Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Startschuss für die IAA

Autobranche zeigt Neuigkeiten vom 15. bis 25. September

Mini-Elektrobusse präsentiert der französische Hersteller mia electric auf der IAA in Frankfurt (picture alliance / dpa /  Arne Dedert)
Mini-Elektrobusse präsentiert der französische Hersteller mia electric auf der IAA in Frankfurt (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Mit Elektroautos und sparsamen Verbrennungsmodellen gibt sich die Autoindustrie auf der Frankfurter Automobilausstellung IAA betont umweltfreundlich. Das eigentliche Sorgenkind der Branche bleibt aber die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main gilt als die weltgrößte Automesse. Mehr als 1000 Aussteller aus 32 Ländern zeigen vom 15. bis zum 25. September auf 235.000 Quadratmetern die neuesten Modelle der Branche. Die Veranstalter rechnen mit etwa einer Million Besucher.

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel die IAA unter dem Motto "Zukunft serienmäßig" eröffnet, können sich zunächst zwei Tage lang Fachbesucher über neue Modelle und technische Entwicklungen auf der IAA informieren. Ab Samstag öffnet die wichtigste Messe der Autoindustrie die Pforten auch für das breite Publikum.

Im Fokus: E-Autos

Elektroautos sind ein Schwerpunkt der 64. IAA. Viele Aussteller wollen die Besucher mit den batteriebetriebenen Fahrzeugen elektrisieren. Erstmals werden Elektroautos und alternative Antriebe in einer eigenen Messehalle präsentiert.

Bislang gibt es rund 2300 zugelassene Elektroautos in Deutschland. Die Bundesrepublik will im Sinne des Klimaschutzes in einem ersten Schritt bis 2020 eine Million Fahrzeuge mit E-Antrieb auf die Straßen bringen. Dazu sollen zusätzliche Forschungsgelder und Steuererleichterungen gewährt werden.

Zu viel Gewicht, zu geringe Reichweiten, zu lange Ladezeiten

Problematisch ist der technische Stand der Elektroautos: Die geringe Speicherkapazität und Haltbarkeit der Akkus sowie die langen Ladezeiten bei gleichzeitig verhältnismäßig hohem Batteriepreis schrecken die meisten Käufer noch ab. Zusätzlich fehlt es an der Infrastruktur, um leere Batterien wieder aufzuladen oder auszutauschen.

Bremst die Schuldenkrise den Aufschwung der Autoindustrie?

Fraglich ist, wie sich die Euro- und die Schuldenkrise auf das Verhalten potenzieller Käufer auswirkt. Die Finanzkrise lässt sich zwei Kilometer Luftlinie vom Börsenplatz entfernt auf der Messe nicht ganz verdrängen, berichtet Michael Braun im Deutschlandfunk . Analysten sind sicher, dass besonders der Edelmarken und damit der Premiummarkt betroffen sein werde.

Doch die Autobauer lassen keinen Pessimismus aufkommen. Der Opel-Vorstandsvorsitzende Carl-Friedrich Stracke kündigte an, dieses Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen und nächstes Jahr wieder Gewinne einzufahren. Dieter Zetsche, Vorstand der Daimler AG, präsentierte die S-Klasse der übernächsten Generation: einen viersitziger Flügeltürer mit 315 PS, der 1000 Kilometer rein elektrisch fahren könne.

Historie: Von 1897 bis 2009

Die erste IAA fand im Jahr 1897 in Berlin statt. Im Hotel Bristol wurden acht Motorwagen der Öffentlichkeit vorgestellt. 1951 gastierte die Ausstellung erstmals in den Frankfurter Messehallen. Da das Messegelände in Frankfurt Ende der 80er-Jahre zu klein wurde, wanderte die Ausstellung für Nutzfahrzeuge 1991 nach Hannover ab und wird seitdem im jährlichen Wechsel mit der Ausstellung für Personenkraftwagen in Frankfurt abgehalten. Auf der letzten IAA Pkw im Jahr 2009 präsentierten 781 Aussteller aus 30 Ländern insgesamt 206 Weltpremieren, davon 100 von Automobilherstellern.


