Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Syrien-Kontaktgruppe will Opposition "auf Augenhöhe" bringen

Auch Bundesaußenminister Westerwelle reist nach Doha

Die Syrien-Kerngruppe trifft sich in Katar (dpa / Jan-Philipp Strobel)
Die Syrien-Kerngruppe trifft sich in Katar (dpa / Jan-Philipp Strobel)

Die Meinungsverschiedenheiten in der Syrienfrage sind groß - vor allem zwischen den USA und Russland. Nun kommt in Katar die Syrien-Kontaktgruppe zusammen, um die nächste Friedenskonferenz für Syrien vorzubereiten.

Vor den geplanten Friedensgesprächen, die bislang ohne Termin und Teilnehmerliste sind, will die "Kerngruppe der Freunde Syriens" die Position syrischen Opposition stärken. Wie dies geschehen kann, ohne dass man indirekt militante Islamisten unterstützt, darüber wollen elf Außenminister aus den Staaten der Kontaktgruppe in Katars Hauptstadt Doha beraten.

Zu den Teilnehmern des Treffens gehören Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und US-Außenminister John Kerry. Auch Großbritannien, Frankreich, Italien, die Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Gastgeber Katar zählen zur "Kerngruppe".

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte in Berlin, Ziel sei es, die syrische Opposition für das Treffen in die Lage zu versetzen, auf Augenhöhe mit dem Regime von Assad zu verhandeln.

Moderne Waffen für die syrischen Rebellen

Auch über die strittige Frage der Waffenlieferung an die Rebellen soll in Katar gesprochen werden. Zuletzt hatte die US-Regierung erklärt, sie wolle den Rebellen militärische Unterstützung leisten. Großbritannien befürwortet ebenfalls Waffenlieferungen an die Gegner des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, Deutschland hingegen lehnt sie unter Verweis auf Extremisten in den Reihen der Rebellen bisher ab.

Die syrischen Rebellen gaben an, neue Waffen erhalten zu haben. Die aufständische Freie Syrische Armee sprach von modernen Rüstungsgütern, die den Verlauf des Bürgerkriegs verändern könnten. Die Waffen würden derzeit an die Kämpfer an der Front verteilt. Genauere Angaben wurden nicht gemacht.

Nächste Woche: Treffen USA-Russland

Vertreter der USA und Russlands wollen kommende Woche zu weiteren vorbereitenden Gesprächen über Friedenskonferenz zusammenkommen. Eine Sprecherin der Vereinten Nationen teilte mit, an dem Treffen am Dienstag in Genf werde auch der internationale Syrien-Beauftragte Lakhdar Brahimi teilnehmen. Jeder Dialog sei ein positives Zeichen.

Die USA und Russland hatten die Friedenskonferenz Anfang Juni vereinbart. Sie dürfte wegen Meinungsverschiedenheiten in der G8 zwischen Russland und den sieben anderen führenden Industrienationen aber nicht vor August beginnen.

Weitere Informationen auf dradio.de:

Das Ringen um den Minimalkonsens - <br> G8-Länder suchen gemeinsame Haltung im Syrien-Konflikt

Washington, Moskau und der Syrienkrieg - <br> Russischer Außenminister Lawrow bezweifelt Chemiewaffeneinsatz

Syrien: Rebellen fliehen aus Kusseir - <br> USA verurteilen das Eingreifen der Hisbollah

Opposition will nicht an Syrien-Friedenskonferenz teilnehmen - <br> Assad verkündet Ankunft russischer Raketen

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:13 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 15:05 Uhr Corso - Kultur nach 3

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 15:05 Uhr Musiktag

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Jens Spahn (CDU)"Rechtliche Hürden für Abschiebungen abbauen"

Jens Spahn, CDU-Präsidiumsmitglied (picture alliance / Rolf Vennenbernd / dpa)

Jeder, der nicht vor Krieg und Verfolgung flüchte, müsse wieder aus Deutschland ausreisen, sagte CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn im Deutschlandfunk. Dafür müssten auch rechtliche Hürden für Abschiebungen abgebaut werden, wie sie etwa durch ärztliche Atteste entstünden.

Big Data und PsychometrieInternetdaten als Wahlkampfhelfer?

Donald Trump während seiner Rede in New York nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl (AFP/ Mandel Ngan)

Hat Donald Trump den US-Wahlkampf aufgrund der gezielten Auswertung von Internet-Profilen gewonnen? Ein Artikel aus dem Magazin des Schweizer Tagesanzeigers legt genau das nahe. Für den Netzaktivisten Markus Beckedahl greift die Erklärung allerdings zu kurz.

SCHNELLER AN DER KASSESpeed-Shopping

Immer erwischt ihr die langsamste Schlange im Supermarkt? Wir haben uns schlau gemacht, wie es wirklich schneller an der Kasse geht.

Entschädigungs-Urteil für AtomkonzerneTrittin: "Krachende Niederlage" für Ausstiegsgegner

Der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Entschädigungen für Energiekonzerne grundsätzlich begrüßt. Die Entscheidung sei eine "krachende Niederlage" für diejenigen, die versucht hätten, den Atomausstieg für verfassungswidrig zu erklären, sagte Trittin im DLF.

FrauenrechteEine freie Frau treibt nicht ab

Frauen demonstrieren für das Recht auf Abtreibung in Warschau. (imago/Pacific Press Agency)

Tausende von Frauen gehen für ihre Selbstbestimmung, etwa in Polen, auf die Straße. Radikale Konservative fürchteten, dass sie ohne staatliche oder kirchliche Kontrolle ihre Babys töten würden, sagt Gesine Palmer. Dabei würden wirklich freie Frauen anders entscheiden.

Mordfall Freiburg"Man darf nicht den Umkehrschluss ziehen, dass alle so drauf sind"

Freiburgs Oberbürgermeister Salomon (Bündnis 90/Die Grünen) (Imago / Winfried Rothermel)

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon hat nach dem Mord an einer Studentin in seiner Stadt vor Pauschalurteilen gewarnt. Tatverdächtig ist ein junger Mann aus Afghanistan. Man dürfe Probleme nicht verschweigen, etwa beim Frauenbild von Flüchtlingen. Aber die Reaktionen in sozialen Netzwerken seien "ekelerregend", sagte Salomon im DLF.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Parteitag  CDU will strengeren Kurs in der Asylpolitik | mehr

Kulturnachrichten

Teil des Mailänder Ricordi-Archivs ist online einsehbar  | mehr

Wissensnachrichten

Ernährung  Männer essen in Gesellschaft mehr | mehr