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UN-Sicherheitsrat genehmigt Militäreinsatz in Mali

Kampf gegen Islamisten im Norden des Landes

Flüchtlinge in Mali
Flüchtlinge in Mali (picture alliance / dpa / EPA / Tanya Bindra)

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig eine Resolution verabschiedet, die den Weg zu einer Militärintervention in Mali ebnen könnte. Innerhalb von 45 Tagen soll die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) Pläne für einen Einmarsch vorlegen.

Der Sicherheitsrat appellierte an die Regierung in Bamako und an die Rebellen, "glaubwürdige Verhandlungen" zu beginnen. Die USA erklärten, sie befürworteten eine Intervention. Allerdings müsse sichergestellt werden, dass die Demokratie in der Hauptstadt Bamako zuvor wiederhergestellt werde.

Im März hatten Tuareg-Rebellen und Islamisten der Gruppe Ansar Dine den langjährigen Präsidenten Amadou Toumani Touré gestürzt und den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Anschließend wiederum vertrieben die Islamisten die Tuareg aus den meisten Städten, führten das islamische Recht der Scharia ein und tyrannisierten die Zivilbevölkerung.

Flüchtlingswelle in Richtung Süden

Einige der 16 berühmten Schreine in einer Moschee in Timbuktu wurden schon zerstörtBedrohtes Weltkulturerbe - Schrein in Timbuktu (picture alliance / dpa / Evan Schneider)Ende Juni zerstörten Anhänger von Ansar Dine zahlreiche Heiligen-Mausoleen in Timbuktu, die zum Weltkulturerbe der UNESO zählen. Nach Ansicht der Islamisten verstößt die Verehrung der Heiligen gegen den Islam. Ansar Dine werden Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida im Maghreb nachgesagt.

Die Regierung Malis hatte formell um militärische Hilfe aus dem Ausland unter UN-Mandat gebeten. Die ECOWAS hatte sich daraufhin bereit erklärt, Truppen zu entsenden. Menschenrechtsaktivisten werfen der Gruppierung Vergewaltigungen und Menschenhandel vor. Seit März sollen fast 500.000 Menschen aus der Krisenregion geflohen sein.



Mehr zum Thema:

Helfer ohne Hilfe in Somalia (Weltzeit im DeutschlandRadio Kultur)

Flucht aus Mali (Eine Welt im Deutschlandfunk)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:59 Uhr

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