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"Tankstelle des Glaubens"

Zehntausende bei der Eröffnung des Kirchentages

Leitwort des Kirchentages ist das biblische Motto "Soviel du brauchst".  (dpa / Angelika Warmuth)
Leitwort des Kirchentages ist das biblische Motto "Soviel du brauchst". (dpa / Angelika Warmuth)

In Hamburg hat der 34. Evangelische Kirchentag begonnen. Bundespräsident Gauck erklärte, die Veranstaltung zeige, dass die Menschen die Gesellschaft mitgestalten wollten.

<p>Zehntausende Gläubige kamen zum Auftakt zeitgleich auf Fischmarkt, Reeperbahn, Rathausmarkt und Strandkai zusammen. Im Hafen ertönten die Signalhörner zahlreicher Schiffe. Zu dem fünftägigen Kirchenfest haben sich fast 117.000 Dauerteilnehmer angemeldet. <br /><br />Bundespräsident Joachim Gauck sagte zum Auftakt, Veranstaltungen wie der Kirchentag zeigten, dass Christen nicht nur in der Gesellschaft leben, sondern sie mitgestalten wollten. Der Präsident riet der Politik, die Themen, Forderungen und Impulse des Kirchentages aufzunehmen, wie <a class="link_audio_beitrag" href=" http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/05/01/dlf_20130501_1831_cc648708.mp3" title="Bericht von Rainer Brandes im Deutschlandfunk (MP3-Audio)"> wie Rainer Brandes aus Hamburg </a> berichtet. "Das sollte die Gesellschaft zur Kenntnis nehmen und ernsthaft prüfen", betonte Gauck.<br /><br />Unmittelbar vor Eröffnung des Kirchentages hatte dessen Präsident Gerhard Robbers zur Überwindung der weltweiten Armut aufgerufen. "Es ist unerträglich, wenn durch Spekulation mit Lebensmitteln die Ärmsten hungern müssen", erklärte Robbers. "Wir müssen denen beistehen, die nicht haben, was sie brauchen", sagte der Trierer Verfassungsrechtler. Dabei müsse nicht nur die Armut an materiellen Gütern, sondern auch die Armut an Gemeinschaft, an Hoffnung und an religiöser Erfüllung überwunden werden. Zugleich bezog Robbers auch Stellung in der aktuellen <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="245288" text="Steuerdebatte" alternative_text="Steuerdebatte" />: "Steuerflucht muss aufhören".<br /><br />Die gastgebende evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs wies auf die soziale Spaltung in der Hansestadt hin. Obwohl Hamburg eine reiche Stadt sei, müssten viele Familien ihre Kinder mit einem Hartz-IV-Budget großziehen. Sie wünsche sich, dass auf dem Kirchentag konkrete Ideen gegen Armut formuliert werden. Die Gesellschaft brauche dringend eine Schranke gegen Lohndumping, Tarifflucht und Niedriglohnkonkurrenz.<br /><br /></p><p><strong>"Soviel Du brauchst"</strong></p><p><papaya:media src="36b2c0a76736d5a9ea14d87da5e0254f" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Ein Hamburger Kiosk wirbt mit einem &quot;Grüß Gott&quot; um Biertrinker." popup="yes" /><br />Mehr als 2500 Veranstaltungen von Bibelarbeiten und Gottesdiensten über Podiumsdiskussionen bis hin zu Popkonzerten und Theateraufführungen sind geplant. Leitwort des Kirchentages ist das biblische Motto "Soviel du brauchst". Drei Themenschwerpunkte sind vorgesehen: verantwortungsvolles Wirtschaften, Inklusion und interreligiöser Dialog. Die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär, sagte, der "Kirchentag ist Tankstelle des Glaubens und Sprungbrett für politisches Engagement". <br /><br />Alle zwei Jahre versammeln sich zum Kirchentag Christen in einer deutschen Stadt, "um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Welt nachzudenken", so das offizielle Leitbild auf der <papaya:link href="http://www.kirchentag.de/startseite.html" text="Internetseite" title="34. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg" target="_blank" />.<br /><br /><div style="margin:0 10px 10px 0; padding: 1em; background-color: #e8c9bf; text-align:left"><em>Programmhinweis:</em><br><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="245219" text="Evangelischer Kirchentag in Hamburg bei Deutschlandradio Kultur" alternative_text="Evangelischer Kirchentag in Hamburg bei Deutschlandradio Kultur" /></div></p>


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"Soviel du brauchst"

 

Externe Links:

34. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:10 Uhr

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