Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Staat Nr. 194 wird vorerst wohl nicht Realität

Nach Abbas' Rede in New York: Neue Wege oder alte Problemlagen?

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York (AP / Richard Drew)
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York (AP / Richard Drew)

Am Montag dürfte der Vorstoß der Palästinenser, eine Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen zu erlangen, im UN-Sicherheitsrat am Veto der USA scheitern. Im Parlament der 193 Nationen gilt den Palästinensern die Mehrheit als sicher.

Die Initiative von Palästinenserpräsident Abbas habe neue Wege eröffnet, um zu ernsthaften Friedensverhandlungen zu kommen, lobte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Dass der Sicherheitsrat bereits am Montag über den Antrag debattiere, wertete Mützenich als Zeichen, dass dieser den Antrag und die politische Herausforderung einer Zweistaatenlösung sehr ernst nehme.

Der PLO-Vorsitzende Abbas regiert im Westjordanland, im Gazastreifen hat er jedoch gar nichts zu sagen. Dort herrscht die fundamentalistische Hamas und ihre Vertreter haben anderes im Sinn als staatliche Anerkennung, berichtet Torsten Teichmann im Deutschlandfunk.

US-Präsident Barack Obama habe den Friedensprozess in Nahost behindert, statt ihn zu befördern, kommentiert Matthias Rüb von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" im Deutschlandfunk: mit luftiger Rhetorik, überzogenen Erwartungen und einer Zick-Zack-Politik. Die Rolle des ehrlichen Maklers im Nahen Osten könne Obama kaum mehr ausfüllen.

Die palästinensische Forderung nach einer Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen überfordere die Europäische Union, kommentierte Doris Simon im Deutschlandfunk. Der einzige Ausweg sei die Wiederbelebung der Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis.

Palästina will seinen eigenen Staat – in den Grenzen von 1967 und mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Das bekräftige Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in seiner Rede vor der UNO. Tausende Menschen feierten den Antrag auf die UN-Vollmitgliedschaft Palästinas auf dem Jassir-Arafat-Platz in Ramallah, wie Sebastian Engelbrecht in den Informationen am Mittag des Deutschlandfunks berichtete.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:44 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

TrendsWie sich Blogger als "Tastemaker" positionieren

Berliner Fashion Week 2017 (Deutschlandradio / Laura Naumann)

Modemagazine waren gestern. Die schnelllebige Zukunft gehört den Blogs und deren Machern, den Tastemakern und Influencern. Und jeder will ein Stück vom Kuchen abhaben, weil sich damit unter Umständen auch Geld verdienen lässt, wie Modeexperte Sebastian Schwarz sagt.

TiefseeDer Ozean als Bergwerk

Der Meeresgrund ist voller Rohstoffe. Vor allem die mineralischen Ressourcen sind spannend für uns, denn die sind knapp und wir brauchen sie für Hightechgeräte wie unsere Smartphones. Staaten, Forscher und Unternehmen prüfen schon lange die Möglichkeiten des kommerziellen Tiefseebergbaus.

SimbabweHoffen auf ein Ende der Ära Mugabe

Simbabwes Präsident Robert Mugabe mit seiner Frau Grace beim Parteitag der ZanuPF. (AFP/Jekesai Nijikizam)

Simbabwe ohne Präsident Robert Mugabe? Für viele Menschen ist das kaum vorstellbar, denn der 93-Jährige herrscht seit der Unabhängigkeit 1980 autoritär über das Land, will sogar noch einmal kandidieren. Er und seine Machtclique haben aber das einst florierende Land heruntergewirtschaftet. Auf der Straße formiert sich trotz massiver Repressalien immer lauter Protest.

Schulz und Merkel im WahlkampfNur Ankündigungen sind zu wenig

Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Gespräch auf dem EU-Gipfel am 15. Dezember 2016 in Brüssel.  (picture-alliance / Belga / Christophe Licoppe)

Ob SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Politik wieder streitbarer mache, bleibe abzuwarten, meint Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien. Noch fehle ihm dafür der Widerpart. Angela Merkel mobilisiere derzeit eher die parteiinternen Gegner als die eigenen Wähler.

Visual Effects bei der Oscar-VerleihungDie perfekte Illusion

Mowgli (gespielt von Neel Sethi) und Bagheera aus dem Film "The Jungle Book" (2015 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved)

Aufwändige Spezialeffekte entführen uns in fantastische Bildwelten. Fünf Filme können sich nun Hoffnungen auf einen Oscar für ihre Effekte machen. Für "Vollbild" kommentieren zwei Experten die nominierten Filme - an einem haben sie sogar selber mitgearbeitet.

Post, Drucker und KopiererLand der Papierverschwender

Der New Yorker Jim Kavanaugh meint: Hey, ihr Deutschen recycelt wie die Weltmeister, aber warum verbraucht ihr immer noch so schrecklich viel Papier?

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

UNO-Gesandter  "Sabotage der Syrien-Friedensgespräche nicht zulassen" | mehr

Kulturnachrichten

Gabriel drängt zu schneller Entscheidung im Fall Yücel  | mehr

Wissensnachrichten

Geld  Alte Ein-Pfund-Münze bald nutzlos | mehr