Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Rekordreserve für die Gesundheit

22 Milliarden Euro in gesetzlichen Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen haben Milliarden Reserven
Gesetzliche Krankenkassen haben Milliarden Reserven (picture alliance / dpa)

Die Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung sind auf fast 22 Milliarden Euro angestiegen. 12,8 Milliarden Euro haben die Krankenkassen zum Ende des ersten Halbjahres als Polster angespart, neun Milliarden die Geldsammelstelle der Kassen, der Gesundheitsfonds.

Ein so dickes Polster hatten die gesetzlichen Krankenkassen noch nie. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums erwirtschafteten die Kassen allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2,7 Milliarden Euro Überschuss. Insgesamt sind es damit 21,8 Milliarden Euro. Die Einnahmen stiegen im Vorjahresvergleich infolge gestiegener Löhne und Renten um 3,1 Milliarden Euro auf rund 94,8 Milliarden.

Gleichzeitig sanken die Ausgaben insgesamt um 2,8 Milliarden Euro. Pro Versichertem gaben die Kassen jedoch 3,1 Prozent mehr aus als ein Jahr zuvor. Das lag vor allem an den höheren Kosten für Arzneimittel und Klinikbehandlungen.

Bahr fordert: Geld zurück

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) beantwortet vor der Bundespressekonferenz in Berlin Fragen von Journalisten.Gesundheitsminister Daniel Bahr, FDP (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) rief die besonders gut dastehenden Kassen auf, Geld an die Versicherten zurückzugeben. Diese sollten durch Leistungsverbesserungen und Prämienausschüttungen profitieren. "Krankenkassen sind keine Sparkassen", sagte Bahr. "Die Überschüsse sind das Geld der Versicherten und Patienten"

Immer mehr Kassen hätten Finanzreserven erheblich über der zulässigen Obergrenze von 1,5 Monatsausgaben, sagte Bahr. Von Prämienauszahlungen profitierten derzeit gerade einmal rund 700.000 der über 70 Millionen Versicherten. Im Rest des Jahres dürfte der Überschuss der Kassen nach Erwartung des Ministeriums deutlich geringer ausfallen. Die Kassen befürchten höhere Honorare für Ärzte; Verhandlungen darüber waren jüngst gescheitert. Die Kassenärzte drohen mit Protesten bis hin zu wochenlangen Praxisschließungen.



Mehr bei deutschlandradio.de

 

Links bei dradio.de:

Streit um Ärztehonorare

 

Externe Links:

Diese Krankenkassen zahlen Beiträge zurück

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:57 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Internetverwaltung Imperialismus oder Kleinstaaterei?

Zwei orangefarbene Netzwerkkabel hängen vor vor einem Computer-Bildschirm, der Zahlenkolonnen mit einem binären Code zeigt.

Im März hatte die Regierung der Vereinigten Staaten angekündigt, die Oberaufsicht über die Internet-Verwaltungs-Agentur bis September 2015 abzugeben. Seitdem droht der Streit um die ICANN das Netz zu zerreißen.

Duett mit AltrockerAusweitung der Houellebecq-Zone

French writer Michel Houellebecq poses during the photocall of the movie "Near Death Experience" presented in the Orizzonti selection at the 71st Venice Film Festival on September 1st, 2014

Nicht nur mit Literatur macht Michel Houellebecq von sich reden, sondern auch als Schauspieler, politischer Kommentator und Wirtschaftsexperte. Nun trat der Schriftsteller gemeinsam mit dem französischen Rockmusiker Jean-Louis Aubert auf.

Corsogespräch"Ein goldenes Zeitalter des Fernsehens"

Kevin Spacey spielt Frank Underwood in "House of Cards"

Michael Dobbs war einer der engsten Vertrauten Margaret Thatchers. Sein Roman "House of Cards" wurde erst zum Bestseller, dann zur BBC-Fernsehserie und 2013 zur Netflix-Web-Serie. Im Corsogespräch verrät Dobbs, warum seine Bücher auch nach 27 Jahren so aktuell wie eh und je sind. 

US-ForschungserfolgMilz fischt Bakterien aus dem Blut

Zwei Hände fassen eine Petrischale mit Bakterienkulturen zur Genvermehrung.

Sie ist eine der weltweit häufigsten Todesursachen: Die Sepsis, auch Blutvergiftung genannt. Bei einer Infektion geraten Krankheitserreger, meist Bakterien, im Körper außer Kontrolle. Einem Forscherteam aus den USA ist jetzt eine Sensation gelungen.

NigeriaUnkaputtbare Fliegenlarve

Ohne Wasser kein Leben. Das gilt eigentlich überall auf der Erde. Die Larve einer Zuckmückenart in Nigeria ist da eine Ausnahme. Sie kann so weit austrocknen, dass nur noch drei Prozent des Wassers in ihr übrig bleiben.

JapanBratwurst mit Stäbchen

Werbung für deutsches Essen in einem japanischen Restaurant in Tokio.

Sie loben deutsche Tugenden, sie lieben Bach, Bratwurst und Bier: die Japaner. Negatives über die deutsche Kultur würden Japaner schon aus reiner Höflichkeit nicht sagen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

US-Luftwaffe  fliegt erstmals Angriff gegen IS nahe Bagdad | mehr

Kulturnachrichten

Berlinale-Gewinner in Peking festgenommen  | mehr

Wissensnachrichten

Ostukraine  Merkel spricht mit Putin über Waffenruhe | mehr