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Papst warnt vor sozialer Ausgrenzung

Franziskus trifft zum Weltjugendtag in Brasilien ein

Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Brasilien (AFP / Osservatore Romano)
Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Brasilien (AFP / Osservatore Romano)

Mit einem großen Gottesdienst am Strand der Copacabana startet heute der katholische Weltjugendtag in Rio de Janeiro. Erwartet werden 1,5 Millionen Teilnehmer aus rund 170 Ländern. Es ist die erste Auslandsreise des Papstes.

Der Papst ist zum Auftakt seiner Brasilien-Reise in Rio de Janeiro von zehntausenden begeisterten Gläubigen empfangen worden. Franziskus, der die Nähe zum Volk pflegt, verzichtet in Brasilien zugunsten eines offenen Jeeps auf das gepanzerte Papamobil.

Die Freude über den Besuch des ersten lateinamerikanischen Papstes wurde auch von Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen überschattet. Kurz nach einem Gespräch des Papstes mit Brasiliens Präsidentin Dilma Roussef ging die Polizei mit Tränengas, Blendgranaten und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor.

Für die kommenden Tage sind weitere Protestkundgebungen angekündigt, einige davon in direkter Nähe zum Weltjugendtag. Zum Schutz des Papstes und der Gläubigen in Rio de Janeiro sind etwa 30.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz.

Franziskus warnt vor Ausgrenzung von Jugendlichen und Älteren

In ersten Äußerungen forderte Franziskus Sicherheit, Bildung und Arbeit für junge Menschen. Die brasilianische Präsidentin Roussef würdigte das soziale Engagement des Papstes. Vor dem Beginn des katholischen Weltjugendtags sprach sich Franziskus für eine stärkere Förderung von Jugendlichen aus. Der Welt drohe eine ganze Generation ohne Arbeit, warnte der Papst auf seinem zwölfstündigen Flug von Rom nach Rio de Janeiro. "Die Menschenwürde fußt auf der Arbeit und der Möglichkeit, sein Brot zu verdienen", so Papst Franziskus. Zugleich kritisierte er "die Kultur der Ausgrenzung der Älteren". Die Jugend sei die Zukunft der Völker, doch die Senioren hätten "die Weisheit des Lebens, der Geschichte, des Vaterlands und der Familie".

Er sei gekommen, "um die ganze brasilianische Nation in ihrem vielschichtigen menschlichen, kulturellen und religiösen Reichtum zu umarmen", betonte er bei der Begrüßungszeremonie im Garten des Guanabara-Palastes.

1800 Teilnehmer aus Deutschland

In Rio de Janeiro werden zum Weltjugendtag von heute an bis zu 1,5 Millionen Teilnehmer aus rund 170 Ländern erwartet. Aus Deutschland sollen etwa 1800 Teilnehmer vor Ort sein. Papst Franziskus wird ab Donnerstag am Weltjugendtag teilnehmen und am Sonntag die Abschlußmesse zelebrieren. Neben großen Gottesdiensten stehen Begegnungen mit Armen, Häftlingen und früheren Drogenabhängigen auf seinem Programm. Einzige Station außerhalb von Rio ist der Besuch des Marienwallfahrtsorts Aparecida im Bundesstaat São Paulo.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:14 Uhr

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