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Rot-Grün schafft Machtwechsel in Niedersachsen

Später Triumph für Stephan Weil

Stephan Weil (SPD) kann im Landtag von Hannover auf eine Stimme Vorsprung vor CDU und FDP hoffen. (stephan-weil.info)
Stephan Weil (SPD) kann im Landtag von Hannover auf eine Stimme Vorsprung vor CDU und FDP hoffen. (stephan-weil.info)

SPD und Grüne können in Niedersachsen die Regierungskoalition von CDU und FDP ablösen. Das vorläufige amtliche Endergebnis sieht Rot-Grün im Landtag von Hannover hauchdünn vorn. Stephan Weil will auch mit einer Stimme Vorsprung regieren.

"Ich freue mich jetzt auf fünf Jahre Rot-Grün", sagte ein überglücklicher SPD-Spitzenkandidat nach dem Wahlsieg. Stephan Weil sprach von einer "Achterbahn der Gefühle", die er am Abend durchlaufen habe. Nicht zu Unrecht, denn fast sechs Stunden lang hieß es abwarten. Ein Patt zwischen beiden politischen Lagern ließ keine Analysen zu, von Hochrechnung zu Hochrechnung verschoben sich die Nachkommastellen.

Niedersachsen hat einen hochspannenden Wahlkrimi hingelegt. Erst kurz vor Mitternacht konnte die Wahlleiterin bekanntgeben: Die SPD bekommt 32,6 Prozent (Vergleich zur letzten Wahl 2008: plus 2,3), die Grünen erhalten 13,7 Prozent (plus 5,7). Das reicht im Parlament für die Mehrheit.

Zwar ist die CDU mit 36 Prozent stärkste Kraft (minus 6,5), ihr bisheriger Koalitionspartner FDP überraschte mit einem deutlichen Wiedereinzug in den Landtag und holte 9,9 Prozent (plus 1,7). Zusammen bekommt Schwarz-Gelb aber bloß 68 Mandate, genau eines weniger als Rot-Grün. Ministerpräsident David McAllister hat damit eine Zitterpartie verloren.

Die Linkspartei wird nicht mehr im niedersächsischen Landtag vertreten sein. Ihre 3,1 Prozent (minus 4,0) reichen ebenso wenig wie die 2,1 Prozent, die auf die Piraten entfielen. An der Wahl beteiligten sich 59,4 Prozent der 6,1 Millionen Wahlberechtigten, etwas mehr als 2008, damals waren es 57,1 Prozent.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:04 Uhr

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