuen Bilanz mehr als 110.000 Menschen das Leben gekostet. Zudem hätten sich 193.000 Personen verletzt, teilte das Innenministerium von Haiti in Port-au-Prince mit.

Nachdem Helfer elf Tage in den Trümmern nach Überlebenden gesucht hatten, erklärte die Regierung die Rettungsaktion nun für offiziell beendet. Die ersten deutschen Katastrophenhelfer kehrten heute früh aus dem Erdbebengebiet zurück.

Damit die Hilfe in künftigen Katastrophengebieten besser koordiniert werden könne,fordert der Berichterstatter für den Katastrophenschutz im Innenausschuss des Bundetags (SPD), Gerold Reichenbach, ein uneingeschränktes Mandat für die Vereinten Nationen.

Zwar sind die Zustände in Haiti von Normalität noch sehr weit entfernt, zumindest kleine Fortschritte sind aber beim Wiederaufbau zu verzeichnen: So wurde der Hafen in der Hauptstadt Port-au-Prince, der durch das Erdbeben weitgehend zerstört wurde, teilweise wieder eröffnet. Dadurch ist eine Vorsorgung mit Hilfsgütern über die Anleger möglich. Nach Angaben der UNO ist ein Drittel der Anleger wieder in Betrieb.

Die Bundesregierung stockt ihre Hilfe für Haiti nach dem Erdbeben weiter auf. Entwicklungsminister Niebel sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", sein Haus stelle weitere fünf Millionen Euro bereit, damit rasch Notunterkünfte für die Obdachlosen gebaut werden könnten.

Spendenkontenübersicht - Hilfe für die Opfer des Erdbebens in Haiti

Kommentar zum Thema: Nach der Katastrophe - Welche Hilfe braucht Haiti?

Hintergrund zum Thema: Zehn Tage nach dem großen Beben - Über Erfolg und Misserfolg der Katastrophenhilfe (DLF)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:35 Uhr Campus & Karriere

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:05 Uhr Kompressor

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Zukunft Europas"Wir müssen die Demokratie stärken"

Abgeordnete der französischen Nationalversammlung applaudieren Bundestagspräsident Schäuble, der eine Rede hält. (dpa-bildfunk / Michel Euler)

Bundestagspräsident Schäuble und der Präsident der französischen Nationalversammlung de Rugy haben sich für eine Erneuerung der europäischen Politik ausgesprochen. Dafür sei unter anderem erforderlich, die Rolle der Parlamente in der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu stärken, sagten sie anlässlich des 55. Jubiläums der Unterzeichung des Élisée-Vertrages im Dlf.

Zum Buch "Fire and Fury"Populismus gegen Populismus

US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz zur Steuerreform am 22.12.2017 (dpa / Pool via CNP / Mike Theiler)

Im Bestseller "Fire and Fury" schildert Michael Wolff einen zutiefst inkompetenten Präsident – und setzt so Donald Trump unter Druck. Doch dürfen Medienmacher populistische Politik mit populistischem Journalismus beantworten? – Nein, meint Martin Tschechne.

Norbert Bisky über Georg Baselitz"Malerei ist autobiografisch"

Maler Georg Baselitz 

Der Maler Georg Baselitz feiert heute seinen 80. Geburtstag. Sein früherer Meisterschüler Norbert Bisky, selbst berühmter Maler, würdigt ihn als großen Künstler. Baselitz habe vorgelebt, dass Bilder möglichst unbequem sein sollten.

Türkische Offensive in Afrin"Das ist ein Irrsinn, der gestoppt werden muss"

Das Bild zeigt Rauch, der über einer hügeligen Landschaft im Nordwesten Syriens nach Artilleriebeschuss durch die türkische Armee aufsteigt. (dpa-Bildfunk / AP / Lefteris Pitarakis)

Der Linken-Politiker Stefan Liebich kritisiert die türkische Offensive im Norden Syriens und die Reaktion der Bundesregierung darauf. Das Völkerrecht erlaube es nicht, wegen einer gefühlten Bedrohung erlaube in ein anderes Land einzumarschieren. Er forderte die Bundesregierung auf, dies der türkischen Regierung gegenüber deutlich zu machen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Türkei/Syrien  Türkische Luftwaffe greift auch Kurden im Nordirak an | mehr

Kulturnachrichten

Franciska Zólyom deutsche Kuratorin für Venedigs Kunst-Biennale | mehr

 

| mehr