Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Syrien vom Internet abgekoppelt

Hintergrund unklar - Kämpfe bei Damaskus

Syriens Hauptstadt Damaskus
Syriens Hauptstadt Damaskus

Vielerorts funktionieren auch die syrischen Handynetze nicht mehr. Ob die Regierung oder Regimegegner hinter dem Ausfall stecken, ist nicht bekannt. Unterdessen toben nahe dem Flughafen Damaskus heftige Kämpfe.

Korrespondenten in Syrien berichten, schon mehrmals im Verlauf des Bürgerkriegs sei das Internet in manchen Gebieten bewusst von der Regierung gestört worden, meist parallel zu Armeeoffensiven. Dass hingegen im ganzen Land das Netz blockiert ist, scheint ein Novum.

Syrien sei um die Mittagszeit aus dem Netz verschwunden, teilten zwei US-Netzwerkfirmen mit. Das betrifft neben dem stationären Internetzugang auch den Betrieb von Smartphones. In weiten Teilen des Landes ist zudem der Mobilfunk gestört, wie Oppositionsanhänger berichten. Teilweise seien auch Telefonate über das Festnetz unmöglich.

Was der Blackout bedeutet, ist noch nicht eindeutig zu sagen. Während die US-Spezialfirmen Syriens Regierung verdächtigen, den Netzausfall als taktische Waffe gegen die Rebellen zu verwenden, erklärte der syrische Informationsminister, für den Ausfall seien militante Regimegegner verantwortlich.

Flughafen Damaskus blockiert

Aus der Nähe von Damaskus werden heute heftige Kämpfe zwischen Armee und Rebellen gemeldet. Syrische Behörden haben die Zufahrt zum internationalen Flughafen der Hauptstadt blockiert. Die Verbindungsstraße führt durch ein von Rebellen dominiertes Gebiet südöstlich von Damaskus.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet darüber hinaus Kämpfe in einer Reihe von anderen Regionen, darunter in Aleppo. Bei einem Luftangriff auf die zweitgrößte Stadt des Landes seien mindestens 15 Menschen getötet worden.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:02 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:10 Uhr Deutschland heute

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:07 Uhr Kompressor

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Brexit-Verhandlungen"Hand ausstrecken haben wir ja dauernd gemacht"

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (AFP/Matthew Mirabelli)

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat das britische Versprechen begrüßt, EU-Bürger nach dem Brexit nicht auszuweisen. "Alles andere wäre ja eine Kampfansage an die Europäische Union gewesen", sagte Asselborn im Dlf. Die knallharte europhobe Stimmung wie vor der britischen Parlamentswahl sei verflogen.

Muslimische DistanzierungsritualeGuter Moslem, böser Moslem

Männer beten auf einer Kundgebung gegen Islamophobie und Rassismus in Berlin. (imago / Christian Ditsch)

Ein Zeichen gegen den Terror wollten Muslime setzen, sich vom Extremismus distanzieren. Doch im Streit um das richtige Signal offenbaren die Verbände der muslimischen Community vor allem eins: ihre chronische Selbstbeschäftigung, meint Islamwissenschaftler Fabian Köhler.

SNAPCHATSnapMaps soll Instagram abhängen

Snapchat hat mit Instagram-Stories harte Konkurrenz. Jetzt hat Snap Inc. das Startup Zenly gekauft. Einen Kartendienst.

Vermeintliches WundermittelMediziner lehnt Methadon in der Krebstherapie ab

Durch ein Mikroskop ist der Anreicherungsprozess von Nanopartikeln in Krebszellen zu sehen. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild)

Ein Wundermittel gegen Krebs? Derzeit wird in den Medien über den Einsatz von Methadon im Kampf gegen Krebs diskutiert. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Lukas Radbruch, hält davon allerdings wenig.

documenta-echo: Irena HaidukUniformen für die Freiheit

Sechs schwarz gekleidete frauen schreiten in zwei Dreierreihen vor dem Fridericianum. Auf dem kopf balancieren sie jeweils ein Buch. (Deutschlandradio / Änne Seidel)

Ein schlichtes Kleid, dazu ergonomische Schuhe: "Yugoform" nennt die serbische Künstlerin Irena Haiduk die Kleidung, die sie auf der documenta zum Kauf anbietet - eine bequeme Uniform für die arbeitende Frau und Teil ihrer documenta-Arbeit "Seductive Exacting Realism".

Vor 50 JahrenKZ-Kommandant Franz Stangl wird an die BRD ausgeliefert

Der ehemalige Kommandant der Vernichtungslager Treblinka und Sobibor, Franz Stangl (r) wird am 23. Juni 1967 von einem Polizeibeamten zum Flughafen nach Rio de Janeiro (Brasilien) gebracht, um an die Bundesrepublik ausgeliefert zu werden. Franz Stangl, der nach dem Zweiten Weltkrieg über Italien und Syrien 1951 nach Brasilien emigrierte und dort unter seinem Namen in einem Zweigwerk des Volkswagenwerkes arbeitete, wurde von Simon Wiesenthal aufgespürt und 1967 an die Bundesrepublik ausgeliefert. (picture alliance / dpa / UPI)

Franz Stangl war für den Tod von nahezu einer Million Juden verantwortlich. Nach Kriegsende flüchtete der KZ-Kommandant nach Syrien, kurz darauf nach Brasilien. Nach jahrelanger Suche wurde er gefasst und vor 50 Jahren an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

EU-Streit um Flüchtlinge  Juncker hat wenig Hoffnung auf Lösung | mehr

Kulturnachrichten

Ist Robert Del Naja doch Banksy?  | mehr

 

| mehr