Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Polizei löst Parlamentsblockade auf

Verletzte bei Protesten in Bulgarien

Seit Wochen fordern die Demonstranten den Rücktritt der Regierung (picture alliance / dpa /EPA)
Seit Wochen fordern die Demonstranten den Rücktritt der Regierung (picture alliance / dpa /EPA)

Die Proteste in Bulgarien eskalieren. Hunderte Demonstranten haben in der Hauptstadt Sofia das Parlament blockiert - die Abgeordneten saßen stundenlang fest. Außerdem sind bei den Protesten gegen die Regierung in der Nacht mehrere Menschen verletzt worden.

<p>Mindestens zehn Menschen, darunter zwei Polizisten, wurden nach den Krawallen in der bulgarischen Hauptstadt nach Angaben von Rettungskräften in Krankenhäusern behandelt. Die Demonstranten hatten das Parlament umringt und stundenlang blockiert. Dutzende Menschen wurden daran gehindert, das Gebäude zu verlassen - mehrere Minister, etwa 30 Abgeordnete sowie etliche Mitarbeiter und Journalisten. Die Polizei löste die Kundgebung schließlich auf. Nach Angaben des Innenministeriums warfen Protestierende mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen. <br /><br />Die Demonstranten wollen erreichen, dass die von Sozialisten dominierte Regierung zurücktritt. Aus Wut über Korruption, Vetternwirtschaft und Verelendung gehen seit mehr als einem Monat jeden Abend tausende Bulgaren auf die Straße. An eine Wende zum Besseren unter dem von den Sozialisten gestützten parteilosen Ministerpräsidenten Plamen Orescharski glauben sie nicht mehr. <br /><br /></p><p><strong>Politische Pattsitution nach der Wahl im Mai</strong></p><p><papaya:media src="073ee88e9e2efe55b94471cbe7dedfd1" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Plamen Orescharski, Regierungschef ohne Rückhalt" popup="yes" />Bulgarien steckt in einer tiefen politischen Krise, seit die konservative Vorgängerregierung im Februar nach monatelangen Protesten das Handtuch warf. Die vorgezogene Parlamentswahl im Mai brachte eine politische Pattsituation hervor.<br /><br />Staatspräsident Rosen Plewneliew rief zur Ruhe auf. Eine "Eskalation der Spannungen" müsse vermieden werden, erklärte er. Parlamentspräsident Michail Mikow sagte eine für diesen Mittwoch geplante Parlamentssitzung ab. "Es ist nicht normal, dass das Leben und die Gesundheit von Abgeordneten in Gefahr gebracht werden", erklärte Mikow. .<br /><br />Den bulgarischen Abgeordneten fehle noch das Gefühl für Kompromisse und demokratische Zusammenarbeit, sagt Elmar Brok, CDU-Europaparlamentarier, <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="255133" text="im Deutschlandfunk" alternative_text="im Deutschlandfunk" />. Daran würden auch die von Demonstranten geforderten Neuwahlen nichts ändern. Vielmehr müsse sich eine demokratische Mehrheitsbildung durchsetzen.<br /><br /><br /><strong>Mehr auf dradio.de:</strong><br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="253308" text="Parlamentswahl in Bulgarien: Ehemalige Regierungspartei erringt Mehrheit" alternative_text="Parlamentswahl in Bulgarien: Ehemalige Regierungspartei erringt Mehrheit" /> <br> Demonstranten protestieren gegen den Wahlausgang <br /> <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="251311" text="Gegen Korruption und Vetternwirtschaft" alternative_text="Gegen Korruption und Vetternwirtschaft" />- <br>Die Proteste in Bulgarien gehen weiter <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="250622" text="Massenproteste und Intrigen" alternative_text="Massenproteste und Intrigen" /> <br>Schwere Zeiten für Bulgariens Premier Orescharski</p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:14 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 07:15 Uhr Interview

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 07:20 Uhr Politisches Feuilleton

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Räumung des Idomeni-CampsEin Zeichen der Ohnmacht

Zwei griechische Polizisten stehen bei der Räumung des des Flüchtlingslagers in Idomeni am 24.05.2016 vor Zelten, vor denen ein Flüchtlingsjunge kauert. (picture alliance / dpa / Yannis Kolesidis)

Zelte, die im Schlamm untergehen: Diese Bilder sind nach der Räumung der Flüchtlingszeltstadt im griechischen Idomeni passé. Doch das ist ein Rückschritt, meint Panajotis Gavrilis − und der große Skandal liege ohnehin woanders.

Ein Konto für jedermannAlle Banken sind jetzt in der Pflicht

Ein Bankkunde hebt in Hamburg mit seiner Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab. (dpa-Bildfunk / Angelika Warmuth)

Jeder in Deutschland lebende Mensch kann künftig bei einer Publikumsbank ein Konto eröffnen. Das entsprechende Gesetz tritt im Juni in Kraft. Damit sind nahezu alle Banken in der Pflicht, solche Basiskonten auch für Erwerbs- oder Wohnungslose anzubieten. Und solange das Konto im Plus bleibt, kann der Inhaber frei darüber verfügen.

Widerstand gegen WindkraftDie Energiewende als Soziallabor

Eine alte Windmühle steht zwischen Wohnhäusern in Kiel, im Hintergrund ein modernes Windrad.  (picture alliance / Hinrich Bäsemann)

In den vergangenen 25 Jahren sind in Deutschland 25.000 Windräder entstanden. Obwohl die Mehrheit der Deutschen die Erneuerbaren befürwortet, wächst der Widerstand gegen die Windkraft. Was bedeutet das für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?

ÖsterreichVan der Bellen will weder Oberlehrer noch Zuchtmeister sein

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer (r.) und der künftige Bundespräsident Alexander Van der Bellen (l) sitzen das erste Mal zusammen. (picture-alliance / dpa/epa/Christian Bruna)

Der neue österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen möchte seine Persönlichkeit und Erfahrung in das neue Amt einbringen. In der Wiener Hofburg, seinem künftigen Amtssitz, traf er heute schon mal auf Amtsinhaber Heinz Fischer.

Aggressionen gegen Flüchtlingshelfer"Damit die richtig schön Angst kriegen"

Ehrenamtliche, die Geflüchteten helfen, werden immer häufiger bedroht.  (picture-alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)

Drohbriefe, eingeschlagene Fensterscheiben, Beleidigungen und Verleumdungen in sozialen Netzwerken, sogar Brandanschläge auf Autos - das alles müssen Ehrenamtliche ertragen, die Flüchtlingen helfen.

Gesichtserkennungs-App "FindFace"Das Ende der Anonymität

Ein Mann hält sich die Augen zu (imago/blickwinkel)

Meine Freunde, mein Beruf, meine Hobbys: Eine Software erkennt Gesichter auf Fotos und liefert in kürzester Zeit Informationen aus sozialen Netzwerken. In Russland ist das schon Realität. Auch die Polizei und Geheimdienste sind an der Gesichtserkennung in Echtzeit interessiert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Griechenland  Geldgeber wollen weitere 10,3 Milliarden an Athen zahlen | mehr

Kulturnachrichten

Spendenaufruf für Kulturgüter in Rom  | mehr

Wissensnachrichten

Roboter-Wachmann  Robocop läuft in US-Einkaufszentrum Streife | mehr