Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Stimme Nigerias ist verstummt

Schiftsteller Achebe wurde 82 Jahre alt

Der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe ist gestorben (picture alliance / dpa /Frank May)
Der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe ist gestorben (picture alliance / dpa /Frank May)

"Things Fall Apart" - so hieß sein erster Roman. 1958 war das Buch erschienen, und schnell galt sein Autor Chinua Achebe als "Vater der modernen afrikanischen Literatur. Nun ist er in Boston gestorben.

<p>Der Nigerianer Achebe starb am Freitag im Alter von 82 Jahren nach kurzer Krankheit in einer Klinik in Boston, wie die BBC unter Berufung auf einen Sprecher des nigerianischen Bundesstaates Anambra berichtete.<br /><br />Achebe, der dem Ibo-Volk angehörte, hatte seinen Durchbruch als Schriftsteller mit seinem 1958 erschienenen ersten Roman "Things Fall Apart" ("Alles zerfällt"). Sein Autor erwarb sich den Ruf, damit der Begründer der der modernen afrikanischen Literatur gewesen zu sein. Der Roman wurde in fast 50 Sprachen übersetzt und so zu einem Klassiker der afrikanischen Gegenwartsliteratur.<br /><br /></p><p><strong>Kritik über die Kolonialherren</strong></p><p>Neben dem Nobelpreisträger Wole Soyinka zählt Achebe zu den bekanntesten Schriftstellern Nigerias. In Romanen, Gedichten, Kurzgeschichten und Essays setzte er sich kritisch mit dem Einfluss der britischen Kolonialherren, aber auch mit afrikanischen Traditionen auseinander. Während des nigerianischen Bürgerkriegs von 1967 bis 1970 engagierte er sich als Sonderbotschafter für die Republik Biafra, die sich von Nigeria lösen wollte.<br /><br />Seit einem Autounfall 1990 war er gelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Wegen der besseren medizinischen Versorgung übersiedelte er noch im selben Jahr in die USA, wo er afrikanische Literatur lehrte. 2002 wurde Achebe mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. "Sehr ruhig, gönnerhaft, sachlich und unheimlich entgegenkommend auf eine warmherzige Art", hat ihn der
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:08 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:05 Uhr Klassik-Pop-et cetera

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 09:05 Uhr Im Gespräch

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Strategien gegen ObsoleszenzWarum Technik schnell kaputtgeht

Waschmaschinen in einem Waschsalon in Paris (AFP/Loic Venance)

Die Verschwörungstheorie ist simpel: Die Nachfrage nach neuen Waren soll künstlich angefeuert werden. Dazu lassen Hersteller Produkte, etwa ein Telefon, schneller als eigentlich nötig altern oder kaputt gehen. Stimmt das? Anzeichen dafür gibt es jedenfalls.

Das neue Cabaret Voltaire"Eine Bühne für die Obsessionen"

Adrian Notz, Direktor des 2004 neu eröffneten Cabaret Voltaire in Zürich. Hier nahm der Dadaismus vor 100 Jahren, am 5.2. 1916, seinen Anfang. Notz hält einen von Dada-Künstler Hans Arp gestalteten Geldschein hoch.. (picture alliance/dpa/Thierry Gachon)

Das Cabaret Voltaire ist tot - es lebe das Cabaret Voltaire! 2004 wagte Adrian Notz den Neuanfang der Kleinkunst-Bühne, die vor 100 Jahren die Keimzelle des Dadaismus war. Oft habe in den vergangenen Jahren ein scharfer politischer Gegenwind geweht, sagt Notz.

TierschutzKostüm im Affenhaus verboten

Es klingt wie eine Scherzmeldung, ist aber gut gemeinter Schutz für die Tiere: In drei Zoos in Nordrhein-Westfalen gibt es gerade besondere Auflagen: Kein Zugang mit Kostüm - weil sich die Tiere sonst erschrecken könnten.

Weltgrößte Solaranlage in Marokko "Ein Lichtpunkt im Zeitalter der Ölverbrenner"

Solaranlage im marokkanischen Ouarzazate (dpa/Sergio Barrenechea)

In Marokko ist die erste Stufe des weltweit größten Solarkraftwerks in Betrieb gegangen. Anlagen wie diese bieten die Chance auf eine 100-prozentige Versorgung aus Erneuerbaren auch in Deutschland, sagt Andreas Huber vom Club of Rome.

Junge Flüchtlinge Integration durch Ausbildung

Syrische Flüchtlinge sitzen am 31.01.2016 im Wartezentrum für Flüchtlinge beim Fliegerhorst in Erding (Bayern) und warten auf ihre Registrierung (dpa/Gebert)

Bund und Handwerkskammer wollen mit einer Initiative junge Flüchtlinge auf dem Weg in eine berufliche Ausbildung besser unterstützen. Geplant ist, dass der Zentralverband des Deutschen Handwerks 10.000 Ausbildungsplätze garantiert und der Bund sich darum kümmert, geeignete Bewerber zu finden.

ArterioskleroseMumien als Zeugen einer Volkskrankheit

Polnische Wissenschaftler erforschen ägyptische Mumien in Warschau. Sie erhoffen sich Aufschlüsse über den Verlauf von Krankheiten wie zum Beispiel Krebs. (picture alliance / PAP / Jacek Turczyk)

Mit Sehnsucht blicken wir auf Naturvölker, die wegen ihrer Lebensweise doch so gesund und munter seien. Stimmt alles gar nicht, sagt Udo Pollmer. Untersuchungen an Mumien auf der ganzen Welt zeigen, dass die Menschen schon immer unter Arterienverkalkung leiden.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Syrien  Zehntausende Zivilisten fliehen vor Kämpfen | mehr

Kulturnachrichten

Ai Weiwei verhüllt Tierkreis-Skulptur in Rettungsdecken  | mehr

Wissensnachrichten

Entsalzung  Batterie macht Süßwasser | mehr