Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Status: Börsengang

Facebook will fünf Milliarden Dollar erlösen

Mark Zuckerberg will einer der reichsten Menschen der Welt werden (picture alliance / dpa)
Mark Zuckerberg will einer der reichsten Menschen der Welt werden (picture alliance / dpa)

Vom Campus aufs Parkett: Als der Student Mark Zuckerberg im Jahr 2004 das soziale Netzwerk Facebook gründet, ist der Erfolg der Internetplattform noch nicht absehbar. Jetzt reicht das milliardenschwere Unternehmen die Unterlagen für den Börsengang ein.

Der Börsenprospekt, den das soziale Netzwerk mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley der US-Aufsichtsbehörde SEC vorlegte, wirbt um Investoren. Der Gang aufs Parkett könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Zugleich veröffentlicht das Unternehmen erstmals auch ausführliche Geschäftszahlen. Allein 2011 wurde demnach eine Milliarde Dollar Gewinn erwirtschaftet. Den höchsten Umsatz macht Facebook mit Werbung.

Analysten warnen vor zu viel Euphorie

Es wäre der größte Internet-Börsengang aller Zeiten. Doch, so warnen Analysten, es müsse sich erst noch zeigen, ob der Schritt eine Erfolgsgeschichte für Anleger werde. Der Fondsmanager Jürgen Meyer (SEB-Asset Management) sagte dem Deutschlandfunk, wenn Facebook der Bewertung gerecht werden wolle, müsse der Gewinn steigen.

Facebook-Gemeinde wächst rasant

Persönliche Daten europäischer Bürger sollen künftig besser geschützt sein. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)Facebook begrüßt Investoren (picture alliance / dpa / Oliver Berg)Etwa 845 Millionen Menschen weltweit loggen sich mindestens einmal im Monat bei Facebook ein - die Hälfte davon nutzt das soziale Netzwerk sogar täglich. Sie tauschen Nachrichten, Links oder Fotos mit Freunden und Bekannten aus. Das Unternehmen steuert auf die Milliarden-Nutzer-Grenze zu. Fondsmanager Meyer sieht gute Wachstumschancen: "Das Netzwerkgeschäft ist ein Alles-oder-Nichts-Geschäft. Es favorisiert den Größten und das ist Facebook."

Eine studentische Erfolgsgeschichte

Innerhalb von acht Jahren hat sich Facebook zu einem Milliarden-Projekt entwickelt. 2004 beginnt die Geschichte des Netzwerkes in einem Studentenwohnheim an der Elite-Universität Harvard. Mark Zuckerberg entwickelt mit Kommilitonen ein digitales Jahrgangsbuch für Studenten. Schnell wird der Dienst auf andere Universitäten ausgeweitet. Schließlich öffnet sich Facebook 2006 für alle.

Lange Zeit will Zuckerberg die Kontrolle über sein Unternehmen nicht aus der Hand geben. 2006 bietet das Internetunternehmen Yahoo eine Milliarde Dollar für Facebook. Zuckerberg lehnt ab. Er sammelt Geld von großen Investoren statt an die Börse zu gehen. Und obwohl er Unternehmensanteile verkaufte, hält er noch immer 57 Prozent aller Stimmrechte. Mit dem nun angekündigten Börsengang könnte der 27-Jährige zu einem der reichsten Menschen weltweit werden.

Mehr zum Thema auf dradio.de:
Zuletzt war Facebook mit dem Thema Datenschutz in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen die Nutzung seiner sogenannten Timeline für alle Mitglieder verbindlich machte.
"Niemand wird gezwungen Mitglied bei Facebook zu sein" - FDP-Politiker Jimmy Schulz hat keine Bedenken wegen Facebook-Chronik
"Man muss Verantwortung für seine Daten übernehmen" - Social-Media-Expertin: Nach Einführung der neuen Lebenschronik Facebook-Profil überarbeiten

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:47 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 22:50 Uhr Sport aktuell

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 22:00 Uhr Die besondere Aufnahme

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

Neue deutsche TürkeipolitikMit Erdogan darf es keine Beitrittsgespräche geben

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD). (Kay Nietfeld/dpa)

Die Luft ist dick zwischen Deutschland und der Türkei, meint Michael Thumann im Dlf. Außenminister Sigmar Gabriel habe diese Woche die finanziellen Daumenschrauben ausgepackt. Doch nicht nur Deutschland, auch die EU stehe vor einer klaren Entscheidung.

Kräfteverhältnisse vor der WahlAlles Merkel – oder was?

Angela Merkel steht in einem hellblauen Blazer am Rednerpult des Bundestags. (dpa/Bernd von Jutrczenka)

Kritik, Attacken und Gemeinheiten - all das scheint Angela Merkel nichts auszumachen. Vor der Wahl im September zieht bislang keine Angriffstaktik der anderen Parteien. Der Politikwissenschaftler Thorsten Faas spricht über das "Phänomen Merkel".

Holyday SicknessDie erfundene Urlaubskrankheit

Eine Strandaußenaufnahme (imago / CHROMORANGE)

Vor allem britische Urlauber verklagen Reiseveranstalter, weil sie sich im Urlaub an einer Magen-Darm-Grippe angesteckt haben - angeblich. Die Regierung will dagegen vorgehen.

Dokumentarfilm über Bud Spencer Die alten Haudegen kommen wieder

Bud Spencer (l.) und Terence Hill bei den Dreharbeiten zum Film "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" von 1973 (imago/Granata Images)

Acht Jahre hat er an seinem Dokumentarfilm über Bud Spencer gearbeitet: ohne Geld und ohne Produktionsfirma. Mit der Hilfe von tausenden Fans hat Regisseur Karl-Martin Pold schließlich einen außergewöhnlichen Film hinbekommen.

DieselskandalDie Autoindustrie hat in Deutschland immer Vorfahrt

Ein junger Mann mit Atemmaske auf einer Anti-Feinstaub-Demo in Berlin-Neuköllnläuft während einer Feinstaub-Demo in Berlin-Neukölln. (Imago)

Stickoxide töten Menschen - das scheine der Gesetzgeber vergessen zu haben, kommentiert Silke Hahne. Anders sei die Hartnäckigkeit, mit der er seine Hand über die Autoindustrie halte, kaum zu erklären. Das sei Patenschaft, nicht Politik.

Porno PortaleSchon bald gesperrt?

Vor rotem Hintergrund ist das Wort "Porn" aus den Tasten einer Computertastatur gelegt. (Foto: dpa / Tuomas Marttila) (dpa / Tuomas Marttila)

XHamster, Pornhub, Youporn und so weiter - die Zahl der kostenlosen Porno-Portale im Netz ist endlos. Einen effektiven Jugendschutz haben die wenigsten Seiten. Das könnte sich bald ändern.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Venezuela  Wieder Proteste und Krawalle | mehr

Kulturnachrichten

Medien: US-Schauspieler John Heard tot  | mehr

 

| mehr