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Papstwahl beginnt am Dienstag

115 Kardinäle wählen Nachfolger von Benedikt XVI.

Wolken über dem Petersdom: Wer wird der neue Papst? (AP)
Wolken über dem Petersdom: Wer wird der neue Papst? (AP)

Das Warten hat ein Ende: Am 12. März beginnen die Kardinäle mit der Wahl des neuen Papstes. Der Vatikan rechnet damit, dass bis Ostern ein Nachfolger für Benedikt XVI. feststeht.

Am kommenden Dienstag beginnt die Wahl des neuen Papstes, teilte der Vatikan mit. 115 Kardinäle entscheiden dann, wer Nachfolger von Benedikt XVI. wird. Der 85-Jährige hatte zu Ende Februar sein Amt aus Altersgründen niedergelegt. Es war der erste Rücktritt eines Papstes in der Neuzeit.

Im Konklave zur Wahl eines neuen Papstes werden die stimmberechtigten Kardinäle im Vatikan von der Außenwelt abgeschottet. Seit 1878 finden die Papstwahlen in der Sixtinischen Kapelle statt. Alle Purpurträger bis zum 80. Lebensjahr sind zur Teilnahme verpflichtet.

Kandidaten brauchen Zweidrittel-Mehrheit

Zum Papst gewählt ist, wer zwei Drittel der Wählerstimmen auf sich vereinigt. Vorgesehen sind, außer am Eröffnungstag, je zwei Wahlgänge vormittags und nachmittags. Bleibt die Wahl nach drei Tagen ohne Ergebniswird eine eintägige Gebets- und Denkpause eingelegt. Es folgen drei weitere Abschnitte von jeweils sieben Urnengängen. Erst wenn auch diese erfolglos waren, können sich die Wähler auf einen Modus mit absoluter Mehrheit einigen. Der Vatikan rechnet aber damit, dass bis Ostern ein Nachfolger feststeht.

In den Medien gehen unterdessen die Spekulationen über den neuen Pontifex der katholischen Kirche weiter. Vor allem der Mailänder Erzbischof Angelo Scola und der brasilianische Kardinal Odilo Pedro Scherer wurden als Favoriten genannt. Zu den spannenden Fragen gehört, ob das nächste Oberhaupt der weltweit knapp 1,2 Milliarden Gläubigen wieder aus Europa kommt oder ein Kardinal aus Nordamerika oder Afrika in das höchste Amt der katholischen Kirche gewählt wird.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:07 Uhr

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