Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Strippenzieherin vom Grünen Hügel

Gudrun Wagner in Bayreuth gestorben

Gudrun Wagner, aufgenommen vor dem Festspielhaus zur Eröffnung der Wagner-Festspiele in Bayreuth am 25. Juli 2007. (AP)
Gudrun Wagner, aufgenommen vor dem Festspielhaus zur Eröffnung der Wagner-Festspiele in Bayreuth am 25. Juli 2007. (AP)

Sie hielt sich im Hintergrund, galt aber schon lange als die eigentliche Organisatorin der Bayreuther Festspiele: Gudrun Wagner, die Frau von Festspielleiter Wolfgang Wagner, ist am Mittwochmorgen überraschend gestorben. Sie wurde 63 Jahre alt.

Wolfgang Wagner erklärte in Bayreuth: "Tief bewegt und in stiller Trauer muss ich bekannt geben, dass heute Morgen meine liebe Frau und engste Mitarbeiterin Gudrun Wagner völlig unerwartet verstorben ist." Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein bezeichnete den Tod Gudrun Wagners als großen Verlust für Bayreuth, Bayern und die weltweite Festspielgemeinde.

Karrieremotor der Tochter

Nach der Scheidung von seiner ersten Frau Ellen hatte Wolfgang Wagner seine ehemalige Pressereferentin Gudrun Mack 1976 geheiratet. Diese war zuvor mit dem Bayreuther Dramaturgen Dietrich Mack verheiratet und arbeitete ab 1975 in der Leitung von Wagners Büro.

Aus der Ehe ging die 1978 geborene Tochter Katharina hervor, die sich derzeit um die Nachfolge ihres 88 Jahre alten Vaters bemüht. Gudrun Wagner sei der Motor hinter der Karriere ihrer Tochter gewesen, erklärte der Musikjournalist und Bayreuth-Kenner Wolf-Dieter Peter im Deutschlandradio Kultur. Sie habe Katharina zum Musikunterricht und zur Disziplin angehalten, habe sie ihm einmal erklärt, so Peter Weiter. Er habe Gudrun Wagner als sehr fitte, energische Frau erlebt, sagte Peter. Von daher sei ihr Tod wirklich überraschend. (Text/ MP3-Audio)


Programmtipp: "Fazit" in Deutschlandradio Kultur (19.07 und 23.05 Uhr) berichtet über den Tod Gudrun Wagners und mögliche Auswirkungen für die offene Nachfolge Wolfgang Wagners als Festspielleiter.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:26 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 20:03 Uhr Konzert

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Green goes Black

Aus unseren drei Programmen

Neuer US-Präsident Trump "Wir werden Amerika wieder großartig machen"

Donald Trump leistet den Amtseid als 45. US-Präsident (20.01.2017). (AFP / Mandel Ngan)

Donald Trump ist als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden. In seiner Antrittsrede rief er zu einem "neuen Nationalstolz" auf, der die Spaltung des Landes heilen werde. Am Rande der Zeremonie kam es in Washington zu Ausschreitungen.

US-Präsident"Hysterische Reaktionen auf Trump sind fehl am Platz"

Friedrich Merz (CDU), Vorsitzender der Atlantikbrücke (dpa / picture-alliance / Revierfoto)

Kurz vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat der Vorsitzende der "Atlantik-Brücke", Friedrich Merz, zu mehr Gelassenheit aufgerufen. Trump habe sich schließlich nicht ins Amt geputscht, sagte der CDU-Politiker im DLF.

Jüdischer Glaube und die ShoaWo war Gott in Auschwitz?

Auschwitz-Birkenau (picture-alliance/ dpa)

Das Gedenken an den Holocaust dreht sich meist um die Frage, wie der Mord an sechs Millionen Juden möglich war. Gott spielt dabei zunächst keine Rolle. Unser Autor Jens Rosbach hat sich damit beschäftigt und den Einfluss der Shoah auf den jüdischen Glauben beleuchtet.

PROTESTAKTIONEN ZUR AMTSEINFÜHRUNGMit Joints, Liebe und Musik gegen Trump

Es ist DER Tag für Donald Trump: Ab 12 Uhr Ortszeit wird er in Washington auf den Stufen des Kapitols als neuer, 45. Präsident der USA vereidigt. Ein guter Tag für ihn – für viele andere aber nicht. Gestern Abend gab es schon ein paar Proteste in New York. Heute gehen die Leute dann in Washington auf die Straße oder starten andere Protestaktionen.

Lage in Syrien"Es fehlt fast alles für ein normales Leben"

DRK-Generalsekretär Christian Reuter (imago / Jens Jeske)

Knapp sechs Jahre nach Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs bleibt die humanitäre Lage im Land prekär. Der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter, sagte im DLF, in ganz Syrien fehle es an elementaren Dingen - auch dort, wo nicht gekämpft werde.

75 Jahre Wannsee-KonferenzDie Vorbereitung des Massenmords

Das Haus der Wannsee-Konferenz (imago/McPHOTO )

Vor 75 Jahren wurde in einer Villa am Wannsee über die Vernichtung der Juden beraten. Knapp zwei Stunden dauerte die Besprechung. Ziel der Wannsee-Konferenz war es, einen Plan zur Deportation und Vernichtung der Juden aus westeuropäischen Ländern festzulegen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

USA  Trump als 45. Präsident vereidigt | mehr

Kulturnachrichten

Rund 1000 Objekte aus NS-Vernichtungslager restauriert  | mehr

Wissensnachrichten

Neuer US-Präsident Trump  "Von heute an gilt 'America first'" | mehr