Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Störfall Fukushima mit Tschernobyl gleichgesetzt

"Katastrophaler" Unfall mit erheblicher Radiokaktivität

Luftaufnahme des zerstörten Reaktors 4 in Fukushima (AP)
Luftaufnahme des zerstörten Reaktors 4 in Fukushima (AP)

Japan hat den Störfall im Atomkraftwerk Fukushima auf die höchste Gefahrenstufe Sieben heraufgesetzt. Das AKW hat demnach amtlich dem größten anzunehmenden Unfall, einem GAU, nicht standgehalten.

Die Stufe Sieben bezeichnet einen katastrophalen Unfall, bei dem eine schwerste Freisetzung von Radioaktivität auftritt mit Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld. Für Fukushima galt bisher Stufe fünf.

Wissenschaftsredakteur Arndt Reuning relativiert die INES-Einstufung des Fukushima-Unfalls auf Sieben. Das sei zwar die gleiche wie in Tschernobyl - dennoch muss hier differenziert werden.

Unfälle in Kernkraftwerken werden auf der INES-Skala eingestuft. INES steht für "International Nuclear and Radiological Event Scale". Die populäre, aber veraltete Bezeichnung GAU - größter anzunehmender Unfall - bezieht sich auf die Sicherheit eines Atomkraftwerkes, so das Bundesamt für Strahlenschutz:

"Ein GAU in seiner ursprünglichen Bedeutung muss von der Anlage also vollständig beherrscht werden. Der moderne Begriff für solche Ereignisse sind die Auslegungsstörfälle, also die Störfälle, die ein Kraftwerk "aushalten" können muss."

In der Nähe des Reaktorblocks Vier brach in der Nacht ein Feuer aus, das nach Angaben der Betreiberfirma Tepco inzwischen aber gelöscht werden konnte. Noch ist unklar, ob der Brand durch ein Nachbeben ausgelöst wurde, das kurz zuvor die Region um Tokio erschüttert hatte.


Die Unterschiede zwischen Fukushima und Tschernobyl - Über die INES-Einstufung von Reaktor Stör- und -unfällen

Sammelportal "Katastrophen in Japan"

INES-Skala der Störfälle in Kernkraftwerken (Bundesamt für Strahlenschutz)

Bundesamt für Strahlenschutz: Fragen und Antworten zu Japan

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Presseschau

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Buchkritik

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Griechenland-Hilfen"Die Wahrheit kommt nur scheibchenweise ans Licht"

Der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch. (imago/Sven Simon)

Der CDU-Finanzpolitiker Klaus-Peter Willsch hält es weiterhin für sinnvoll, dass Griechenland geordnet aus der Euro-Zone austritt. Er sagte im DLF, es sei kaum überraschend, dass nun einen Schuldenschnitt gesprochen werde. Auch rechne er mit wachsendem Widerstand in der Unionsfraktion gegen weitere Hilfsprogramme für Athen.

NationalismusEU-Kritik ist die Angst vor einer fehlenden Identität

Die Flagge Großbritanniens und die der Europäischen Union (Facundo Arrizabalaga, dpa picture-alliance)

War vor der Europäischen Union wirklich alles besser? Wir haben keine wirkliche Idee mehr, was unsere Nationen eigentlich sind, meint Klaus Weinert. Die Angst vor Fremden ist nichts anders als die eigene Verunsicherung, die Suche nach Identität durch Rückzug in die eigenen vier Wände.

Astrid-Lindgren-Preis für Meg RosoffJugendbücher gegen den Mainstream

Meg Rosoff (Jonas Ekstromer/dpa)

Meg Rosoffs Jugendbücher sind nicht unumstritten. Ihre Protagonisten stellen Leser so sehr auf die Probe, dass sie beispielsweise von einem Kinderbuch-Festival in Bath wieder ausgeladen wurde. Heute erhält sie den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis, den am höchsten dotierten Kinderbuchpreis der Welt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Milchgipfel  Agrarminister Schmidt sichert Bauern Hilfe zu | mehr

Kulturnachrichten

"Rockavaria": Räumung wegen drohenden Unwetters  | mehr

Wissensnachrichten

Hybride  Pizzlys verdrängen Eisbären | mehr