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Tunesiens Ministerpräsident tritt zurück

Mohammed Ghannouchi gibt nach Protesten sein Amt auf

Mohamed Ghannouchi (picture alliance / dpa)
Mohamed Ghannouchi (picture alliance / dpa)

Tunesien kommt nicht zur Ruhe: Seit Freitag demonstrieren tausende Menschen gegen die amtierende Übergangsregierung. Deren Chef Mohammed Ghannouchi hat nun seinen Rücktritt erklärt.

Bei den jüngsten Straßenkämpfen in der tunesischen Hauptstadt Tunis sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der Leiter der Übergangsregierung des Landes, Ministerpräsident Mohammed Ghannouchi, hat sich nun dem Druck der Straße gebeugt und ist von seinem Posten zurückgetreten.

Nach der Flucht des tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali hatte Ghannouchi im Januar eine Regierung der nationalen Einheit gebildet. Bereits unter Ben Ali war Ghannoucchi elf Jahre lang Premierminister. Vielen Demonstranten gilt der 69-Jährige daher als Relikt des alten Regimes.

Alle Beiträge auf dradio.de zu den Krisen im Nahen und Mittleren Osten lesen Sie in unserem Portal "Der arabische Aufstand"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr

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