4. Sitzung des Hörfunkrates in der VI. Amtsperiode

 

Pressemitteilungen zur öffentlichen Sitzung des Deutschlandradio-Hörfunkrats: Wirtschaftsplan für 2015 bestätigt

Deutschlandradio-Intendant Dr. Willi Steul hob in der Debatte hervor, dass der Plan auch Ergebnis einer seit mehreren Jahre zurückhaltenden und „restriktiven Finanzpolitik" ist.

Auf der Tagesordnung der vierten Hörfunkratssitzung in diesem Jahr standen neben Programm- noch weitere Unternehmensthemen. So hat der Hörfunkrat die Einsetzung eines nichtständigen Ausschusses „Unternehmensstrategie" bis zum Ende der 6. Amtsperiode beschlossen. Der Ausschuss besteht aus zehn Mitgliedern und bereitet die entsprechenden Diskussionen zur Entwicklung von Deutschlandradio im Hörfunkrat vor.

Ausführlich diskutierte der Hörfunkrat den Bericht der Gleichstellungsbeauftragten von Deutschlandradio. Ulrike Stengel unterstrich die Bedeutung des 2014 gestarteten Mentoringprogramms „Mehr Frauen in Führung". Noch immer entspreche die Zahl der Frauen in Leitungspositionen nicht dem hohen Anteil an weiblichen Beschäftigten insgesamt. Hier bedürfe es eines Kulturwandels. Intendant Dr. Willi Steul betonte, dass es für die notwendigen Veränderungen in einem kleinen Haus „einen langen Atem braucht. Aber wir haben die nötige Energie." Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beim Deutschlandradio und die Förderung von Frauen in Führungspositionen wird bei der nächsten Hörfunkratssitzung noch einmal thematisiert.

Intendant Dr. Willi Steul informierte die Gremienmitglieder über aktuelle medienpolitische Entwicklungen. Neben dem geplanten Jugendkanal stand dabei das Votum der ARD-Intendanten zugunsten des forcierten Ausbaus von DAB+ im Mittelpunkt. Bei ihrem Treffen am 24. und 25. November in Hannover hatten die ARD-Vertreter den Gesetzgeber aufgefordert, die  Voraussetzungen und verstärkte Anreize für den Umstieg von Analog- auf Digitalradio DAB+ zu schaffen. „Die Erfahrungen in europäischen Nachbarländern zeigen, dass wir dafür auch bei uns ein konkretes Abschaltdatum für UKW benötigen", so Steul. Auch Hörfunkratsvorsitzender Frank Schildt begrüßt das Engagement für einen verstärkten Digitalradioausbau : „Nicht zuletzt für den mobilen Empfang liegt hier die Zukunft."

Der Hörfunkrat thematisierte darüber hinaus auch die Entwicklungen in den Programmen und die Reaktionen der Hörerschaft. Frank Schildt bezeichnete es als „Kernaufgabe unseres Gremiums, auch Anregungen und Kritik aufzunehmen und gemeinsam mit den Programmverantwortlichen zu diskutieren." Der Hörfunkrat wird sich zukünftig in einem festen Turnus über eingehende Beschwerden und Kritik informieren. Zur Sitzung im Mai 201 soll dazu auch ein Vertreter des Hörerservice eingeladen werden.

Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion im Hörfunkrat standen der Anteil deutschsprachiger Musik in den drei Programmen von Deutschlandradio und die Möglichkeiten der Partizipation für Hörerinnen und Hörer. Der Hörfunkratsvorsitzende hob die „besondere Bedeutung" hervor, die partizipativen Elementen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zukomme:  „In den drei Programmen von Deutschlandradio gibt es eine Reihe von Sendungen mit solchen partizipativen Elementen." Der Hörfunkrat bat die Programmverantwortlichen, partizipative Elemente in die Programme und Sendungen einzubringen, wo immer es dem Format entsprechend möglich sei.

Der Hörfunkrat besteht aus Vertretern der Länder und des Bundes sowie gesellschaftlich relevanter Gruppen. Er tagt seit September 2014 öffentlich, stellt die Richtlinien für die Sendungen von Deutschlandradio auf, überwacht deren Einhaltung gemäß der im Staatsvertrag aufgeführten Grundsätze und berät den Intendanten in Programmfragen. Der Hörfunkrat tritt mindestens alle drei Monate zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Seine Amtszeit beträgt vier Jahre. Die nächste Sitzung findet am 12. März 2015 in Bremen statt.

Gremienbüro

Das Deutschlandradio bietet seine Informationen auch per E-Mail an. (Stock.XCHNG / Artur Bednarski)

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Voller Schreibtisch mit Terminkalender.  (picture alliance / dpa / Robert B. Fishman)

Sitzungstermine 2017:
07. Dezember, Berlin