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Palästinensische Politikerin bezweifelt Arafats Rückkehr in offizielle Funktionen

Diagnose des Palästinenser-Präsidenten nicht vor nächster Woche

Arafat bei seinem Abflug nach Paris, 29.10.2004 (AP)
Arafat bei seinem Abflug nach Paris, 29.10.2004 (AP)

Dem seit Freitag in einem Militärkrankenhaus bei Paris behandelten Palästinenser-Präsident Jassir Arafat stehen weitere Untersuchungen bevor. Vor Mitte nächster Woche ist nach palästinensischen und französischen Angaben nicht mit einer umfassenden Diagnose zu rechnen.

Die palästinensische Politikerin Ashrawi glaubt nicht, dass Arafat in seine offiziellen Funktionen zurückkehrt. Es werde verschiedene Leute für den PLO-Vorsitz und für die Regierungsgewalt geben, sagte sie der Zeitung "Welt am Sonntag". Die palästinensische Führung sei zu Friedensgesprächen mit Israel bereit.

Frangi rechnet nach Arafats Erkrankung nicht mit Machtkampf

Der PLO-Vertreter in Deutschland, Abdallah Frangi, äußerte sich am Freitag überzeugt, dass die Erkrankung Arafats bei den Palästinensern nicht zu ernsthaft gefährlichen Nachfolgestreitigkeiten führen wird. Es gebe eine funktionierende Regierung, der Staatsapparat werde weiterlaufen, versicherte Frangi im Deutschlandfunk. Zwar glaubten viele junge Leute, einen Platz in der Palästinenser-Führung beanspruchen zu können. Sie könnten sich innerhalb des vorgegebenen Rahmens demokratisch bewähren, unterstrich Frangi.
Interview mit Abdallah Frangi

Einlieferung Arafats in Pariser Krankenhaus

Der erkrankte Palästinenser-Führer war am Freitag in Frankreich eingetroffen, um sich im Percy-Militärkrankenhaus medizinisch behandeln zu lassen. Ein Flugzeug der französischen Luftwaffe hatte ihn von Amman nach Frankreich gebracht. Die israelische Regierung sicherte zu, Arafat nach einer Behandlung im Ausland wieder in die Palästinensergebiete zurückkehren zu lassen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:07 Uhr

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