Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Panzer in Scharm el Scheich

Ausländer wollen raus aus Ägypten

Ägyptisches Militär im Zentrum Kairos (AP)
Ägyptisches Militär im Zentrum Kairos (AP)

Im Touristenzentrum Scharm el Scheich am Roten Meer ist der Frieden vorbei - am Morgen hat die ägyptische Armee in dem beliebten Touristenort Stellung bezogen. Soldaten besetzten auch die Stadt Al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel.

Bei den Unruhen in Ägypten ist die Zahl der Getöteten weiter gestiegen. Nach Medienberichten starben bisher mindestens 150 Menschen. Neue Tote soll es in der Nacht in mehreren Gefängnissen außerhalb Kairos gegeben haben, als Häftlinge ausbrachen.

Die Lage in Kairo blieb am Sonntag aber vergleichsweise ruhig, wenngleich in der Hauptstadt zunehmend Plünderer- und Räuberbanden zum Problem werden (Audio-Link). Die Menschen schließen sich teilweise zu Bürgerwehren zusammen. Soldaten fahren in den Straßen mit Panzern Patrouillen.

Viele Ausländer wollen Ägypten verlassen. Angehörige von Mitarbeitern deutscher Institutionen haben die Möglichkeit, über die Botschaft Plätze auf Lufthansa-Flugzeugen zu buchen. Die deutsche Botschaft in Kairo selbst wird derzeit durch eigene Sicherheitskräfte und durch die ägyptische Polizei geschützt.

Die ägyptische Regierung hat unterdessen den arabischen Fernsehsender El Dschasira verboten. Dieser hatte bisher umfassend über die Proteste im Land berichtet. Der scheidende Informationsminister Anas el Fekki ordnete ein Empfangsverbot für den Satellitensender an.

Aufstand der Jungen

Fast zwei Drittel der Ägypter sind noch keine 30 Jahre alt. Diese jungen Menschen haben kaum Chancen, einen Job zu finden. Jetzt begehren sie auf. So erklären Intellektuelle die Situation in ihrem Land (Audio-Link).

Die jungen Leute verlangen ihr Recht auf eine angemessene Entwicklung, berichtete eine Universitätsmitarbeiterin in unserem Programm. Fast 40 Prozent der Ägypter lebten in Armut, während einige wenige Menschen im Land die Wirtschaft kontrollieren und superreich seien. In den einschlägigen Rankings zählten diese zu den reichsten Menschen der Welt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Die neue Platte XL

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Nach Yücel-Freilassung"Viele andere sind nach wie vor inhaftiert"

Ein Mann klebt ein Plakat mit der Aufschrift "#FreeThemAll" und "FreeTurkeyMedia" vor dem Start eines Autokorsos für den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel an einen Pkw.  (PA/dpa/Bodo Marks)

Der Bochumer Politikwissenschaftler Ismail Küpeli mahnt trotz aller Freude über die Freilassung Deniz Yücels, die Lage der Menschenrechte in der Türkei nicht aus dem Blick zu verlieren. Er befürchte, dass andere in der Türkei Inhaftierte vergessen werden könnten, sagte er im Dlf.

Hologram Maya KodesStar aus dem Cyberspace

Nichts an Maya Kodes ist echt. Sie ist eine virtuelle Figur und trotzdem ist sie ein Star in Kanada. Ganz ohne menschliche Unterstützung geht es aber bei den Live-Auftritten nicht: Ihre Stimme leiht ihr eine Sängerin und ihre Bewegungen stammen von einer Tänzerin.

Jonathan McMillan: "Das Ende der Banken"Ist eine Welt ohne Banken möglich?

Das Cover von Jonathan McMillans Buch "Das Ende der Banken", im Hintergrund sind Hände zu sehen, die Münzen auf den Boden werfen. (campus / imago stock&people)

Banken sollen verboten, Bargeld abgeschafft werden und die Bürger kostenlose Finanzspritzen bekommen. Das klingt erst einmal ziemlich utopisch. Doch tatsächlich werden in "Das Ende der Banken" interessante Ideen für eine Zukunft ohne Geldinstitute entwickelt.

Berlinale: DokumentarfilmeBilder für die Gefahr von rechts

Der Dokumentarfilm "When the War comes" von Jan Gebert wird auf der Berlinale in der Reihe "Panorama" gezeigt. (Stanislav Krupař )

Die Gefahr durch rechtspopulistische und -extreme Bewegungen in Europa schlägt sich auch im Programm der Berlinale wider. Vollbild stellt drei Dokumentarfilme vor, die versuchen die Gefahr, die von solchen Stimmungen ausgeht, adäquat abzubilden.

SyrienZwischen roten Linien und internationalen Konflikten

Das Krankenhaus "Sham Surgical" in der syrischen Provinz Idlib wurde durch einen Luftangriff zerstört (AFP / Omar Haj Kadour)

Frankreichs Präsident Macron droht mit einem Militärschlag in Syrien. Sollte Assad der Einsatz von Giftgas nachgewiesen werden, sei für ihn die rote Linie überschritten. Eine Linie, die auch US-Präsident Barack Obama einst beschwor und über die er stolperte.

Geld für Posts und LikesPersönliche Daten als Währung

Menschen kommunizieren mit drahtlosen Technologien  (imago stock&people)

Daten sind das neue Öl. Eine Weisheit des letzten Internetjahrzehnts. Und die Arbeiter auf den neuen "Ölplattformen", das sind wir alle. Sollen wir dafür bezahlt werden? Zumindest ein soziales Netzwerk macht es jetzt vor.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Abgas-Affäre  Daimler durch US-Unterlagen unter Druck | mehr

Kulturnachrichten

Nationalisten dringen in russisches Kulturzentrum ein | mehr

 

| mehr