Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Stummfilm räumt bei Golden Globes ab

"The Artist" in drei Kategorien ausgezeichnet

Szene aus "The Artist" mit Jean Dujardin als George Valentin und Berenice Bejo als Peppy Miller. (picture alliance / dpa / Delphi Filmverleih)
Szene aus "The Artist" mit Jean Dujardin als George Valentin und Berenice Bejo als Peppy Miller. (picture alliance / dpa / Delphi Filmverleih)

Bei den Golden Globes gewann der Stummfilm "The Artist" Preise für den besten Film, den besten Schauspieler und die beste Filmmusik in der Kategorie Komödie. Im Bereich Filmdrama wurde der Film "The Descendants" und sein Hauptdarsteller George Clooney ausgezeichnet. Meryl Streep wurde zur besten Hauptdarstellerin gekürt.

"The Artist" ist eine Hommage an die Stummfilm-Ära Hollywoods und zeigt den Fall eines Stummfilmstars, der den Übergang zum Tonfilm nicht schafft. Hauptdarsteller Jean Dujardin wurde für seine Rolle des Stummfilmstars George Valentin mit dem Preis "Bester Hauptdarsteller" ausgezeichnet. Mit dem französischen Regisseur des Films, Michel Hazanavicius, hatte er zuvor die Agentenfilm-Parodien "OSS 117" gedreht. Der Film gewann auch den Preis für die beste Filmmusik.

Der US-amerikanische Schauspieler George Clooney lacht vor den 82. Academy Awards in Los Angeles. (AP)George Clooney (AP)Als bester Hauptdarsteller in einem Drama wurde George Clooney für seine Rolle in "The Descendants" prämiert. Er spielt darin einen Familienvater, der nach einem Unfall seiner Frau sich um seine beiden Töchter kümmern muss. Das Werk von Alexander Payne wurde auch als bester Film in der Kategorie Filmdrama ausgezeichnet.

Den Preis für die beste Hauptdarstellerin erhielt Meryl Streep für ihre Rolle als Margaret Thatcher in "Die eiserne Lady". Streep hatte zuvor bereits sieben Mal den "Globe" gewonnen.

Der Schauspieler Morgan Freeman erhielt eine Auszeichnung für sein Lebenswerk.

Die "Golden Globes" werden seit 1944 vergeben. Gewählt werden sie von Vertretern der ausländischen Fachpresse in Hollywood (Hollywood Foreign Press Asscociation HFPA). Sie gelten als Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung. Seit 1956 werden auch Fernsehproduktionen mit den Globes ausgezeichnet.

Die Auszeichnungen im Überblick:
FILM
- Bestes Drama: "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"
- Bestes Musical oder beste Comedy: "The Artist"
- Bester Schauspieler in einem Drama: George Clooney, "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"
- Beste Schauspielerin in einem Drama: Meryl Streep, "Die Eiserne Lady"
- Bester Regisseur: Martin Scorsese, "Hugo Cabret"
- Bester Schauspieler in einem Musical oder Comedy-Film: Jean Dujardin, "The Artist"
- Beste Schauspielerin in einem Musical oder Comedy-Film: Michelle Williams, "My Week With Marilyn"
- Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer, "Beginners"
- Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer, "The Help"
- Bester ausländischer Film: "Nader und Simin - eine Trennung"
- Bester Animationsfilm: "Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn"
- Bestes Drehbuch: Woody Allen, "Midnight in Paris"
- Beste Filmmusik: Ludovic Bource, "The Artist"
- Bester Filmsong: "Masterpiece" (Musik und Text von Madonna, Julie Frost, Jimmy Harry), "W.E."

