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Till Haase

"Was ich machen möchte: Radio"

schwarz-weißes Portraitfoto von Till Haase
Till Haase (Deutschlandradio)

Hallo, guten Tag, ich bin Till Haase und moderier‘ seit Februar die Sendung ›Schaum oder Haase‹ bei DRadio Wissen. (Betonung auf ›oder‹, entweder ist Marlis Schaum im Studio oder ich. Eine Art Sicherheitsmaßnahme, man kann sich das vorstellen, wie in der Schule früher: Wir sind auseinandergesetzt worden, damit wir nicht die ganze Zeit miteinander quatschen.)

Till Haase ist freier Moderator bei DRadio Wissen

Was meinen neuen Job angeht, bin ich noch ein wenig gespalten: Ich moderier' zum ersten Mal eine Sendung, die meinen Namen trägt. Das find' ich stark. Aber ich geh' auch fast nicht mehr mit Marlis ins Kino, weil immer jemand von uns beiden arbeiten muss. Das find' ich überhaupt nicht gut.

Kino ist nämlich wichtig fürs gute Leben, find' ich. Genauso wie anderer Input in Form von Büchern, Nachrichtenseiten, Musik, Kleinanzeigen und vor allem: Reisen. Ansonsten starre ich sehr gern auf Leute oder einfach in der Gegend herum und bin jederzeit dankbar für einen Hinweis, sollte mein Mund dabei offen stehen.

Ich bin im Münsterland aufgewachsen und hab' die vergangenen 16 Jahre vor allem in Köln und ein bisschen in Hamburg, Berlin, München und New York gelebt. 16 Jahre, in denen ich mein Glück als Werbetexter versucht, einige Lücken in meinem Lebenslauf angehäuft und endlich an der Deutschen Journalistenschule in München gefunden habe, was ich machen möchte. Radio. Erst beim Bayerischen, dann beim Westdeutschen Rundfunk, seit 2010 zum Programmstart bei DRadio Wissen.

Als ich damals zum ersten Mal von der Bushaltestelle kommend auf das Hochhaus zugelaufen bin, in dem der Deutschlandfunk schon produzierte und DRadio Wissen sich gerade anschickte loszulegen, hatte ich einen Heidenrespekt. Nicht nur wegen des fantastischen Programms, das ja schon in blau gemacht wurde, sondern auch wegen des Bauwerks selbst – ein großer, furchteinflößender grau-schwarzer Klotz von einem Gebäude. Drei Fragen haben mich damals auf den letzten Metern zum Eingang beschäftigt: Vermag dieses Ding auch nach einem Weltuntergang zu senden? Hat das ein Architekt geplant oder der BND? Und: Auf welcher Etage hat wohl Darth Vader sein Büro?

Vier Jahre später ist der Respekt nicht kleiner geworden; was die drei Fragen angeht, bin ich allerdings auch kein Stück schlauer. Die Kollegen beschäftigen sich halt lieber mit relevanten Themen, um Euch das Programm für eine gute Zeit zu liefern. Eine Zeit, in der Ihr all die Informationen kriegt, die Ihr braucht, um den Tag zu überstehen (und die Euch im Idealfall auch noch am nächsten Tag beschäftigen) – unterbrochen nur von sehr, sehr guter Musik. Zum Beispiel bei ›Schaum oder Haase‹, werktags ab 6.30 Uhr.

Till Haase

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