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Ramsauer studiert Wohnungsnot

Treffen zu bezahlbarem Wohnraum für Studenten ohne Ergebnis

Plakataktion zu Beginn des Semesters: Viele Studierende suchen lange eine Wohnung.
Plakataktion zu Beginn des Semesters: Viele Studierende suchen lange eine Wohnung.

In Deutschland fehlen 70.000 Studentenwohnungen. Grund für Bundesbauminister Peter Ramsauer, Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und Wohnungswirtschaft nach Berlin einzuladen. Herausgekommen ist bei dem Treffen wenig.

"Ein schwerfälliger Tanker" sei die Wohnungsbaupolitik, sagte Bauminister Ramsauer (CSU), daher sei die aktuelle Wohnungsnot der Studenten "nicht von einem Semester aufs andere" zu lindern.

Rund 2,5 Millionen Studenten gibt es derzeit in Deutschland, so viele wie nie zuvor. Erst 2008 war die Zwei-Millionen-Marke überschritten worden. Noch ist kein Ende des Trends in Sicht: Im kommenden Jahr wird aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ein doppelter Abiturjahrgang an die Hochschulen strömen.

Neues Treffen im Frühjahr geplant

Beim "Runden Tisch" in Berlin gab es keine konkreten Zusagen, dafür manchen Prüfauftrag. Die Vorschlagsliste beinhaltet die Umwidmung alter Kasernen in Stadtnähe, günstige Kredite der staatlichen Förderbank KfW und sogar die Nutzung von Hotelschiffen. Im Frühjahr soll es ein neuerliches Treffen geben, bis dahin will Ramsauer die Ideen aufbereiten lassen und auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Der Bauminister sieht bei der sozialen Wohnungspolitik vor allem die Länder in der Pflicht, betonte aber zugleich, der Bund wolle sich "nicht wegducken".

Der studentische Dachverband FZS zeigte sich nach dem Treffen unzufrieden. "Studierende brauchen warme Wohnungen statt warmer Worte", sagte Vorstandsmitglied Katharina Mahrt. Die Grünen im Bundestag verlangten einen bundesweiten Aktionsplan und nannten den Runden Tisch eine "einzige Enttäuschung".

Der Generalsekretär des Verbandes der Studentenwerke, Achim Meyer auf der Heyde, rechnete vor, Studenten hätten im Schnitt 640 Euro monatlich zur Verfügung. Mieten zwischen 300 und 400 Euro am freien Markt seien für sie daher kaum erschwinglich. Eine mittlere Wohnheimmiete liegt den Studentenwerken zufolge bei 214 Euro.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:02 Uhr

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