Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Papst Benedikt XVI. in sein Amt eingeführt

Hunderttausende Gläubige in Rom

Amtseinführung von Papst Benedikt XVI.
Amtseinführung von Papst Benedikt XVI. (AP)

Rund drei Wochen nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. ist auf dem Petersplatz in Rom Papst Benedikt XVI. mit einem feierlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt worden. Als Zeichen der päpstlichen Würde empfing er den Fischerring und das Pallium. Sie zeichnen ihn als Nachfolger des heiligen Petrus aus und symbolisieren seine besondere Verbindung mit dem Heiligen Stuhl.

In seiner mehrfach von Applaus unterbrochenen Predigt verurteilte Benedikt der Sechzehnte Armut, Ungerechtigkeit, Hass und Gewalt in der Welt. Einen besonderen Gruß richtete der neue Papst an die Vertreter des Judentums, mit denen die Katholiken durch ein gemeinsames Erbe verbunden seien. Der 78-jährige Kardinal Ratzinger war am vergangenen Dienstag zum Nachfolger von Papst Johannes Paul dem Zweiten gewählt worden.

100.000 Pilger aus Deutschland


An dem Gottesdienst auf dem Petersplatz nahmen rund eine halbe Million Menschen teil, darunter etwa 100.000 Deutsche. Zu den Ehrengästen gehörten Bundespräsident Köhler und Bundeskanzler Schröder sowie die CDU-Vorsitzende Merkel und der bayerische Ministerpräsident Stoiber. Allein aus Deutschland, dem Heimatland des vormaligen Kardinals Joseph Ratzinger, kamen schätzungsweise 100.000 Pilger nach Rom. Zum Abschluss der Zeremonie erteilte der neue Papst den Segen "Urbi et Orbi".

Ratzinger stellt "offenen Dialog" in Aussicht


Am Samstag hatte Papst Benedikt XVI. bei seinem ersten Zusammentreffen mit der internationalen Presse an die Verantwortung der Medien appelliert. Außerdem Bot er einen "offenen Dialog" mit den Journalisten an. Deren Ziel müsse immer die "aufrichtige Suche nach der Wahrheit sein", sagte der deutsche Papst bei einer Audienz für 4000 Menschen im Vatikan. Fragen an den Papst waren zur Enttäuschung mancher Medienvertreter allerdings nicht zugelassen. Der 78-Jährige präsentierte sich bei der Audienz frisch und gelöst.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:09 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 17:05 Uhr Wirtschaft und Gesellschaft

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 17:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Gesundheitsreport 2015Gefährliches Dauersitzen

Dauersitzen ist eines der Themen im neuen Gesundheitsreport 2015 der privaten Krankenversicherung DKV. Erwachsene sitzen an einem normalen Werktag laut der Studie 7,5 Stunden, ein Drittel davon vor dem Fernseher. Mediziner sehen darin ein enormes Problem – und plädieren etwa für Büroarbeit im Stehen.

Private UnterkünfteMit Flüchtlingen wohnen

Drei Kinder einer syrischen Flüchtlingsfamilie, eines verdeckt sein Gesicht mit einer Tüte Bonbons.

Klaus und Dolores Pehlke aus Hannover vermieten an neun Flüchtlinge aus dem Irak. Doch das hat sie einige Überwindung gekostet, sie hatten Angst, sagen sie. Mittlerweile haben sich Kontakte gebildet, die alle Beteiligten bereichern.

Asteroid 2004 BL86Besuch aus dem All

Wir bekommen Besuch - ein Asteroid passiert heute unseren Heimatplaneten. Kein Grund zur Panik, auch wenn 2004 BL86 ein ziemlicher Brocken ist. Denn bei Himmelkörpern gilt: Je größer der Durchmesser, desto geringer die Gefahr, dass er auf der Erde einschlägt.

Bertelsmann-UmfrageViele Israelis lieben Deutschland

Eine Frau und ein Mann mit einer israelischen und einer deutschen Flagge.

50 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen ist Deutschland in Israel beliebter als umgekehrt. Laut der Bertelsmann-Stiftung denken die meisten jüdischen Israelis gut über Deutschland und die Deutschen. 

Spaniens ExklavenLockruf des Dschihad

Ein Polizist läuft zwischen muslimischen Bewohnern nachdem die Polizei vier mutmaßliche Dschihadisten in El Principe, einem Randgebiet von Ceuta, am 24.01.2015 festgenommen hatte.

In der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika wurde eine mutmaßliche Dschihadisten-Zelle deaktiviert - nicht zum ersten Mal. Spanien zeigt sich hilflos im Kampf gegen die Radikalisierung junger Muslime.

FotografieMiniaturwelt Fachmesse

Zehn Millionen Menschen besuchen jedes Jahr Fachmessen: von Erotik über Waffen bis zu Nutztieren. Schräges Publikum? Oh ja. Den Bildbeweis liefert Jakob Schnetz. Der 23-Jährige fotografiert diese Parallelgesellschaften.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Syriza-Chef Tsipras  als griechischer Regierungschef vereidigt | mehr

Kulturnachrichten

Historiker kritisiert Auschwitz-Gedenken ohne Putin | mehr

Wissensnachrichten

Ötzi  Steinzeitmensch hatte 61 Tätowierungen | mehr