Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Russland und China wollen Wirtschaftspartnerschaft ausbauen

Beim Treffen von Putin und Hu geht es um Energiefragen und die Syrienpolitik

Der russische Präsident Wladimir Putin kommt zum Staatsbesuch in Peking an (picture alliance / dpa / Ding Pingfan)
Der russische Präsident Wladimir Putin kommt zum Staatsbesuch in Peking an (picture alliance / dpa / Ding Pingfan)

Die erste längere Auslandsreise führt Wladimir Putin nicht zufällig nach Peking. Der russische Präsident will die strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao ausbauen und auch in wirtschaftlichen Fragen noch stärker als bisher kooperieren.

Chinas Wirtschaft boomt, und Russland will davon profitieren. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern war im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 83 Milliarden US-Dollar gestiegen. Bis 2020 solle es auf 200 Milliarden US-Dollar anwachsen, erklärte Putin in der chinesischen Zeitung Renmim Ribao. Während der dreitägigen Reise sollen eine gemeinsame Erklärung und 16 Abkommen in den Bereichen Energie, Industrie und innovative Technologien unterzeichnet werden. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass.

Syrienfrage soll geklärt werden

Bei den Gesprächen mit seinem chinesischen Amtskollegen wird es auch um die Syrien-Politik gehen. Die UN-Veto-Mächte Russland und China blockieren im Weltsicherheitsrat bislang eine härtere Vorgehensweise gegen das Regime in Damaskus. Putin hatte zuletzt am Montag beim EU-Russland-Gipfel in Sankt Petersburg deutlich gemacht, dass er sich beim Thema Sanktionen gegen Damaskus nicht umstimmen lässt. Noch nicht einmal zu einer gemeinsamen Erklärung hatte er sich von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy überreden lassen.

Pekings UN-Botschafter Li Baodong hatte dagegen in New York angedeutet, dass seine Regierung auf Distanz zu Assad gehen könnte. "Wir haben nicht vor, in Syrien irgendjemanden zu schützen", erklärte Li. Seine Botschaft an Assad sei: "Den Friedensplan unterstützen, das Morden stoppen!"

Treffen mit Ahmadinedschad

Am Mittwoch und Donnerstag wird Putin am Gipfel der Shanghaier Kooperationsorganisation (SCO) teilnehmen. Zu der Gruppe gehören neben Russland und China auch Kasachstan, Kirgistan und Usbekistan. Als Beobachter nimmt auch Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad teil. Ob dort über Teherans umstrittenes Atomprogramm gesprochen wird, ist noch nicht klar.



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Die Volksrepublik China am Scheideweg

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:53 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 12:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Jens Spahn (CDU)"Rechtliche Hürden für Abschiebungen abbauen"

Jens Spahn, CDU-Präsidiumsmitglied (picture alliance / Rolf Vennenbernd / dpa)

Jeder, der nicht vor Krieg und Verfolgung flüchte, müsse wieder aus Deutschland ausreisen, sagte CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn im Deutschlandfunk. Dafür müssten auch rechtliche Hürden für Abschiebungen abgebaut werden, wie sie etwa durch ärztliche Atteste entstünden.

Big Data und PsychometrieInternetdaten als Wahlkampfhelfer?

Donald Trump während seiner Rede in New York nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl (AFP/ Mandel Ngan)

Hat Donald Trump den US-Wahlkampf aufgrund der gezielten Auswertung von Internet-Profilen gewonnen? Ein Artikel aus dem Magazin des Schweizer Tagesanzeigers legt genau das nahe. Für den Netzaktivisten Markus Beckedahl greift die Erklärung allerdings zu kurz.

SCHNELLER AN DER KASSESpeed-Shopping

Immer erwischt ihr die langsamste Schlange im Supermarkt? Wir haben uns schlau gemacht, wie es wirklich schneller an der Kasse geht.

Entschädigungs-Urteil für AtomkonzerneTrittin: "Krachende Niederlage" für Ausstiegsgegner

Der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Entschädigungen für Energiekonzerne grundsätzlich begrüßt. Die Entscheidung sei eine "krachende Niederlage" für diejenigen, die versucht hätten, den Atomausstieg für verfassungswidrig zu erklären, sagte Trittin im DLF.

FrauenrechteEine freie Frau treibt nicht ab

Frauen demonstrieren für das Recht auf Abtreibung in Warschau. (imago/Pacific Press Agency)

Tausende von Frauen gehen für ihre Selbstbestimmung, etwa in Polen, auf die Straße. Radikale Konservative fürchteten, dass sie ohne staatliche oder kirchliche Kontrolle ihre Babys töten würden, sagt Gesine Palmer. Dabei würden wirklich freie Frauen anders entscheiden.

Mordfall Freiburg"Man darf nicht den Umkehrschluss ziehen, dass alle so drauf sind"

Freiburgs Oberbürgermeister Salomon (Bündnis 90/Die Grünen) (Imago / Winfried Rothermel)

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon hat nach dem Mord an einer Studentin in seiner Stadt vor Pauschalurteilen gewarnt. Tatverdächtig ist ein junger Mann aus Afghanistan. Man dürfe Probleme nicht verschweigen, etwa beim Frauenbild von Flüchtlingen. Aber die Reaktionen in sozialen Netzwerken seien "ekelerregend", sagte Salomon im DLF.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Doppelte Staatsbürgerschaft  SPD und Grüne empört über CDU-Beschluss | mehr

Kulturnachrichten

Börsenverein schätzt jeden vierten NRW-Verlag als bedroht ein  | mehr

Wissensnachrichten

Ernährung  Männer essen in Gesellschaft mehr | mehr