Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Starkes Erdbeben vor Japan

Betreiber: keine Folgen für Atomruine Fukushima

In ständiger Erbebengefahr: Atomkraft-Land Japan (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)
In ständiger Erbebengefahr: Atomkraft-Land Japan (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)

Vor der Ostküste Japans hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. An der Atomruine Fukushima gibt es aber offenbar keine neuen Schäden. Auch sonst scheint alles glimpflich verlaufen zu sein.

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat die Region Fukushima erschüttert. Die japanischen Behörden gaben eine Warnung vor einem voraussichtlich bis zu einem Meter hohen Tsunami aus, berichtete der Fernsehsender NHK Samstagnacht (Ortszeit). Rund eine Stunde nach dem Beben erreichte eine 30 Zentimeter hohe Flutwelle die Küste Japans.

Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Laut dem Betreiber Tepco gab es auch an der Atomruine Fukushima Daiichi keine neuen Auffälligkeiten. Die Reparaturtrupps wurden allerdings aufgefordert, sich den Küstenstreifen zu verlassen.

Erinnerungen an Katastrophe von 2011

Fukushima: Auch zweieinhalb Jahre nach dem Gau noch gefährlich (picture alliance / dpa / Kyodo)Fukushima: Auch zweieinhalb Jahre nach dem Gau noch gefährlich (picture alliance / dpa / Kyodo)Am 11. März 2011 hatte ein noch stärkeres Erdbeben in Fukushima die weltweit schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl ausgelöst: Der Stoß mit der Stärke 9,0 und eine Flutwelle beschädigten das dortige Atomkraftwerk schwer. Knapp 16.000 Menschen bei Erdbeben und Flutwelle kamen ums Leben, etwa 2650 gelten noch heute als vermisst.

Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört, Zehntausende Menschen mussten die radioaktiv verseuchte Region verlassen. Der Rückversicherer Munich Re sprach von der teuersten Naturkatastrophe aller Zeiten. Das Unternehmen schätzte den volkswirtschaftlichen Schaden auf 210 Milliarden US-Dollar (155 Milliarden Euro) – ohne die Folgen des Atomunglücks.


Mehr zum Thema auf dradio.de

"Ground and Floor" im Berliner Theater Hebbel am Ufer
Wie Fukushima Gesellschaft und Kunst verändert hat
Japan ordnet vollständige Stilllegung von Fukushima an
Betreiber Tepco muss kontaminiertes Wasser unter Kontrolle bringen
360 Millionen Euro für Fukushima
Japan will Atomanlage weiter sichern

 

Letzte Änderung: 31.10.2013 23:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Der jüdische EruvWas die Schnur an Manhattans Straßenlaternen bedeutet

Straße in Manhattan, durch die Luft gespannt und an einer Laterne befestigt ist ein dünner Nylonfaden. (Kai Clement)

Der Eruv spannt sich in einem Teil Manhattans von Laternenmast zu Laternenmast. Der Nylonfaden ist fast unsichtbar und erleichtert doch das Leben vieler orthodoxer Juden, die hier leben. Korrespondent Kai Clement war bei der wöchentlichen Kontrolle dabei.

Die Krim nach der AnnexionLeben mit Sanktionen

Ein Bogen wird an der Brücke über die Meerenge von Kertsch errichtet. Die Brücke soll einmal 19 Kilometer lang werden und Russland mit der Halbinsel Krim verbinden. (imago / Sergei Malgavko / TASS)

Das Leben auf der Krim dreieinhalb Jahre nach der russischen Annexion: Güter müssen aufgrund der Sanktionen per Flugzeug oder Fähre aus Russland angeliefert werden, was sie teuer macht. Die Tourismussaison war ein Flop. Doch die meisten Menschen sind guter Dinge. Gegen Kritiker wird allerdings mit aller Härte vorgegangen.

Pro Quote Bühne "Das Publikum hat ein Recht auf Qualität und Vielfalt"

Die Schauspieler Marcel Kohler und Lorna Ishema bei einer Fotoprobe zum Theaterstück "Unterwerfung" 2016 im Deutschen Theater in Berlin (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Theater werden zu 80 Prozent von Männern geleitet. Nur bei den Souffleusen, also im Niedriglohnbereich, ist das Verhältnis umgekehrt. Angelika Zacek vom Verein Pro Quote Bühne fordert die Häuser auf, in der nächsten Spielzeit 50 Prozent Regisseurinnen zu engagieren.

Per Molander: "Die Anatomie der Ungleichheit"So entsteht Armut - und setzt sich fort

Vordergrund: Buchcover von Per Molanders "Die Anatomie der Ungleichheit". Hintergrund: Ein Mann kniet auf einem belebten Bürgersteig und bettelt. (Westend Verlag, dpa picture alliance/ Markus C. Hurek)

Je ungleicher eine Gesellschaft ist, desto ineffizienter ist sie auch. Diese These kann der Mathematiker Per Molander in "Die Anatomie der Ungleichheit" eindrucksvoll belegen. Und hat auch Vorschläge, wie sich der Mangel reduzieren lässt.

Sexismus-Debatte"Wir reden über Sexismus ja schon seit 50 Jahren"

Ein Smartphone mit dem Hashtag "#MeToo" (dpa-Zentralbild)

Kompliment oder sexistische Bemerkung? Der Fall der Staatssekretärin Sawsan Chebli hat eine erneute Sexismus-Debatte in Gang gesetzt. Die Soziologin Sabine Hark sagte im Dlf, noch immer werde nur Männlichkeit mit Kompetenz konnotiert - Weiblichkeit jedoch nicht. Auf diese Zuschreibungen habe auch die Sprache Einfluss.

Kunstauszeichnung in BerlinAgnieszka Polska bekommt Preis der Nationalgalerie

(© Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Jan Windszus / Courtesy Zak Branicka Galerie, Berlin and OVERDUIN & CO., LA)

Der Preis der Nationalgalerie 2017 geht an die in Berlin lebende polnische Künstlerin Agnieszka Polska. Unser Kunstkritiker Carsten Probst begrüßt die Entscheidung: Polska habe als einzige der Nominierten einen völlig eigenständigen künstlerischen Stil hervorgebracht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Terrorverdacht  2017 bereits 900 Verfahren eingeleitet | mehr

Kulturnachrichten

Nina Hoss erhält Braunschweiger Filmpreis | mehr

 

| mehr