Infos rund um die 64. IAA

Fachbesuchertage: 15. und 16. September 2011
Publikumstage: 17. bis 25. September 2011
Veranstaltungsort: Messegelände Frankfurt am Main, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main
Tageskarte Wochenende: 15 Euro
Tageskarte Wochentage: 13 Euro
Ermäßigt: 7,50 Euro
Kinder: Eintritt frei
Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Sparsam, umweltfreundlich, teuer

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:44 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:05 Uhr Gottesdienst

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:30 Uhr Sonntagsrätsel

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Dein Sonntag

Aus unseren drei Programmen

Kultur des TodesWenn der Friedhof stirbt

Jahrhundertelang war er der einzige Ort, um die Toten zu bestatten. Doch allmählich stirbt der Friedhof selbst. Immer mehr Menschen finden ihn als letzte Ruhestätte zu teuer und die strengen Vorgaben nicht zeitgemäß. Sie lassen ihre Asche lieber übers Meer verstreuen, sich unter einem Baum beerdigen oder neben dem geliebten Haustier.

Soziologe Khosrokhavar über Terror in EuropaWarum der Dschihadismus weiter andauern wird

Der iranisch-französische Soziologe Farhad Khosrokhavar ist Studienleiter an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. (AFP / Damien Meyer)

Seit fast 30 Jahren erforscht Farhad Khosrokhavar das Phänomen der Radikalisierung unter Moslems. Europa werde das nächste Jahrzehnt mit dschihadistischem Terror leben müssen, ist sich der iranisch-französische Soziologe sicher.

Unruhen in IndienDie Wut der Jugend von Kaschmir

Jugendliche werfen Steine auf ein indisches Polizeiauto während der Unruhen in Srinagar, der Sommerhauptstadt des indischen Teils Kaschmirs. (picture alliance / dpa / Farooq Khan)

Seit dem 8. Juli gehören Tote und Verletzte zum traurigen Alltag im indischen Teil Kaschmirs. Damals erschossen Soldaten den Kämpfer Burhan Wani. In den Augen der indischen Regierung ein Terrorist, für viele Jugendliche ein Held und Märtyrer. Seitdem gehen seine Anhänger regelmäßig demonstrieren - doch immer seltener geht es dabei friedlich zu.

Holocaust-ZeitzeugeMax Mannheimer ist tot

Der Holocaust-Zeitzeuge Max Mannheimer (dpa / picture-alliance / Andreas Gebert)

Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer ist im Alter von 96 Jahren in einer Münchner Klinik gestorben. Er galt als wichtige Stimme für die sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden.

Yvonne Hofstetter: "Das Ende der Demokratie"Big Data in der Politik

Blick in die Zukunft? - Was kann künstliche Intelligenz (dpa)

Die Big Data-Unternehmerin Yvonne Hofstetter warnt in ihrem neuen Buch davor, welche Konsequenzen künstliche Intelligenz für die Politik haben könnte: Es drohe das "Ende der Demokratie". Und sie zeigt Auswege an, wie eine digitale Zukunft human gestaltet werden kann.

MedizinWach, wacher, Kaffeeschock

Kaffee ist eigentlich eine Art Psychostimulanzie, die sich auf den ganzen Körper auswirkt: der Blutdruck steigt, wir können uns besser konzentrieren und sind aktiver. Nur manchmal trinken wir eine Tasse zu viel - Dr. Johannes Wimmer weiß, was dann zu tun ist.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Flüchtlingspolitik  Tauber (CDU) sieht keinen Dissens mit CSU | mehr

Kulturnachrichten

Überraschung beim Filmfestival in San Sebastián  | mehr

Wissensnachrichten

"Spectacles"  Snapchat macht jetzt Sonnenbrillen | mehr