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Tops und Flops auf dem Parkett

Die spektakulärsten Börsengänge der letzten Jahre

Von Aglaia Dane

Ein Händler schaut in der Börse in Frankfurt am Main auf seine Monitore.
Ein Händler schaut in der Börse in Frankfurt am Main auf seine Monitore. (picture alliance/ dpa/ Frank Rumpenhorst)

Facebook geht mit einer Rekordsumme an die Börse. Einige Experten befürchten eine Blase. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Unternehmen spektakulär startet - und dann tief fällt. Ein Blick zurück in die Geschichte der Börsen-Hypes.

Für Aufsehen in der Börsenwelt sorgte zuletzt: Google. Die Internet-Suchmaschine ging 2004 an die Wall Street. Ähnlich wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gaben sich die Google-Chefs damals selbstbewusst. Doch kurz vor dem Start gab es Pannen, der Börsengang verzögerte sich, sie mussten ihre Kursspanne senken. Als es losging, nahm Google knapp zwei Milliarden Dollar ein. Weniger als erhofft, dennoch war es der bis dahin größte Börsengang einer Internet-Firma.

Zurzeit ist Google mehr als 200 Milliarden Dollar Wert. Das Unternehmen steht gut da und viele sprechen von einer neuen Goldgräberstimmung in der Internetbranche. Dafür steht zum Beispiel das Karriere-Netzwerks Linkedin, das vor einem Jahr an die Börse gegangen ist und zwischenzeitlich mehr Wert war als die Lufthansa. Gut läuft es auch für das deutsche Pendant Xing. Als weiterer Börsenstar wurde im Herbst das Schnäppchen-Portal Groupon gehandelt – doch momentan herrscht Ernüchterung. Seit dem Börsenstart ist der Wert der Groupon-Aktie um die Hälfte gesunken.

Doch nicht nur Internetfirmen haben in den vergangenen Jahren auf dem Parkett von sich Reden gemacht. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 ging die die Kreditkartenfirma Visa an die Börse - und nahm knapp 20 Milliarden Dollar ein. Es war der bis dahin größte Börsengang in der US-Geschichte.

Vor zwei Jahren kam der Autokonzern General Motors nah an diesen Rekord heran. Beachtlich daran: nur knapp anderthalb Jahre zuvor hatte GM Konkurs angemeldet. Der Staat holte den Autobauer aus der Krise – die amerikanische Regierung wurde größter Anteilseigner. Größer als die Börsengänge von Visa und GM waren weltweit bisher lediglich die dreier chinesischer Finanzkonzerne.

In Deutschland ist besonders der Börsen-Start der Telekom in Erinnerung geblieben. Im November 1996 wurde die T-Aktie erstmals am Markt platziert – es war der bislang größte Börsengang Deutschlands. Die Telekom bekam für die Anteile umgerechnet rund 12,5 Milliarden Dollar. Angeheizt hatte das Börsenfieber eine groß angelegte Marketing-Kampagne, in der die Telekom-Anleihen als Volksaktien beworben wurden. Das Gesicht dieser Kampagne war der Schauspieler Manfred Krug, der sein Engagement für T-Aktie in Nachhinein bereute. Denn nach dem Raketenstart stürzte der Kurs der Telekom schon wenige Tage später ab. Es folgten Jahre des Auf und Ab. Kleinverleger verloren eine Menge Geld und klagten gegen den ehemaligen Staatskonzern.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:52 Uhr

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