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Parlamentswahlen in Kroatien

Kopf-an-Kopf-Rennen von Regierungspartei und Opposition erwartet

Eine Kroatin wählt in Banja Luka. (AP)
Eine Kroatin wählt in Banja Luka. (AP)

In Kroatien wird ein neues Parlament gewählt. Rund vier Millionen Menschen im Inland sowie weitere 400.000 im benachbarten Bosnien-Herzegowina sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Umfragen zufolge deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der konservativen Regierungspartei, der Kroatischen Demokratischen Union (HDZ), von Ministerpräsident Ivo Sanader und der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei (SDP) mit ihrem Spitzenkandidaten Zoran Milanovic an.

Die Bürger werfen der Regierungspartei Mangel an Fortschritten bei der Verbesserung des Lebensstandards und beim Kampf gegen Korruption vor. Die Sozialdemokraten versprechen in ihren Wahlprogrammen Impulse für die Wirtschaft und einen Abbau der Arbeitslosigkeit von zuletzt 14 Prozent sowie höhere Löhn. Außenpolitisch streben beide Parteien eine Mitgliedschaft in der EU und in der Nato an. Anfang Januar wird Kroatien Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Nach der Unabhängigkeit Kroatiens 1991 wurde die frühere jugoslawische Teilrepublik von der HDZ regiert. Von 2000 bis 2003 lag die Führung in den Händen der Sozialdemokraten, bevor die HDZ wieder die Regierungsverantwortung übernahm.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:26 Uhr

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