Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

SPD macht Druck beim Thema Frauenquote

Frauen-Union stellt fraktionsübergreifenden Antrag in Aussicht

Armdrücken zwischen Mann und Frau (Stock.XCHNG / Constantin Kammerer)
Armdrücken zwischen Mann und Frau (Stock.XCHNG / Constantin Kammerer)

Anläßlich des internationalen Weltfrauentags am kommenden Donnerstag macht die SPD Druck bei der Einstellung von Managerinnen. Die SPD-Bundestagsfraktion will bereits am Freitag dem Parlament einen Entwurf für eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent zur Abstimmung vorlegen. Innerhalb von drei Jahren sollen sie in die Vorstands- und Aufsichtsratsgremien börsennotierter Unternehmen aufrücken, die der Mitbestimmung unterliegen.

Die Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion, Rita Pawleski, zeigt sich für eine Quotenregelung offen. Zwar sei der SPD-Entwurf aus rechtlichen Gründen problematisch, sagte Pawelski der "Saarbrücker Zeitung". "Als Ultima Ratio könnte ich mir aber vorstellen, dass es einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag noch in dieser Wahlperiode gibt, um eine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten durchzusetzen", zitiert das Blatt die CDU-Politikerin.

Unstimmigkeiten im Kabinett

Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding hatte eine europaweite Frauenquote für Spitzenpositionen in börsennotierten Unternehmen angeregt. Dieser Vorschlag sorgt in der Bundesregierung für Kontroversen. Nach Ansicht von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) könne man in dem bisherigen "Schneckentempo" nicht weitermachen. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte sie, dass sie die Familienministerin dabei unterstütze, "ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das ein klare Zielmarke setzt. Der Weg kann flexibel sein". Familienministerin Kristina Schröder (CDU) lehnt eine gesetzliche Quote dagegen ab und plädiert stattdessen für eine Selbstverpflichtung der betroffenen Unternehmen. Die FDP-Spitze lehnt eine starre Quote grundsätzlich ab.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:48 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 22:05 Uhr Atelier neuer Musik

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 21:30 Uhr Die besondere Aufnahme

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

Friedhöfe in AfghanstanEntspannend und beklemmend zugleich

Auf diesen kahlen Berghängen am äußerten, südöstlichen Stadtrand von Kabul begräbt die afghanische Hauptstadt ihre Selbstmordattentäter. (Deutschlandradio - Sandra Petersmann)

Flanierende Pärchen, spielende Kinder, plaudernde Gruppen: Am Wochenende sind die Friedhöfe in Afghanistan voller Menschen. Für sie sind die Grabstätten Orte der Ruhe und der Entspannung. Mit einer Ausnahme: der Friedhof der Selbstmörder am Rande der Kabuls.

PsychologieAusgrenzung beginnt im Kopf

Wir alle haben Vorurteile. Dafür können wir nicht mal was. Unser Gehirn hat nämlich automatisierte Arbeitsroutinen, die zwar nützlich sind, aber eben auch Stereotype und Vorurteile fördern. Allerdings: Wir sind unseren Synapsen nicht hilflos ausgeliefert.

James McBride: "Kill 'Em and Leave"James-Brown-Biografie vom Fan

Der Soulsänger James Brown bei einem Auftritt am Mikrofon. (MICHAL CIZEK / AFP)

James Brown ist der Mann der Spitznamen: "Mr. Dynamite", "The Hardest Working Man in Show Business", "Soul Brother Number One", "Godfather of Soul". "Kill Em´or Leave" heißt eine neue Biografie von James McBride. Missverstanden und einsam sei Brown gewesen, so der Autor.

Claudia Roth zur Türkei"Eine unvorstellbare Entrechtung des Rechts"

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Grüne), äußert sich am 30.05.2016 in Berlin zum Thema Rassismus. (dpa)

In der Türkei sei "eine Art ziviler Putsch in Richtung eines autokratischen Präsidialsystems" in Gange. "Man könnte es auch als Diktatur bezeichnen", sagte die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) im DLF. In dieser Lage müssten die Bundesregierung, die Europäische Union und auch die Nato klare Worte finden.

Terror in DeutschlandNicht in Hysterie verfallen

Vor dem Olympia Einkaufszentrum liegen Blumen, es brennen Kerzen. (picture-alliance / dpa / Felix Hörhager)

Die Angst oder zumindest die Sorge vor weiteren Anschlägen ist allgegenwärtig. Aber wir dürfen jetzt nicht in Hysterie verfallen, meint Marie Sagenschneider, Wortchefin von Deutschlandradio Kultur. Die größte Gefahr bestehe in einer Überreaktion.

Ermittlungen im Darknet"Uns als Polizei sind da Grenzen gesetzt"

Symbolfoto zum Thema Internetkriminalität: eine Hand vor einem Computer-Monitor (imago / epd / Annette Zoepf)

Das Darknet sei ursprünglich geschaffen worden, damit Bürger von Unrechtsstaaten ihre Meinung frei äußern könnten, sagte der Cyberexperte Frank Scheulen vom nordrhein-westfälischen LKA im DLF. Zunehmend hielten sich in dem separaten Bereich des Internets aber auch Kriminelle auf. Für die Polizei sei es schwierig, gegen sie vorzugehen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Türkei  Erdogan kündigt Schließung von Militärakademien an | mehr

Kulturnachrichten

Regisseur Erpulat: Türkei bald ohne Theater?  | mehr

Wissensnachrichten

Beziehungen  Beim Streiten an die Zukunft denken | mehr