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"Schenken Sie uns Ihr Vertrauen!"

Bundespräsident Wulff wirbt in Durban für München als Olympiastandort

Prominenz in der Münchner Bewerbungsdelegation: "Kaiser" Franz Beckenbauer, Ex-Eiskunststar Katharina Witt und Bundespräsident Christian Wulff in Durban. (picture alliance / dpa / Kim Ludbrook)
Prominenz in der Münchner Bewerbungsdelegation: "Kaiser" Franz Beckenbauer, Ex-Eiskunststar Katharina Witt und Bundespräsident Christian Wulff in Durban. (picture alliance / dpa / Kim Ludbrook)

Heute entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC) im südafrikanischen Durban über die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018. Beworben haben sich München, das französische Annecy und Pyeongchang in Südkorea.

Die Münchner Delegation bot mit Katharina Witt, Franz Beckenbauer und Bundespräsident Christian Wulff Prominenz auf, um die Bewerbung zu unterstützen. "Schenken Sie uns Ihr Vertrauen", bat Wulff die Delegierten.

Die Entscheidung über die Vergabe soll gegen 17 Uhr fallen. Nur 95 der insgesamt 110 Mitglieder des IOC nehmen an der Abstimmung teil. Eine Bewerbung gilt als erfolgreich, wenn sie die absolute Mehrheit (50 Prozent plus 1) erhält.

Als aussichtsreicher Kandidat gilt das südkoreanische Pyeongchang. Es hat sich bereits zweimal erfolglos beworben, aber unterlag beim letzten Mal nur knapp. Jetzt sei wieder ein asiatisches Land an der Reihe, vermutete der Rudersportler Roland Baar im Deutschlanfunk:

"Es ist tatsächlich so, dass es häufig darum geht, welcher Kontinent dann mal wieder 'dran' ist. Das sind schon ganz wichtige Argumente, wenn es dann knapp ist unter den Voraussetzungen. Wenn jetzt eine Bewerbung da gewesen wäre, die jetzt völlig viel besser gewesen wäre als Pyoengchang, dann wären die Argumente vielleicht gezählt, aber ansonsten zählen dann solche Argumente schon."

"Diktat des IOC"

Der Verwaltungsrechtler Gerrit Manssen stuft den sogenannten Host-City-Vertrag, den die Stadt München im Falle einer erfolgreichen Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 abschließen würde, als rechts- und sittenwidrig ein. Im Deutschlandradio Kultur sagte Manssen:

"Dieser Vertrag ist eigentlich gar kein Vertrag, sondern es ist ein Diktat des IOC. Das IOC gibt den Vertrag vor, der Vertrag hat über 70 Seiten, in quasi jeder Klausel werden die Rechte des IOC und die Pflichten der Stadt München definiert, und zwar in einer vollkommen einseitigen Weise."

Links zum Thema bei dradio.de:
Hintergrund: Der Preis der Spiele <br> Entscheidung über Olympia 2018 (DLF)
Interview: "Klares Votum für die Olympischen Spiele auch in Garmisch" <br> Der Grünen-Sportpolitiker Hermann über das Olympia-Referendum (DLF)
Interview: "NOlympia" bringt Bürgerbegehren gegen Spiele in Garmisch ein <br> Bewegung will alle Verträge zur Olympiabewerbung 2018 prüfen (DLF)
Interview: "Das olympische Erbe wird in München gepflegt" <br> Münchens Oberbürgermeister Ude über die Chancen der Olympia-Bewerbung für die Spiele 2018 (DLF)
Interview: "Wir sind die führende Wintersportnation" <br> Michael Vesper begrüßt Bürgerbegehren pro Olympia (DKultur)
Interview: "Nur die Schäden, die werden bleiben" <br> "NOlympia"-Vertreter: Politiker hofieren Internationales Olympisches Komitee (DKultur)
Interview: Olympiatal von Garmisch ist zu klein "für dieses große Megaevent" <br> Ludwig Hartmann erwartet erwartet keine schnelle Lösung des Olympiastreits (DKultur)
Thema: Anwalt: Olympia-Gegner werden an den Pranger gestellt - Eigentümer wollen "Familienbesitz unbeschadet belassen haben"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:43 Uhr

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