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One Billion Rising: "Kollektive Stärke demonstrieren"

Weltweiter Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

Tanz-Flashmob beim "One Billion Rising" auf den Philippinen
Tanz-Flashmob beim "One Billion Rising" auf den Philippinen (picture alliance / dpa / Dennis M. Sabangan)

Mit Tanzpartys und Flashmobs unter freiem Himmel demonstrieren Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt für Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen. Der Weltaktionstag "One Billion Rising" wurde 2012 am Valentinstag von einer US-amerikanischen Feministin ins Leben gerufen. Allein in Deutschland sind an die 200 Aktionen angemeldet, weltweit sind es mehr als 130.000.

Der Weltaktionstag "One Billion Rising" wurde im vergangenen Jahr am Valentinstag von der US-amerikanischen Feministin und Autorin Eve Ensler ins Leben gerufen. Ensler war in den 90er-Jahren mit ihrem preisgekrönten Buch "Die Vagina-Monologe" bekannt geworden.

Laut Aussage der Organisatoren wollen die Teilnehmer auf der ganzen Welt ihre "kollektive Stärke demonstrieren". Sie kämpfen, so Initiatorin Eve Ensler, "für eine Welt, in der Frauen ihre Sexualität, ihren Intellekt, ihre Spiritualität und ihre Gefühle leben können - ohne bedroht, eingeschüchtert oder belästigt zu werden."

In 203 Ländern nehmen neben privat organisierten Gruppen 13.000 Organisationen teil, darunter auch Amnesty International. Auf einer Zahl der Menschenrechtsorganisation beruht auch der Name des Aktionstages: "One Billion Rising", auf Deutsch übersetzt etwa "Eine Milliarde steht auf", bezieht sich auf die Einschätzung, dass ein Drittel der Frauen weltweit - eine Milliarde - schon Opfer von Gewalt war.
Logo der Kampagne "One Billion Rising"Logo der Kampagne "One Billion Rising" (One Billion Rising)
Auch Politiker und andere prominente Persönlichkeiten haben sich der Kampagne angeschlossen. Unter ihnen der Dalai Lama, Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, sowie die US-amerikanische Schauspielerin Jane Fonda. Die größten Veranstaltungen in Deutschland fanden heute Mittag in Berlin statt. So wurde am Alexanderplatz, vor dem Brandenburger Tor sowie vor dem Axel-Springer-Haus mit Tanz-Flashmobs demonstriert.

"Durch Tanzen nehmen wir Platz ein, und obwohl es keine feste Richtung hat, tun wir es gemeinsam. Tanz ist gefährlich, fröhlich, sexuell, heilig, störend und ansteckend und es bricht die Regeln," begründet Eve Ensler die Wahl der Demonstrationsform.

Auch in Ägypten und Indien gehen die Menschen auf die Straße - Orte, die in den vergangenen Wochen mit Gewalt gegen Frauen und Massenvergewaltigungen besonders negativ in die Schlagzeilen geraten waren.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:06 Uhr

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