Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Schneesturm legt US-Nordosten lahm

Atomkraftwerk abgeschaltet, 700.000 ohne Strom

Blizzard "Nemo" bringt USA Massen Schnee (picture alliance / dpa / Matthew Cavanaugh)
Blizzard "Nemo" bringt USA Massen Schnee (picture alliance / dpa / Matthew Cavanaugh)

Notstand in fünf Bundesstaaten: Der Schneesturm "Nemo" hat im Nordosten der USA und Kanada gewütet. Mindestens neun Menschen kamen ums Leben. Mehr als eine halbe Million Haushalte hatten keinen Strom. Doch so schlimm wie erwartet war der Blizzard nicht.

Tausende Flüge und Zugverbindungen mussten gestrichen werden. Viele Straßen sind bis zur Stunde unpassierbar. In einigen Gegenden von Connecticut türmt sich der Schnee innerhalb kürzester Zeit auf fast 90 Zentimeter. Boston glich einer Geisterstadt - die US-Wetterbehörde hatte am dortigen Flughafen seit Mittwochabend mehr als zwei Meter Neuschnee gemessen.

Atomkraftwerk vom Netz

Im Bundesstaat Massachusetts musste ein Atomkraftwerk abgeschaltet werden, weil die Stromversorgung von außen unterbrochen war. Insgesamt mehr als 700.000 Haushalt waren ohne Strom. Die Behörden riefen nach eigenen Angaben in fünf Bundesstaaten den Notstand aus.

Vom Schneesturm "Nemo" sind auch Regionen der US-amerikanischen Ostküste betroffen, die Ende des vergangenen Jahres vom Hurrikan "Sandy" verwüstet wurden. Der ungewöhnlich heftige Schneesturm fegte mit mehr als 100 Stundenkilometern über den Nordosten der Vereinigten Staaten hinweg. Der Blizzard - ein schwerer Schneesturm in Nordamerika - führte auch zu Flugausfällen in Frankfurt am Main und in München.

Doch kein "historischer" Sturm

Der Sturm erreichte teils Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, bevor er am Samstagvormittag (Ortszeit) auf den Atlantik hinauszog. Über Teilen der US-Ostküste strahlte der Himmel am Samstag bereits wieder blau. Die Behörden zeigten sich erleichtert, dass die schlimmsten Vorhersagen für den im Vorfeld als "möglicherweise historisch" angekündigten Sturm offenbar doch nicht eingetroffen waren.

Auslöser des Schneesturms war das Aufeinanderprallen zweier Wetterfronten - eine kam von Norden her, eine von Süden, die eine wurde vom polaren Jetstream, die andere vom subtropischen Jetstream getragen.

Der bislang größte Blizzard der Region wurde im Jahr 1978 verzeichnet. Damals fielen in Boston nahezu 70 Zentimeter Schnee.

Über den aktuellen Wetterstand informiert dieUS-Wetterbehörde auf ihrer Homepage.



Mehr bei deutschlandradio.de

 

Links bei dradio.de:

"Sandy" zieht landeinwärts

 

Externe Links:

Artikel der New York Times

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:06 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:00 Uhr Nachrichten

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Flüchtlinge im MittelmeerHandeln, nicht reden

Harald Höppner streicht seinen Fischkutter Sea-Watch an.  (Deutschlandradio/Axel Schröder)

Harald Höppner hat zusammen mit Freunden eine Rettungsmission initiiert, die in Seenot geratenen Flüchtlingen im Mittelmeer helfen will. Die Brandenburger haben einen alten niederländischen Kutter gekauft, ihn mit Trinkwasser, Lebensmitteln und sonstigen Rettungsutensilien ausgerüstet und sind mit der "Sea Watch" Richtung Malta in See gestochen.

Unbeantwortete Fragen in der PopmusikWho the fuck is Alice?

Der Schallplattenspieler eines Diskjockeys. (picture-alliance/dpa- ZB / Andreas Lander)

"Can't you hear my heartbeat?" Die Popmusik hat nicht nur viele Fragen beantwortet, sondern viele wichtige auch unbeantwortet gelassen. Ein neues Buch des Autoren-Duos Peternel & Peternell schafft nun Abhilfe.

GeranieNummer eins im Beet

Die deutscheste aller Balkonpflanzen kommt eigentlich aus Südafrika. Ihren Erfolg verdankt sie ihrer Widerstandsfähigkeit: Die Geranie ist anspruchslos. Das überzeugt.

Flüchtlingsdrama"Die nationalen Regierungen versagen"

Alexander Graf Lambsdorff (imago stock&people)

Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), hat den Innenministern der EU-Staaten vorgeworfen, kein echtes Interesse am Schutz von Flüchtlingen zu haben. 

Flüchtlingstragödie im Mittelmeer"Das ist eine Schande"

Ein von der italienischen Finanzpolizei zur Verfügung gestelltes Infrarotbild der Suche nach Überlebenden der Flüchtlingskatastrophe in der Straße von Sizilien (picture alliance / EPA/ GUARDIA DI FINANZA / HANDOUT)

Wieder sind Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Schleuser bekämpfen, den Exodus aufhalten, Leben retten – bei jedem dieser Punkte versagt Europa, meint Jan-Christoph Kitzler.

Antisemitismus in FrankreichMuslime und Rechtsextreme sind im Hass vereint

Demonstranten in Paris verbrennen am 26. Juli 2014 eine Flagge Israels aus Protest gegen den Gaza-Krieg. (dpa / picture alliance / Etienne Laurent)

Der Hass auf die Juden ist bei vielen Muslimen in Frankreich unübersehbar, meint der Historiker Klaus Manfrass. Diese Ressentiments seien gefährlicher als der alte Antisemitismus, den der Front National schüre.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nach Flüchtlingskatastrophe:  Zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen | mehr

Kulturnachrichten

Schauspieler Reinke kritisiert ungarische Politik  | mehr

Wissensnachrichten

Arbeitsbedingungen  Studie: Fast die Hälfte der Chefs erwartet Überstunden | mehr