FERNSEHEN
- Beste Drama-Serie: "Homeland"
- Beste Comedy-Serie: "Modern Family"
- Bester Schauspieler in einer Drama-Serie: Kelsey Grammer, "Boss"
- Beste Schauspielerin in einer Drama-Serie: Claire Danes, "Homeland"
- Beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie: Laura Dern, "Enlightened"
- Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie: Matt LeBlanc, "Episodes"
- Beste Miniserie oder Film: "Downton Abbey (Masterpiece)"
- Beste Schauspielerin in einer Miniserie oder einem Film: Kate Winslet, "Mildred Pierce"
- Bester Schauspieler in einer Miniserie oder einem Film: Idris Elba, "Luther"
- Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Film: Jessica Lange, "American Horror Story"
- Bester Nebendarsteller in einer Miniserie oder einem Film: Peter Dinklage, "Game of Thrones"
Cecil B. DeMille Auszeichnung für das Lebenwerk: Morgan Freeman

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:46 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 07:15 Uhr Interview

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 07:20 Uhr Politisches Feuilleton

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Räumung des Idomeni-CampsEin Zeichen der Ohnmacht

Zwei griechische Polizisten stehen bei der Räumung des des Flüchtlingslagers in Idomeni am 24.05.2016 vor Zelten, vor denen ein Flüchtlingsjunge kauert. (picture alliance / dpa / Yannis Kolesidis)

Zelte, die im Schlamm untergehen: Diese Bilder sind nach der Räumung der Flüchtlingszeltstadt im griechischen Idomeni passé. Doch das ist ein Rückschritt, meint Panajotis Gavrilis − und der große Skandal liege ohnehin woanders.

Ein Konto für jedermannAlle Banken sind jetzt in der Pflicht

Ein Bankkunde hebt in Hamburg mit seiner Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab. (dpa-Bildfunk / Angelika Warmuth)

Jeder in Deutschland lebende Mensch kann künftig bei einer Publikumsbank ein Konto eröffnen. Das entsprechende Gesetz tritt im Juni in Kraft. Damit sind nahezu alle Banken in der Pflicht, solche Basiskonten auch für Erwerbs- oder Wohnungslose anzubieten. Und solange das Konto im Plus bleibt, kann der Inhaber frei darüber verfügen.

Widerstand gegen WindkraftDie Energiewende als Soziallabor

Eine alte Windmühle steht zwischen Wohnhäusern in Kiel, im Hintergrund ein modernes Windrad.  (picture alliance / Hinrich Bäsemann)

In den vergangenen 25 Jahren sind in Deutschland 25.000 Windräder entstanden. Obwohl die Mehrheit der Deutschen die Erneuerbaren befürwortet, wächst der Widerstand gegen die Windkraft. Was bedeutet das für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?

ÖsterreichVan der Bellen will weder Oberlehrer noch Zuchtmeister sein

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer (r.) und der künftige Bundespräsident Alexander Van der Bellen (l) sitzen das erste Mal zusammen. (picture-alliance / dpa/epa/Christian Bruna)

Der neue österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen möchte seine Persönlichkeit und Erfahrung in das neue Amt einbringen. In der Wiener Hofburg, seinem künftigen Amtssitz, traf er heute schon mal auf Amtsinhaber Heinz Fischer.

Aggressionen gegen Flüchtlingshelfer"Damit die richtig schön Angst kriegen"

Ehrenamtliche, die Geflüchteten helfen, werden immer häufiger bedroht.  (picture-alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)

Drohbriefe, eingeschlagene Fensterscheiben, Beleidigungen und Verleumdungen in sozialen Netzwerken, sogar Brandanschläge auf Autos - das alles müssen Ehrenamtliche ertragen, die Flüchtlingen helfen.

Gesichtserkennungs-App "FindFace"Das Ende der Anonymität

Ein Mann hält sich die Augen zu (imago/blickwinkel)

Meine Freunde, mein Beruf, meine Hobbys: Eine Software erkennt Gesichter auf Fotos und liefert in kürzester Zeit Informationen aus sozialen Netzwerken. In Russland ist das schon Realität. Auch die Polizei und Geheimdienste sind an der Gesichtserkennung in Echtzeit interessiert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Griechenland  Geldgeber wollen weitere 10,3 Milliarden an Athen zahlen | mehr

Kulturnachrichten

Spendenaufruf für Kulturgüter in Rom  | mehr

Wissensnachrichten

Roboter-Wachmann  Robocop läuft in US-Einkaufszentrum Streife | mehr