Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Opposition fordert Rücktritt Schewardnadses

Machtkampf in Georgien dauert an

Die Demonstranten in Tiflis forderten den Rücktritt von Präsident Schewardnadse. (AP)
Die Demonstranten in Tiflis forderten den Rücktritt von Präsident Schewardnadse. (AP)

In Georgien sorgt der Machtkampf zwischen Präsident Schewardnadse und der Opposition weiter für Spannungen. "Es muss noch mehr Proteste geben und Schewardnadse wird zurücktreten", sagte Oppositionsführer Saakaschwili in Tiflis. Er forderte die Bevölkerung, die öffentlich Bediensteten sowie die Polizei zu zivilem Ungehorsam auf. Die Menschen sollten keine Steuern mehr zahlen und im öffentlichen Dienst streiken, um einen Rücktritt des Präsidenten zu erzwingen. Soldaten sollten die illegalen Befehle ihrer Oberkommandierenden nicht mehr befolgen, forderte Saakaschwili vor Demonstranten.

Demonstration gegen Schewardnadse

Am Freitagabend hatten rund 20 000 Demonstranten vor dem Amtssitz Schewardnadses den Rücktritt des Präsidenten gefordert. Zwar sicherten Soldaten den Palast, doch die Regierung teilte mit, sie werde nicht mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vorgehen - vorausgesetzt, es werde kein Regierungsgebäude angegriffen.

Angesichts der Eskalation mahnte Schewardnadse zur Besonnenheit und warnte vor einem Bürgerkrieg. "Ich bin bereit, mit jedem zu reden - es möge nur keinen Bürgerkrieg geben", sagte Schewardnadse. Er sagte aber auch, es wäre unverantwortlich, unter dem Druck der Straße zurückzutreten. Schewardnadses Amtszeit endet 2005.

Wahlergebnis liegt noch nicht vor

Seit der Parlamentswahl Anfang November gibt es fast täglich Proteste, die von der Opposition organisiert werden. Bisher liegen lediglich Teilergebnisse vor, nach denen Schewardnadses "Für ein neues Georgien" vorn liegen soll. Die Opposition zweifelt an der Richtigkeit des Ergebnisses, verlangt eine Wiederholung der Wahl und den Rücktritt des Präsidenten. Sie wirft der Regierung Pannen und Unregelmäßigkeiten bei der Parlamentswahl vor.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:03 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:05 Uhr Campus & Karriere

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:05 Uhr Rang 1

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Multimedia-ReportageGrimme Online Award für Deutschlandradio Kultur

Tausende Sizilianer zogen in den 1960er-Jahren nach Solingen, um dort zu arbeiten. Was wurde aus ihrem Heimatgefühl, was aus ihren Träumen? Darum geht es in der ausgezeichneten Multimedia-Reportage.

Der Grimme Online Award geht unter anderem an eine Multimedia-Reportage vom Deutschlandradio Kultur. "Trappeto-Solingen-Trappeto" erzählt von Zuwanderern aus Sizilien, die nach Solingen kamen.

EU-Austritt Großbritanniens"Schotten könnten Unabhängigkeit vom Königreich verlangen"

Graham Watson, Vorsitzender der Liberalen-Fraktion im Europäischen Parlament (ALDE) (imago stock & people)

In Schottland hat es beim Referendum eine große Mehrheit für den Verbleib in der EU gegeben. Wenn die Engländer nun auf den EU-Austritt bestünden, dann könnte es dazu kommen, dass es kein Vereinigtes Königreich mehr geben werde, sagte Graham Watson, britischer Abgeordneter der Liberaldemokraten im EU-Parlament, im DLF.

BayernVom Freistaat zum freien Staat?

Sogenannte "Schellenrührer" ziehen am beim Faschingstreiben in Mittenwald durch den Ort. Mit dem Lärm der großen Kuhglocken sollen nach altem Brauch die bösen Wintergeister ausgetrieben werden. (dpa / picture alliance /  Angelika Warmuth)

Bayern ist zwar nicht Großbritannien - doch für mehr Unabhängigkeit vom Bund sprechen sich rund 40 Prozent der Bayern aus. Folgt nach dem Brexit bald der bayerische Ausstieg?

Nach dem Brexit-Entscheid"Ein sehr bitteres English Breakfast"

Stadtbild von London (AFP / Rob Stothard)

"Ein schlechter Tag für Europa", "historisch", "ein politisches Erdbeben" - die Entscheidung der Briten, der EU den Rücken zuzukehren, bewegt die Menschen in Europa. Erste Reaktionen.

SelbststeuerungDie Auto-Autos kommen

Der Straßenverkehr steht vor einem Umbruch - mit Selbststeuerung.  (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Fahrzeuge handeln immer selbstständiger - mit Folgen für Fahrer, Umwelt und Gesellschaft. Der Straßenverkehr steht vor einem Umbruch. Nun wird versucht, die kleinen und großen Unwägbarkeiten dieses Wandels vorauszuahnen.

AlltagskunstSelfies ins Museum

Mädchen sitzt in ihrem Zimmer auf dem Boden und macht Selfies (imago / Felix Jason)

Selfies sind banal? Selfies sind Kunst! Ein renommiertes New Yorker Fotografiemuseum hat das endlich erkannt. Im International Center of Photography versöhnen sich die großen Fotografen mit den Social-Media-Fotos.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Treffen der EWG-Gründerstaaten  Außenminister fordern zügige Verhandlungen über Brexit | mehr

Kulturnachrichten

Bayerische Museen verkauften offenbar NS-Raubkunst  | mehr

Wissensnachrichten

Führungskräfte  Weiche Gesichtszüge bringen mehr Spenden, harte mehr Profit | mehr