Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Papst entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern

Benedikt XVI. spricht vor Geistlichen in Sydney

Papst Bendikt XVI. entschuldigte sich in Sydney bei Missbrauchsopfern (AP)
Papst Bendikt XVI. entschuldigte sich in Sydney bei Missbrauchsopfern (AP)

Papst Benedikt XVI. hat in Australien den sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche verurteilt. Diese Vergehen stellten einen schweren Vertrauensbruch dar und verdienten eine deutliche Verurteilung, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor Geistlichen in Sydney.

"Der Schmerz und das Leiden, das die Opfer ertragen haben, tut mir aufrichtig leid, und ich versichere ihnen, dass ich als ihr Pastor das Leiden teile", erklärte das Oberhaupt der Katholiken während einer Messe. Die Fälle von sexuellen Übergriffen auf Minderjährige durch Priester seien zutiefst beschämend.

Dadurch sei auch das Ansehen der katholischen Kirche beschädigt worden. Die Opfer sollten "Mitgefühl und Fürsorge erfahren, und die Verantwortlichen für diese Übel müssen vor Gericht gestellt werden", sagte der Papst.

Manchen Opferverbänden geht die Entschuldigung nicht weit genug. "Bedauern kann ein Anfang sein, aber wir wollen viel mehr sehen", sagte Chris MacIsaac, Vorsitzender der Opferschutzorganisation Broken Rites. Der Papst müsse seine australischen Bischöfe anweisen, nicht länger den Zugang von Missbrauchsopfern zu blockieren.

Nach Angaben der Organisation wurden in Australien bislang 107 Geistliche wegen sexueller Übergriffe verurteilt.

Der Jugendseelsorger der Diözese Köln, Pfarrer Mike Kolb, zog unterdessen eine positive Bilanz des Weltjugendtages. Man spüre die Wirkung, "wenn junge Menschen zusammenkommen und wenn neue Initiativen und Gedanken entstehen", sagte Kolb im Deutschlandfunk. (Text, MP3-Audio)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:30 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 09:30 Uhr Essay und Diskurs

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 09:05 Uhr Sonntagmorgen

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Ölunfall im Golf von MexikoDie vergessene Katastrophe

Die brennende Ölplattform Deepwater Horizon im April 2010. (picture alliance / dpa / US Coast Guard)

Am 20. April 2010 explodierte im Golf von Mexiko die Bohrinsel Deepwater Horizon und löste die bislang schwerste Umweltkatastrophe in den USA aus. Fünf Jahre später liegen immer noch Teer-Klumpen an der Küste - und das Ausmaß der Katastrophe bleibt unklar.

Kino in Angola"Wir wollen unsere Säle zurück"

Uferstraße mit Skyline, aufgenommen am 26.03.2014 in Luanda in Angola. Zahlreiche Hochhäuser wachsen hinter der neugebauten Uferpromenade, der Bahia de Luanda in die Höhe. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Kino ist in dem afrikanischen Land Angola ein zentrales Kulturgut. Ein Bildband zeigt die vergangene Pracht und Bedeutung der "Cinemas Angolas" - es geht jetzt um ihre Rettung und um Angolas Seele, sagt Miguel Hurst, der ehemalige Leiter des dortigen Filminstituts.

Third Man RecordsVinyl is not dead

Mit seinem Plattenlabel haucht Jack White einer Untoten Leben ein: Third Man Records produziert nur Schallplatten und hat großen Erfolg damit. Die Vinylscheiben stehen hoch im Kurs bei Musikliebhabern.

Hillary ClintonKeine Königin der Transparenz, aber gut gerüstet

Hillary Clinton will US-Präsidentin werden. (AFP / Ronaldo Schemidt)

Es gebe viele Gründe, Hillary Clintons Präsidentschaftskandidatur zu misstrauen, meint Markus Feldenkirchen vom "Spiegel". Zum Beispiel wäre es schön, zu wissen wofür sie eigentlich inhaltlich stehe, vor allem innenpolitisch. Dennoch sei sie weit besser für das Amt gerüstet als all ihre Konkurrenten.

NationalsozialismusVom Wert erfahrungsgeschichtlicher Erinnerung

Bei der Gedenkveranstaltung vor dem Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz ist ein Überlebender des Holocaust auf einer großen Leinwand zu sehen. (afp / Odd Andersen)

Mit einer auf sieben Bände angelegten neuen Geschichte des "Dritten Reiches" will der Historiker Norbert Frei die Zeit des Nationalsozialismus für die jüngere Generation erfahrbar machen. Er will zeigen: "Es ist eine moderne Gesellschaft, die 1933 abstürzt."

TherapiePsychische Krankheiten viel früher erkennen

Wenn ein psychisch Erkrankter in Behandlung kommt, ist sein Leidensweg meist schon sehr lang, Erkrankungen wie etwa Depression oder Schizophrenie sind stigmatisiert. Forscher arbeiten an Möglichkeiten, psychische Krankheiten viel früher zu erkennen, um sie besser behandeln, vielleicht sogar ganz vermeiden zu können. 

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Erneut Flüchtlingsboot  im Mittelmeer gekentert | mehr

Kulturnachrichten

R&B-Sänger Johnny Kemp ist tot  | mehr

Wissensnachrichten

Weltraum  Espresso-Maschine auf ISS angekommen | mehr