Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Recht am eigenen Gen

Bundesregierung beschließt Eckpunkte für Diagnostikgesetz

Ein Chemiker demonstriert die Vorgehensweise bei einer DNA-Analyse. (AP)
Ein Chemiker demonstriert die Vorgehensweise bei einer DNA-Analyse. (AP)

Das Bundeskabinett hat den Weg für strenge Regeln bei Gentests freigemacht. Dazu beschloss die Ministerrunde nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin Eckpunkte für ein Gendiagnostikgesetz.

Mit Gentests kann unter anderem die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten vorhergesagt werden, was ethische Probleme mit sich bringt. Künftig soll jeder selbst bestimmen, ob er Genbefunde über Krankheitsrisiken erheben und kennen will oder nicht. Niemand soll aufgrund genetischer Eigenschaften diskriminiert werden. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung wird damit auch auf dem Gebiet der Genetik durchgesetzt. (Beitrag von Volkart Wildermuth in "Forschung aktuell", Text / MP3-Audio)

Patienten sollen die Vorteile dieser Untersuchungen nicht vorenthalten werden. Gentests zur Gesundheit dürfen aber nur von qualifizierten Ärzten veranlasst werden. Zentral ist in den Augen des Gesetzgebers eine vorherige Beratung. Union und SPD hatten bereits in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, genetische Untersuchungen beim Menschen gesetzlich zu regeln. (MP3-Audio, Beitrag von Sabine Adler)

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, sprach sich dafür aus, in dem Gesetz auch Strafen für heimliche Gentests festzuschreiben. Ein Verbot, das letztlich keine Konsequenzen habe, werde sich sonst nicht durchsetzen lassen, sagte er im Deutschlandradio Kultur. (Text/ MP3-Audio)

Auch die Weitergabe von Daten an Dritte soll nach Vorstellungen der Bundesregierung in der Hand der Betroffenen liegen. Arbeitgeber und Versicherer sollen keine Gentests von Mitarbeitern und Kunden verlangen dürfen. Ausnahmen soll es beim Arbeitsschutz und auch bei Lebensversicherungen mit hoher Versicherungssumme geben können. Nach Angaben des SPD-Abgeordneten René Röspel ist der Punkt noch offen. Er wandte im Deutschlandradio Kultur ein, dass Betroffene ihre Versicherungssummen sonst durch Abschluss verschiedener Verträge verkleinern würden. (Text/ MP3-Audio)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:28 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 03:30 Uhr Forschung aktuell

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

FleischindustrieVom Kampf gegen Ausbeutung

Schweinehälften passieren am 27.04.2016 einen der Kontrollterminals im Zerlegebereich eines Schlachthofs (picture alliance / dpa - Ingo Wagner)

Vor einem Jahr unterzeichneten die sechs großen deutschen Fleischerzeuger eine Selbstverpflichtungserklärung, wonach sie Missstände bei der Beschäftigung von ausländischen Leiharbeitern abstellen wollten. Seitdem hat sich einiges verbessert. Doch es gibt immer noch genug Unternehmen, die sich nicht an die Standards halten.

StudieAchterbahn heilt Nierensteine

Ruckartige Bewegungen können helfen, Nierensteine zu lösen. US-amerikanische Forscher sind in einem Vergnügungspark in Orlando 80 Mal mit der Achterbahn gefahren, um zu beweisen, dass auch schnelle Fahrten mit Kurven und Loopings helfen können, die Steine loszuwerden.

Der "Knochen"-KlassikerDeutschlands Pflasterstein Nummer eins

Ein Parkplatz mit Doppel-T-Verbundpflastersteinen (Marietta Schwarz )

Er prägt das Stadtbild, aber kaum einer nimmt ihn wahr: der Doppel-T-Verbundpflasterstein, auch "Knochen" genannt. Unsere Autorin Marietta Schwarz ist dem Geheimnis seines stillen Erfolges auf den Grund gegangen.

Erstes TV-Duell Clinton - TrumpTrump war "wie immer mit sich selbst beschäftigt"

Jackson Janes, Direktor American Institute for Contemporary German Studies an der JohnsHopkins Universität in Washington D.C.

Bei der Fernsehdebatte zwischen den US-Präsidentschaftsbewerbern habe die demokratische Kandidatin Hillary Clinton bewiesen, dass sie ein Profi sei, sagte Jackson Janes, Präsident des American Institute for Contemporary German Studies, im DLF. Er sieht die Demokratin im Vorteil, wenn es darum geht, bislang unentschiedene Wähler zu überzeugen.

TV-DebatteEindeutiger Punktsieg für Clinton

Hillary Clinton (R) und Donald Trump kurz vor dem TV-Duell. (dpa / picture alliance / EPA / ANDREW GOMBERT)

Hillary Clinton hat das erste TV-Duell gegen Donald Trump gewonnen: Das zeigen erste Umfragen und die Kommentare der internationalen Medien. Nur auf einem Feld konnte der US-Republikaner überzeugen.

CLINTON VS TRUMPDie Gesichter von Hillary und Donald

Das TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ist gelaufen. Wir schauen mit dem Gesichtsspezialisten Dirk Eilert ganz genau in ihre Gesichter - und kürt seinen Debatten-Gewinner.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Dresden  Grüne warnen vor wachsendem Rechtsterrorismus | mehr

Kulturnachrichten

Rechtsstreit um Gurlitt-Erbe zieht sich hin  | mehr

Wissensnachrichten

Plastikteilchen in der Umwelt  Jeder Waschgang ist ein Problem | mehr