Miteinander leben

(Deutschlandradio/Bertelsmann)

 

Diskussionsreihe über "Perspektiven durch Einwanderung" in Deutschland und Österreich

Europa ist im Jahr 2015 mit einer Reihe schockierender Ereignisse konfrontiert worden. Die Anschläge auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo", im November dann an vielen Stellen in Paris und der fortwährende Krieg in Syrien und Irak verunsichern die europäischen Gesellschaften. Die Ankunft von mehr als einer Million Flüchtlinge in Europa hat eine Willkommenskultur geweckt, aber die massenhaften sexuellen Übergriffe gegen Frauen durch Einwanderer in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten haben große Ängste hervorgerufen.

Deutschlandradio und die Bertelsmann-Stiftung wollen in Kooperation mit dem ORF eine vertiefte Diskussion über die Folgen dieser Ereignisse eröffnen – mit einer Reihe von Studien, Podiumsgesprächen und Hintergrundsendungen zum Thema. Im Kern geht es um die andere Seite der von Ängsten und Sorgen geprägten Debatte zur Einwanderung aus islamisch geprägten Staaten: Welche Chancen und Perspektiven erwachsen aus der Migration ins viel zitierte "christliche Abendland"?

Wir versuchen, den Blick gleichzeitig zu weiten und zu schärfen, indem wir nicht nur auf die Situation in Deutschland blicken, sondern auch in Österreich. Beide Länder stehen vor der Herausforderung, eine große Anzahl von Flüchtlingen zu integrieren, Wohnung und Arbeit für sie zu finden.

Es geht aber auch um ideelle Integration: Wie verändert sich die deutsche und die österreichische Identität durch die Einwanderer? Welche Prinzipien gelten in den beiden mitteleuropäischen Gesellschaften? Prägen Leitkultur oder Multikulturalismus Politik und Gesellschaft? Und welche historischen Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland erschweren oder erleichtern Integration?

Besonderes Gewicht messen wir der Rolle der Religion bei. Spielt die Religion bei der Integration der Einwanderer tatsächlich nur eine destruktive, trennende Rolle? Kann sie verbinden und befrieden? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft? Kann interreligiöser Dialog auf dem gesellschaftlichen und politischen Feld Brücken bauen – für den sozialen Frieden innerhalb von Österreich, Deutschland, Europa und für den Frieden zwischen Europa und den muslimisch geprägten Staaten?

Zu dieser Diskussion gehört auch die Frage, gehört der Islam zu Europa? Muslime lösen in der Mehrheitsbevölkerung oft Unbehagen aus. Kann sich das ändern? Kann der Islam zur gelebten Normalität in Deutschland und Österreich werden? Welchen Umgang mit Vielfalt brauchen unsere pluralen Gesellschaften, damit religiöse Bräuche nicht zum Ausschlusskriterium werden – und wo sind die Grenzen? Wie versteht ein sogenannter europäischer Islam die Scharia und den Dschihad?

Die Bertelsmann-Stiftung steuert zu jedem der drei Themen einen Debattenbeitrag bei, der zur inhaltlichen Vorbereitung der Diskussion dient. Die Studien können jeweils drei Tage vor Beginn der Veranstaltung über die Seiten bertelsmann-stiftung.de oder deutschlandradio.de abgerufen und kommentiert werden.

Wir möchten Sie einladen, schon vor der Podiumsveranstaltung in die Diskussion einzusteigen und den Debattenbeitrag zu kommentieren:
http://www.deutschlandfunk.de/miteinander-leben-untergang-des-abendlandes.2011.de.html?dram:article_id=346798 (Die Kommentarfunktion ist am Ende des Artikels zu finden)

Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur senden ausführliche Hintergrundbeiträge zum Thema und direkt anschließend die Podiumsdiskussion. Im Kanal "Dokumente und Debatten" (im Digitalradio und im Internet unter deutschlandradio.de/dokumente-und-debatten) können Sie die Diskussionen live verfolgen.

Der Kultur- und Informationssender ORF III überträgt die Debatte über "Friede durch Kreuz und Koran?" im Fernsehen.

An dem Projekt beteiligt sind neben Sebastian Engelbrecht, Anne Françoise Weber, Winfried Sträter, Doris Simon, Barbara Roth und Burkhard Birke.
Wir freuen uns auf Diskussionen mit Perspektive.

 

Friede durch Kreuz und Koran? – Das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik heute

Aufzeichnung: Montag, 9. Mai 2016, 18.30 Uhr, RadioKulturhaus, Wien

Sendetermine: Deutschlandfunk Kultur, "Zeitfragen" am Mittwoch, 11. Mai, 19.07 Uhr
                         Fernsehprogramm ORF III, Mittwoch, 11. Mai, 21.05 Uhr

 

Auf dem Weg zum europäischen Islam – Zusammenleben in pluralen Gesellschaften

Aufzeichnung: Freitag, 3. Juni 2016, 11 Uhr, Bertelsmann-Repräsentanz, Berlin

Sendung: Deutschlandfunk Kultur, "Religionen am Sonntag", 5. Juni, 14.05 Uhr

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