Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

SPD will Ganztagsbetreuung von Kindern durchsetzen

Klausurtagung des Parteispitze in Bremen

Vizekanzler Müntefering und Parteichef Beck bei der SPD-Klausurtagung (AP)
Vizekanzler Müntefering und Parteichef Beck bei der SPD-Klausurtagung (AP)

Die SPD will sich für die kostenlose Betreuung von Kindern im Vorschulalter einsetzen. Dies soll nach dem einstimmigen Beschluss der Parteiführung durch den Verzicht auf eine Kindergelderhöhung finanziert werden.

Parteichef Kurt Beck sagte am Rande des Vorstandstreffens in Bremen, bei der Familienförderung gebe es einen Spielraum von acht oder zehn Euro, der in solche Betreuungsangebote investiert werden könne.

Nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten soll zunächst das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei werden, dann auch die weiteren Jahre. Ab 2010 sollen alle Kinder einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben.

Der familienpolitische Beschluss der SPD-Führung sieht zudem verbindliche Vorsorgeuntersuchungen vor, um Kinder besser vor Vernachlässigung oder Misshandlung zu schützen. Große Bedeutung bei der Erkennung von Risikofamilien soll Ärzten, Hebammen und Krankenschwestern zukommen.

Beratungen auch über die Europapolitik

Ein weiteres Thema bei der Klausurtagung war die Europapolitik: In der EU dringt die SPD vor allem auf einheitliche Steuergesetze, um Lohndumping zu verhindern.

Am Samstag hatte die Parteispitze den Entwurf für ein neues Programm mit dem Titel "Soziale Demokratie im 21. Jahrhundert" einstimmig angenommen. Der Entwurf soll jetzt diskutiert und im Oktober bei einem Bundesparteitag verabschiedet werden.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:20 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 15:05 Uhr Corso - Kultur nach 3

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:30 Uhr Vollbild

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 14:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Terror-Experte Krause"Den Medien fehlte die Gelassenheit"

Sie sehen Marcus da Gloria Martins, den Pressesprecher der Polizei München, auf den viele Mikrofone gerichtet sind. (picture-alliance / dpa / Matthias Balk)

Der Terrorismus-Experte Joachim Krause sieht es kritisch, wie die Medien mit den Ereignissen von München umgegangen sind. Im DLF sprach er von einer "Hysterie" - und prangerte auch an, dass viele Nutzer die sozialen Medien missbraucht hätten, um Falschinformationen unterzubringen. Die Polizei dagegen sei gelassen geblieben.

Nach MünchenWie gehen wir mit unserer Angst um?

Rettungs- und Polizeifahrzuge stehen in München nahe dem Hauptbahnhof. Bei Schüssen am Olympia-Einkaufszentrum in München hat es Tote und Verletzte gegeben (picture alliance / dpa)

Nach Paris und Nizza ist die bayerische Hauptstadt von einer blutigen Tat erschüttert worden. Klaus Pokatzky diskutiert darüber mit dem Psychologen Prof. Dr. Werner Greve von der Universität Hildesheim und Gudula Geuther, Hauptstadtkorrespondentin des Deutschlandradios.

Protest in BerlinErdogan-Gegner fordern Demokratie

Teilnehmer der Demonstration mehrerer türkischer und kurdischer und Initiativen in Berlin gegen den versuchten Militärputsch und für mehr Demokratie in der Türkei. (AFP / Tobias Schwarz)

In Berlin haben rund 1.500 Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan demonstriert. Sie verurteilten zwar auch den versuchten Militärputsch, warnten jedoch zugleich vor einer Diktatur der AKP. Zudem gab es Appelle an die EU, die Partnerschaft mit der Türkei zu beenden.

Fantasy und SexismusSex, Gewalt und Game of Thrones

Weltweit ist "Game of Thrones" eine der beliebtesten Fernsehserien, produziert vom US-Bezahlsender HBO. Die Mittelalter-Fantasy-Geschichte basiert auf der Romanreihe "A Song of Ice and Fire" von George R.R. Martin. Doch wie werden in der Fantasy-Serie Sexualität, Gewalt und Machtverhältnisse dargestellt? Und welche Frauen- und Männerrollen können wir sehen?

MahlzeitDer "Insektenburger" ist ethisch problematisch

Speisebohnenkaefer (imago stock&people)

Bei der Suche nach der ethisch, politisch oder sonstwie korrekten Nahrung wird im Netz inzwischen häufig der Insektenburger empfohlen. Doch es gibt Bedenken: Wo bleibt da das Tierwohl? Udo Pollmer ist gespannt, wie die Motten- und Läusesaga weitergeht.

Erdogans Erzfeind Wer ist Fethullah Gülen?

Fethullah Gülen (dpa/picture-alliance)

Für den türkischen Staatspräsidenten hat der Putschversuch einen eindeutigen Urheber: Fethullah Gülen. Der islamische Prediger lebt seit vielen Jahren in den USA und gilt als Hauptfeind Erdogans. Dabei schritten beide lange Seit an Seit - bis es zum großen Zerwürfnis kam. Ein Porträt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

München  Merkel kündigt lückenlose Aufklärung von Amoklauf an | mehr

Kulturnachrichten

Seehofer sagt Staatsempfang zum Beginn der Bayreuther Festspiele ab  | mehr

Wissensnachrichten

Politiker in Deutschland  Regierungsbänke ohne Muslime | mehr