Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Rock-Pionier Lou Reed gestorben

Multitalent und einer der bedeutendsten US-Sänger aller Zeiten

Der US-Rocksänger Lou Reed im Jahr 2007 (AP Archiv)
Der US-Rocksänger Lou Reed im Jahr 2007 (AP Archiv)

Der US-Rocksänger Lou Reed ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Sein britischer Agent bestätigte entsprechende Medienberichte. Der frühere Sänger und Songwriter der Band Velvet Underground hatte sich im Sommer einer Leber-Transplantation unterzogen.

<p>Der US-Rockmusiker Lou Reed ist tot. Der Sänger von Welthits wie "Walk on the Wild Side" und "Perfect Day" sei am Sonntag im Alter von 71 Jahren gestorben, berichteten US-amerikanische und britische Medien. Reed sei auf der Halbinsel Long Island bei New York vermutlich an den Folgen einer Lebertransplantation gestorben, der er sich im Frühjahr unterzogen hatte, sagte sein US-Agent Andrew Wylie der "New York Times".<br /><br /></p><p><strong>Reed ließ sich im Sommer Leber transplantieren</strong></p><p>Der frühere Sänger und Songwriter der Band Velvet Underground hatte sich im Sommer einer Leber-Transplantation unterzogen, wie seine Ehefrau, die Performance-Künstlerin Laurie Anderson, damals der britischen Zeitung "The Times" berichtete. Demnach ließ er sich in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio operieren. "Er lag im Sterben", sagte Anderson damals. Sie glaube nicht, dass sich ihr Mann "jemals vollständig erholen" werde. Die beiden lebten seit 21 Jahren zusammen, seit fünf Jahren waren sie verheiratet. <br /><br />Zu Beginn seiner Karriere sang Reed "Take A Walk On The Wild Side" - der Titel wurde zu seinem Lebensmotto. Mit Songs wie "Perfect Day" wurde Reed in den 1960er und 70er Jahren dann weltberühmt. Seine von Andy Warhol geförderte Avantgarde-Band Velvet Underground stellte sich gegen die aufkommende Hippie Bewegung. Darüber hinaus arbeitete er mit vielen anderen Künstlern zusammen - darunter David Bowie und Metallica. Das Magazin "Rolling Stone" bescheinigte ihm, er habe "fast ein halbes Jahrhundert der Rock-Musik entscheidend mitgeprägt".<br /><br /></p><p><strong>Reeds Motto: mag Musik, die körperlich erschüttert</strong></p><p>Dazu haben auch seine Soloalben "Transformer" (1972), "Berlin" (1973), "Metal Machine Music" (1978) und seine Comeback-CD "New York" (1989) beigetragen. Sie standen für Reeds kühlen Stil und sein Motto: "Ich mag Musik, die mich körperlich erschüttert". Dagegen hört sich der sanfte Song "Perfect Day" wie eine Liebeserklärung an. Viele deuten ihn allerdings als Lobhymne auf seinen Drogenkonsum.<br /><br />Reed, der Ende der 1970er Jahre mit David Bowie und Iggy Pop in einer WG in West-Berlin lebte, geriet immer wieder wegen Drogenexzessen in die Schlagzeilen. 1992 äußerte er sich zu seinen Alkohol- und Drogenproblemen: "Ich habe versucht, von den Drogen loszukommen, indem ich getrunken habe", sagte er damals. "Das hat nicht geklappt."<br /><blockquote class="twitter-tweet"><p>Lou Reed has died at age 71: <a href="http://t.co/LDr2rv3X0s">http://t.co/LDr2rv3X0s</a></p>— Rolling Stone (@RollingStone) <a href="https:twitter.com/RollingStone/statuses/394513570840731648">October 27, 2013</a></blockquote><br /><script async src="http://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script><br /><em>Weiterführende Informationen:</em><br /><br /><papaya:link href="http://www.rollingstone.com/music/news/lou-reed-velvet-underground-leader-and-rock-pioneer-dead-at-71-20131027" text="Bericht des «Rolling Stone»" title="Bericht des «Rolling Stone»" target="_blank" /><br /><papaya:link href="http://www.theguardian.com/music/2013/oct/27/lou-reed-velvet-underground-dies" text="Bericht des «Guardian»" title="Bericht des «Guardian»" target="_blank" /></p>
 

Letzte Änderung: 31.10.2013 23:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 19:10 Uhr Sport am Samstag

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 19:05 Uhr Konzert

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

Pastorentöchter und gute Hirten Von der Kunst des Regierens

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) in einer Bildkombo (AFP Photo / Odd Andersen / Fred Tanneau)

Bis zum letzten Moment kämpfen die Parteien um die Wähler. Programme, Themen und Personen sollen noch schnell in den Köpfen der Bürger verankert werden. Aber was heißt es genau, gut zu regieren? Wir fragen den Soziologe Ulrich Bröckling.

Techcrunch-KonferenzUS-Start-ups entdecken künstliche Intelligenz

Blaupause für einen roboterhaften vitruvianischen Mann (imago/Ikon Images)

Die Start-up-Konferenz Techcrunch Disrupt in San Francisco ist ein Spiegelbild der angesagten Themen im Silicon Valley. Etwa 100 Unternehmen präsentierten hier ihre Themen. Immer mehr Geschäftsideen setzen dabei auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Raubkunst im Humboldt Forum?Haus der Weißen Herren

Benin Büsten im Museum Dahlem (Lorenz Rollhäuser)

Wie viel koloniale Arroganz steckt in der Planung des Humboldtforums? Eine Recherche in Deutschland und Nigeria.

Bundestagswahl 2017Brauchen wir eine Wahlpflicht?

Auf einem Schild steht "Zum Wahllokal", darunter ein roter Pfeil. (imago / CHROMORANGE)

Am Sonntag ist es wieder soweit: Rund 61,5 Millionen Bürger sind aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Aber wie viele werden ihr Wahlrecht wahrnehmen? Immer weniger machen ihr Kreuzchen. Wie kann man der Wahlunlust entgegensteuern?

Die EU und der Brexit"Das Ziel ist, kein Scheitern zu sehen"

Sir Sebastian Wood, britischer Botschafter in Deutschland. (pa/dpa/Carstensen)

Am 1. April 2019 soll es soweit sein: Dann verlässt Großbritannien die EU. Die Uhr ticke, sagte der britische Botschafter Sebastian Wood im Dlf. Nun gehe es darum, über die Zukunft zu sprechen und dabei die Interessen der Bürger und Unternehmen zu berücksichtigen. Ziel sei es, einen guten Deal für beide Seiten auszuhandeln.

Unabhängigkeitsreferendum im Irak"Daumenschrauben für Bagdad"

Jochen Hippler, Politologe und Friedensforscher an der Universität Duisburg (Imago / Metodi Popow)

"Ich halte es für ziemlich ausgeschlossen, dass nach dem Referendum wirklich die Unabhängigkeit ausgerufen wird", sagte der Politologe Jochen Hippler im Dlf. Die Abstimmung der nordirakischen Kurden am Montag sei eher ein Hebel, um Bagdad zu Zugeständnissen zu bewegen. Die Eskalationsgefahr sei aber hoch.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Letzter Tag  Parteien beenden ihren Bundestagswahlkampf | mehr

Kulturnachrichten

Berliner Volksbühne bleibt besetzt  | mehr

 

| mehr