Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Skepsis bringt Monsanto auf Abstand

US-Agrarkonzern verzichtet auf EU-Zulassung für Gen-Pflanzen

Eingang des Monsanto-Firmensitzes in St. Louis (AP)
Eingang des Monsanto-Firmensitzes in St. Louis (AP)

Gentechnik-Gegner werden sich freuen: Monsanto wird in der Europäischen Union alle laufenden Zulassungsanträge für den Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen zurückziehen - wann genau ist allerdings noch offen.

<p>Betroffen von der Entscheidung sind fünf Zulassungsanträge für gentechnisch veränderten Mais, jeweils einer für Sojabohnen und Zuckerrüben. Ausgenommen ist dagegen die bereits zugelassene Maissorte MON 810, die schon seit 1998 in einigen EU-Staaten verkauft wird. Zum Einsatz kommt die Pflanze vor allem in Spanien, Portugal und Rumänien. 2009 hatte die deutsche Landwirtschaftsministerin <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="202713" text="Ilse Aigner den Anbau von MON 810 untersagt." alternative_text="Ilse Aigner den Anbau von MON 810 untersagt." /><br /><br />Der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg erklärte zu der neuen Ankündigung in Brüssel: "Die Europäische Union baut praktisch keine genveränderten Organismen an. Dieses Unternehmen hat daraus Konsequenzen gezogen."<br /><br />An der Züchtung und Produktion von konventionellem Saatgut soll sich laut Monsanto aber nichts ändern. <br /><br /></p><p><strong>Greenpeace begrüßt Ankündigung des US-Konzerns </strong></p><p><papaya:media src="b0ab3093c985d0f2a7711c0f58e77f62" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Eine Protestaktion von Genmaisgegnern" popup="yes" />Beweggründe für den Rückzug <a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/07/18/dlf_20130718_1136_d6695f7a.mp3" title="sieht Brüssel-Korrespondent Jörg Münchenberg (MP3-Audio)"> sieht Brüssel-Korrespondent Jörg Münchenberg </a> vor allem in der fehlenden Akzeptanz der Bevölkerung. Aus diesem Grund fragten die Bauern das Saatgut kaum nach. Auch die langen Zulassungsverfahren seien ein Grund, warum Unternehmen in diesem Bereich kaum wirtschaftliche Perspektiven sähen. <br /><br /> Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace erklärte in Hamburg, das Agrarunternehmen ziehe damit die Konsequenzen aus einer Investition in die falsche Technologie. Auch der deutsche Bayer-Konzern und andere Firmen sollten nun auf die Anträge auf Zulassung von Genpflanzen bei der EU verzichten.<br /><br /><br /><br /><em>Mehr bei dradio.de </em><br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="249584" text="Es hört nicht auf" alternative_text="Es hört nicht auf" /> Farmer-Selbstmorde in Indien wegen fehlender Lebensgrundlage<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="248001" text="Gen-Saatgut dank Gesetz" alternative_text="Gen-Saatgut dank Gesetz" /> Der US-Agrarmulti Monsanto darf de facto anpflanzen, was er will <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="241996" text="Gen-Saatgut in Südamerika" alternative_text="Gen-Saatgut in Südamerika" /> <br> Der Widerstand in der Bevölkerung wächst <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="246149" text="Bauer gegen Riese" alternative_text="Bauer gegen Riese" /> Paul François klagt gegen den US-Agrarkonzern Monsanto<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="221758" text="Frankreich erwägt Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen" alternative_text="Frankreich erwägt Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen" /> Studie über krankmachenden Genmais sorgt für Aufsehen</p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:14 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:05 Uhr Musik-Panorama

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 21:30 Uhr Kriminalhörspiel

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Technikwunder am GotthardDer längste Bahntunnel der Welt

Eine Lok mit der Aufschrift "Flachbahn durch die Alpen Gotthard-Basistunnel 2016 Ceneri-Basistunnel 2016" fährt am 15.11.2012 bei Erstfeld bei der Loktaufe aus dem Gotthard-Basistunnel. (dpa-Bildfunk / AlpTransit Gotthard AG)

Es ist ein Ereignis von verkehrshistorischer Bedeutung: Am 1. Juni wird mit dem Gotthard-Basistunnel in der Schweiz nach 17 Jahren Bauzeit der längste Eisenbahntunnel der Welt eröffnet. Er soll die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene fördern.

Bürgerrechtsbeauftragter in PolenHüter der Freiheit, Gegenspieler der Mächtigen

Porträt des polnischen Bürgerrechtsbeauftragten Adam Bodnar (picture alliance / dpa / Tomasz Gzell)

Der polnische Bürgerrechtsbeauftragte Adam Bodnar ist weitaus mächtiger als viele seiner Kollegen in den europäischen Nachbarstaaten. Er ist ein Mann der leisen Töne - unterschätzen sollte ihn die Regierung in Warschau deswegen aber besser nicht.

Ersatzteile zum SteckenBaustelle Smartphone

Weil es immer wieder ein neues, geileres Smartphone gibt, wechseln wir spätestens alle zwei Jahre das Gerät. Damit der Elektroschrotthaufen aber nicht unendlich weiter wächst, sollen Stecksysteme die Halbwertszeit verlängern.

Schwere Unwetter in Deutschland"Wir behalten diese gefährliche Unwetterlage"

Nach einem Unwetter mit starken Regenfällen ist am 29.05.2016 eine Straße in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) überschwemmt. (dpa / picture-alliance / Jonas Heilgeist)

Blitze, Hagel, Sturmböen und Starkregen: Ein Unwetter hat weite Teile im Süden des Landes verwüstet und auch im Westen und Norden sieht es ziemlich düster aus. Schuld daran ist das Tief "Elvira", das seit vielen Tagen über Deutschland liegt. Die Stagnation der Wetterlage sei deshalb besonders gefährlich, "weil wir ja anders als bei einer Badewanne keinen Abfluss haben", sagte die Meteorologin Katja Horneffer im DLF.

Philosoph Wolfram Eilenberger"Die integrative Kraft des Sports ist ein Mythos"

Die deutschen Spieler Torwart Bernd Leno (hinten, l-r), Sebastian Rudy, Jonas Hector, Mario Gomez, Antonio Rüdiger, Samy Khedira und Jerome Boateng sowie (vorne, l-r) Leroy Sane, Julian Draxler, Mario Götze und Joshua Kimmich. (dpa / Christian Charisius)

Der Philosoph Wolfram Eilenberger sieht in Deutschland ein hohes Maß an Alltagsrassismus. Die angebliche Boateng-Äußerung von AfD-Vize Alexander Gauland nannte er im Deutschlandfunk unverantwortlich. Die "integrative Kraft des Sports" bezeichnete Eilenberger allerdings als Mythos: "Wir bilden uns ein, dass der Sport eine sehr starke integrative Kraft hat, während das nur in zwei, drei Sportarten der Fall ist."

Hass auf Schwule in RusslandWas tun? Nicht aufgeben!

Zwei Männer küssen sich. (picture alliance / dpa)

Die Situation der Homosexuellen in Russland ist prekär, und Präsident Putin kümmert das wenig. Markus Ulrich vom Lesben- und Schwulenverband sieht die Diskriminierung in einem größeren Zusammenhang: als Teil einer antidemokratischen Entwicklung.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Luxemburg  Christdemokraten im Europaparlament feiern 40-jähriges Bestehen | mehr

Kulturnachrichten

Taco Dibbits neuer Direktor des Rijksmuseums  | mehr

Wissensnachrichten

Sonne  Lichtphänomen in Manhattan | mehr