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Platzeck: "Wir halten die Situation für angespannt, aber beherrschbar"

Nach Sachsen ist nun auch Brandenburg vom Hochwasser betroffen

Das überflutete Kloster St. Marienthal in Ostritz (AP)
Das überflutete Kloster St. Marienthal in Ostritz (AP)

Das Hochwasser hat in den frühen Abendstunden auch Brandenburg erreicht. Experten rechnen mit Pegelständen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. An einigen Abschnitten der Lausitzer Neiße wurde bereits die höchste Warnstufe ausgerufen.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) betonte am Nachmittag, die Lage sei angespannt, aber beherrschbar. An Oder und Elbe sei die Situation zudem weniger dramatisch. Evakuierungen seien bislang nirgendwo notwendig.

In Sachsen sinken die Wasserstände inzwischen wieder. Das Kloster St. Marienthal nahe der Kleinstadt Ostritz wurde durch die Flut teilweise zerstört, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Im sächsischen Bad Muskau ist ein Teil des berühmten Fürst-Pückler-Parks überflutet worden (Audio), der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) machte sich in Bad Muskau persönlich ein Bild von der Lage und stellte schnelle Hilfe in Aussicht.

Tillich sagt finanzielle Hilfe zu

Auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) versprach unkomplizierte Hilfe. Er gehe davon aus, dass das Hochwasser schwere Schäden an Privateigentum und Infrastruktur angrichtet habe, sagte Tillich. Die Landesregierung will morgen ein Darlehensprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro auflegen.

In den Landkreisen Görlitz und Sächsische Schweiz waren bis zu 3000 Menschen gezwungen, ihre Wohnungen zu verlassen. Im Raum Görlitz war das Hochwasser am Sonntag auf einen Rekord-Pegelstand von 7,07 Meter angeschwollen. Der normale Mittelwert liegt bei 1,70 Meter. In Teilen Sachsens gab es Katastrophenalarm.

In Tschechien geht das Hochwasser mittlerweile langsam zurück (Audio) und die Helfer haben mit den Aufbauarbeiten begonnen.


Spenden für die Flutopfer:

Ostsächsische Sparkasse Dresden, Stichwort "Sachsen helfen", Kontonummer 341 036 000, BLZ 850 503 00

oder

DRK Sachsen, Stichwort "Nachbarn in Not", Kontonummer 312 000 207 0, BLZ 850 503 00



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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