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Syrien vom Internet abgekoppelt

Hintergrund unklar - Kämpfe bei Damaskus

Syriens Hauptstadt Damaskus
Syriens Hauptstadt Damaskus

Vielerorts funktionieren auch die syrischen Handynetze nicht mehr. Ob die Regierung oder Regimegegner hinter dem Ausfall stecken, ist nicht bekannt. Unterdessen toben nahe dem Flughafen Damaskus heftige Kämpfe.

Korrespondenten in Syrien berichten, schon mehrmals im Verlauf des Bürgerkriegs sei das Internet in manchen Gebieten bewusst von der Regierung gestört worden, meist parallel zu Armeeoffensiven. Dass hingegen im ganzen Land das Netz blockiert ist, scheint ein Novum.

Syrien sei um die Mittagszeit aus dem Netz verschwunden, teilten zwei US-Netzwerkfirmen mit. Das betrifft neben dem stationären Internetzugang auch den Betrieb von Smartphones. In weiten Teilen des Landes ist zudem der Mobilfunk gestört, wie Oppositionsanhänger berichten. Teilweise seien auch Telefonate über das Festnetz unmöglich.

Was der Blackout bedeutet, ist noch nicht eindeutig zu sagen. Während die US-Spezialfirmen Syriens Regierung verdächtigen, den Netzausfall als taktische Waffe gegen die Rebellen zu verwenden, erklärte der syrische Informationsminister, für den Ausfall seien militante Regimegegner verantwortlich.

Flughafen Damaskus blockiert

Aus der Nähe von Damaskus werden heute heftige Kämpfe zwischen Armee und Rebellen gemeldet. Syrische Behörden haben die Zufahrt zum internationalen Flughafen der Hauptstadt blockiert. Die Verbindungsstraße führt durch ein von Rebellen dominiertes Gebiet südöstlich von Damaskus.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet darüber hinaus Kämpfe in einer Reihe von anderen Regionen, darunter in Aleppo. Bei einem Luftangriff auf die zweitgrößte Stadt des Landes seien mindestens 15 Menschen getötet worden.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:02 Uhr

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