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Russische Kirche fordert Reue von Pussy Riot

Gericht prüft Berufungsanträge der Sängerinnen

Die Aktivistinnen der Band Pussy Riot (picture alliance / dpa / Karpov Sergei)
Die Aktivistinnen der Band Pussy Riot (picture alliance / dpa / Karpov Sergei)

Zwei Jahre Lagerhaft als Strafe für rund eine Minute "Punk-Gebet"? Ob die drei inhaftierten Aktivistinnen Berufung gegen dieses Urteil einlegen können, wird sich erst am 10. Oktober klären: Ein russisches Gericht hat die für heute angesetzte Verhandlung vertagt. Die Kirche fordert indessen Reue von den Punkerinnen.

Wenn die drei Frauen Einsicht für ihre Protestaktion zeigten, sollte das nicht unbeachtet bleiben, teilte das Moskauer Patriarchat gestern mit. "Die Kirche hofft aufrichtig auf die Buße derer, die die heilige Stätte entweiht haben", sagte ein Kirchensprecher. "Das würde ihren Seelen auf jeden Fall guttun." Die Kirche verurteilte die Aktion zugleich erneut und unterstrich, dass sie nicht ungestraft bleiben dürfe. Im Prozess waren auch Angestellte der orthodoxen Kirche als Nebenkläger aufgetreten, die angaben, sie hätten durch den Auftritt der Punkband seelischen Schaden erlitten.

Im günstigsten Fall für die drei Pussy-Riot-Mitglieder könnte das Gericht sie in einem neu aufgerollten Prozess auf Bewährung freilassen. Sie waren im August wegen "Rowdytums aus religiös motiviertem Hass" zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden, weil sie in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau ein "Punk-Gebet" vorgetragen hatten, das sich gegen Wladimir Putin und seine Rückkehr in die russische Politik als Präsident richtete.

Die Verteidigung rechnet nicht damit, dass die Anträge auf Berufung Erfolg haben, sondern hofft, dass die Haft zumindest auf sechs Monate reduziert wird. In vielen Ländern hatte es Solidaritätsbekundungen für die Aktivistinnen gegeben.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:59 Uhr

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