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Streiten und Gedenken

Auseinandersetzungen um Religionsfreiheit am Ground Zero

Heftige Diskussionen über den Neubau einer Moschee in der Nähe von Ground Zero in New York (AP)
Heftige Diskussionen über den Neubau einer Moschee in der Nähe von Ground Zero in New York (AP)

Am 9. Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York, bei denen am 11. September 2001 über 2700 Menschen getötet wurden, erhitzt die geplante Errichtung einer Moschee in der Nähe von Ground Zero die Gemüter.

Mehrere Tausend Menschen haben am Freitagabend in New York mit einer Kerzenwache ihre Unterstützung für den geplanten Bau der Moschee demonstriert. Die Befürworter verweisen auf die verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit. Die westliche Welt müsse deutlich machen, dass sie sich für Religionsfreiheit einsetze, betonte die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, die sich derzeit als Gastdozentin der Emory University Atlanta in den USA aufhält.

Die Gegner hingegen verlangen, dass sie weiter entfernt von Ground Zero errichtet werden soll, und haben für heute eine Großdemonstration angekündigt. Unterdessen hat der umstrittene Prediger Jones die Verbrennung des Korans endgültig abgesagt. Dem US-Fernsehsender NBC sagte er, er werde seine Meinung diesmal nicht mehr ändern. Präsident Barack Obama hatte am Vorabend auf einer Pressekonferenz zu religiöser Toleranz aufgerufen und betont, "dass wir nicht im Krieg mit dem Islam sind." In Afghanistan ist es trotz der Absage der Koran-Verbrennung in den USA erneut zu Unruhen gekommen.

Zum ersten Mal seit den Terroranschlägen übertönen politische und kulturelle Differenzen das Gedenken an die Opfer, berichtet unser USA-Korrespondent Klaus Remme (MP3-Audio).

Die Überreste der zusammengestürzten Türme des World Trade Centers in New York (AP)Die Überreste des WTC in New York vor neun Jahren. (AP)Mit einer Schweigeminute haben die US-Bürger an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnert. Um 8:46 Uhr New Yorker Zeit läuteten die Glocken, im ganzen Land wurden die Nationalflaggen auf Halbmast gesetzt. Präsident Obama nahm an der zentralen Zeremonie im Pentagon in Washington teil, in das die Todespiloten ebenfalls ein entführtes Flugzeug gesteuert hatten.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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