Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Triple perfekt: FC Bayern zittert sich in die Geschichtsbücher

Rummenigge: Jetzt kommt "Vollgas bis zum Abwinken"

Spieler des FC Bayern münchen lassen Trainer Jupp Heynckes hochleben (Fotograf: Luo Huanhuan - dpa picture alliance)
Spieler des FC Bayern münchen lassen Trainer Jupp Heynckes hochleben (Fotograf: Luo Huanhuan - dpa picture alliance) (picture alliance / dpa)

Alle Enttäuschung der letzten Saison ist vergessen: Nach drei zweiten Plätzen im letzten Jahr glückte dem FC Bayern nun etwas, das es im deutschen Herren-Fußball noch nie gab: Der gleichzeitige Gewinn von Champions-League-Titel, Meisterschaftsschale und DFB-Pokal.

Mit seinem Sieg am Samstag im DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart (3:2) hat der FC Bayern München Fußballgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal gelang einem deutschen Klub das Triple. Für die Münchener geht damit eine Saison der Superlative zu Ende, für Trainer Jupp Heynckes ist es ein majestätisches Ade.

Noch am späten Abend präsentierten sich die Bayern-Stars mit Champions-League-Pott, Meisterschale und DFB-Pokal im Berliner Bankettsaal, wo Edelfans auch den Supercup bestaunen konnten. "Was wir heute Abend erlebt haben, ist etwas Historisches", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, und lobte den scheidenden Trainer Jupp Heynckes in den höchsten Tönen. Er habe einen fantastischen Job gemacht, mit ihm gehe ein "großer Freund".

"Jupp, Jupp, Jupp"

Zuvor hatte es bereits vor 75.420 ausverkauften Rängen im Olympiastadion "Jupp, Jupp, Jupp" Sprechchöre geschallt. Thomas Müller (37. Minute/Foulelfmeter) und der Ex-Stuttgarter Mario Gomez (48./61.) sicherten den Bayern den 16. Pokalsieg ihrer Vereinsgeschichte. Zwei Gegentreffer von Martin Harnik (71./80.) ließen die Schlussphase noch einmal zur Zitterpartie werden, doch am Ende rettete sich der FCB ins Ziel.

"Es waren anstrengende Monate, aber wir haben uns in den vergangenen Wochen dafür belohnt", resümierte Kapitän Philipp Lahm nach dem Spiel. Auch Franz Beckenbauer, Ehrenpräsident des FC Bayern München, zollte dem Team seinen Respekt: "So eine Harmonie habe ich beim FC Bayern noch nie erlebt, das war wirklich ein Ausnahmejahr."

Niedergeschlagenheit dagegen beim VfB Stuttgart: Sportdirektor Fredi Bobic nahm seine Mannschaft in Schutz: "Die Jungs können sehr stolz darauf sein, was sie geleistet haben." Die Mannschaft besäße zudem eine unglaubliche Mentalität.

Heynckes will Zukunftspläne am Dienstag verkünden

Damit stehen eine Woche nach der Champions-League-Feier von London bei den Münchenern schon wieder alle Zeichen auf Party-Marathon: "Wir starten jetzt Feuer frei. Wir geben Vollgas bis zum Abwinken", so Rummenigge. Nachdem Heynckes gleich auf dem Stadionrasen mehrere Bierduschen über sich ergehen lassen musste, bezeichnete er das Triple als "Super-Geschenk" seiner Mannschaft. Er kündigte an, sich am Dienstag bei der angesetzten Abschlusspressekonferenz an der Säbener Straße zu seiner Zukunft äußern zu wollen.

Am heutigen Sonntag wird die Mannschaft des FC Bayern zu einer Bustour durch die Münchener Innenstadt erwartet. Gegen 16:00 Uhr soll dann der traditionelle Empfang auf dem Rathaus-Balkon erfolgen. Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) teilte bereits über das Internet seine Glückwünsche mit: "Mir san mir! Und uns kon koana! Erstmalig und einmalig - eben BAYERN!" schrieb er am Samstagabend auf seiner Facebook-Seite. Bereits vor dem Pokalfinale galt der FC Bayern München laut einer Studie von Brand Finance als die teuerste Fußball-Marke der Welt (668 Millionen Euro).


Mehr zum Thema auf dradio.de

Zwischen Jubel, Trost und Erlösung - Gauck gratuliert Champions-League-Sieger FC Bayern

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 02:07 Uhr Konzertmomente

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Stichwahl in BrasilienSchlammschlacht vor laufender Kamera

Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff.

Brasilien steht vor der Stichwahl um das Präsidentenamt und der Wahlkampf artet zu einer politischen Schlammschlacht aus. In den Fernsehduellen zwischen Amtsinhaberin Dilma Roussef und Herausforderer Aécio Neves lässt niemand auch nur ein gutes Haar am anderen.

Vor 58 Jahren Hitler für tot erklärt

1956. Hitler ist tot. Eigentlich schon lange. Doch erst heute vor 58 Jahren wird er offiziell von Amtsgericht Berchtesgaden für tot erklärt. Kurz zuvor sind Zeugen aus dem ehemaligen Führerbunker aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt und können nun sein Ableben bezeugen.

Armin PetrasWie man das Herz der Schwaben erobert

Armin Petras, Intendant am Schauspiel Stuttgart, aufgenommen am 6.6.2013

Seit einem Jahr leitet der ehemalige Maxim-Gorki-Intendant Armin Petras das Schauspiel in Stuttgart. Es war ihm wichtig, diese neue Stadt und ihr Publikum zu erobern. Wie ihm das gelungen ist, verrät er im Interview.

Abel Gance Zwischen Heroisierung und Anklage

Der französische Regisseur Abel Gance (r) während der Dreharbeiten zu seinem Film "Napoleon" im Jahr 1926.

Vor 125 Jahren wurde der französische Filmpionier Abel Gance geboren. Er drehte den ersten Antikriegsfilm der Geschichte, später allerdings auch ein verklärendes Epos über Napoleon. Schon damals sah er im Film "das größte Medium des menschlichen Geistes".

IndienDas Milliardengeschäft mit dem Sandraub

Eine Mann watet aus dem Wasser, auf dem Rücken trägt er einen Eimer voll Sand.

Wer baut, braucht Sand. In einem Land wie Indien mit stets wachsenden Super-Metropolen ist illegaler Sandabbau ein lukratives Geschäft. Das Geld fließt schnell. Alles, was notwendig ist, sind ein Lkw und ein paar Männer. Doch wird das zum Problem für Mensch und Umwelt. 

Milliarden-Nachzahlung"Briten wussten, was auf sie zukommt"

Monika Hohlmeier, Tochter des ehemaligen Verteidigungsministers und Ministerpräsidenten von Bayern, Franz-Josef Strauß.

Die CSU-Europapolitikerin Monika Hohlmeier hat kein Verständnis für den Unmut des britischen Premiers Cameron. Er lehnt die von der EU-Kommission geforderte Nachzahlung in Höhe von 2,1 Milliarden Euro ab. Großbritannien habe selbst jahrelang von der Regelung profitiert, sagte Hohlmeier im DLF.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Ukraine  wählt ein neues Parlament | mehr

Kulturnachrichten

Georg-Büchner-Preis an Jürgen Becker:  Festakt im Staatstheater Darmstadt | mehr

Wissensnachrichten

Ello  Anti-Facebook schreibt Werbe-Verzicht fest | mehr