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Spektakulärer Kunstschatz entdeckt

Nazi-Raubkunst in vermüllter Wohnung in München

Bei einer Razzia in der Wohnung von Cornelius Gurlitt, dem Sohn des NS-Kunsthändlers, Hildebrand Gurlitt, hat die Polizei einen sensationellen Fund gemacht: 1500 verschollen geglaubte Werke sind wieder aufgetaucht - ihr Wert: rund eine Milliarde Euro. Die Bilder wurden zwischen Müll gelagert.

<p>Eigentlich sollte es diese Bilder alle nicht mehr geben - Werke von Picasso, Matisse, Klee und Nolde. Sie seien beim Bombenangriff auf Dresden 1945 verbrannt, hat der Galerist Hildebrand Gurlitt (1895-1956) immer behauptet. Er war eine zentrale Figur des NS-Kunsthandels. <br /><br />Gut 65 Jahre später tauchen sie wieder auf: In der Wohnung des Kunsthändler-Sohnes Cornelius Gurlitt. Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins "Focus" waren sie zwischen Müll und Essensresten eingelagert gewesen, bis sie im Frühjahr 2011 zufällig von Zollfahndern entdeckt wurden. Gut zweieinhalb Jahre hat die Staatsanwaltschaft den Fund strikt geheim gehalten. Auch die Bundesregierung wusste erst seit einigen Monaten, was für Schätze der 79 Jahre alte Gurlitt in seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Schwabing gehortet hatte. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte, dass die Regierung "seit mehreren Monaten über den Fall unterrichtet" sei.<br /><br /></p><p><strong>Jetzt lagern die Bilder in Garching</strong></p><p>Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat für Dienstag eine Pressekonferenz angekündigt, zu der auch die Berliner Kunstexpertin Meike Hoffmann von der Forschungsstelle "Entartete Kunst" der Freien Universität Berlin erwartet wird. Sie untersucht den Raubkunstfund. Dem "Focus"-Bericht zufolge hatten die Nationalsozialisten die Werke jüdischen Sammlern geraubt oder als sogenannte entartete Kunst gewertet und konfisziert. Für mindestens 200 Objekte liegen offizielle Suchmeldungen vor. Den Wert der Sammlung gibt das Magazin mit rund einer Milliarde Euro an. <br /><br />Ob aus dem Ausland bereits Besitzansprüche für einzelne Werke gemacht wurden, konnte Seibert nicht sagen. Er habe «keine Informationen» darüber. Uwe Hartmann, Leiter der Arbeitsstelle für Provenienzforschung beim Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin
 

Letzte Änderung: 11.11.2013 23:12 Uhr

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