Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

UNO-Sicherheitsrat verschärft Sanktionen gegen Nordkorea

Pjöngjang droht den USA

Die nordkoreanische Flagge hängt im Olympischen Dorf in London (picture alliance / dpa / Yohnap)
Die nordkoreanische Flagge hängt im Olympischen Dorf in London (picture alliance / dpa / Yohnap)

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat erneut Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verhängt. Der Grund: Der Atomwaffentest im Februar. Die USA reagierten unterdessen gelassen auf Drohungen aus Pjöngjang.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in New York, die Sanktionen seien eine klare Botschaft der Staatengemeinschaft, das Streben Nordkoreas nach Atomwaffen nicht hinzunehmen. Das UNO-Gremium hatte die Resolution einstimmig verabschiedet. Darin ist von "ernster Besorgnis" die Rede. Für den Fall eines erneuten Versuchs drohte der Sicherheitsrat mit "weiteren bedeutenden Maßnahmen". Hintergrund ist der Atomwaffentest vom Februar.

Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen nordkoreanische Diplomaten und den Zahlungsverkehr in dem abgeschotteten Land. Der Sicherheitsrat untersagte außerdem die Einfuhr bestimmter Luxusgüter wie Autos, Juwelen und Yachten. Ferner wurden nordkoreanische Firmen und Regierungsvertreter, die an dem Rüstungsprogramm beteiligt sein sollen, mit Reisebeschränkungen und dem Einfrieren ihrer Auslandsguthaben belegt.

Drohungen gegen Washington

Die UNO-Botschafterin der USA, Susan Rice, erklärte, die Sanktionen würden das Land "hart" treffen und weiter isolieren. Chinas UNO-Botschafter Li Baodong nannte die Resolution einen "wichtigen Schritt nach vorn". Zugleich rief er dazu auf, die Verhandlungen mit Nordkorea wieder aufzunehmen.

Kurz zuvor hatte die Führung in Pjöngjang eine scharfe Drohung an die USA gerichtet. "Solange die USA einen Atomkrieg anstreben, haben unsere revolutionären Streitkräfte das Recht auf einen präventiven Erstschlag." Washington reagierte darauf mit Gelassenheit. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte in Washington, die Vereinigten Staaten seien voll und ganz in der Lage sich zu verteidigen. Zudem seien die Angriffsdrohungen aus Pjöngjang nicht neu. Nordkorea habe bereits häufiger bewiesen, nicht an der Verbesserung internationaler Beziehungen interessiert zu sein. "Nordkorea wird mit seinen Provokationen gar nichts erreichen", sagte UNO-Botschafterin Rice. "Diese werden das Land nur weiter isolieren und internationale Friedensbemühungen untergraben."

Mehr zum Thema auf dradio.de:

EU verschärft Sanktionen gegen Nordkorea - Außenminister beschließen Einreise- und Importverbote
Möglichkeiten durch Sanktionen "sind begrenzt" - CDU-Politiker Polenz kritisiert Nordkoreas jüngsten Atomwaffentest (Deutschlandfunk)
CDU-Europapolitiker zu Nordkorea: Atomtest war eine MachtdemonstrationHerbert Reul sieht Rückschlag in der Annäherung zu südkoreanischen Nachbarn (Deutschlandradio Kultur)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:07 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Presseschau

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 08:50 Uhr Buchkritik

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Jens Spahn (CDU)"Rechtliche Hürden für Abschiebungen abbauen"

Jens Spahn, CDU-Präsidiumsmitglied (picture alliance / Rolf Vennenbernd / dpa)

Jeder, der nicht vor Krieg und Verfolgung flüchte, müsse wieder aus Deutschland ausreisen, sagte CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn im Deutschlandfunk. Dafür müssten auch rechtliche Hürden für Abschiebungen abgebaut werden, wie sie etwa durch ärztliche Atteste entstünden.

Big Data und PsychometrieInternetdaten als Wahlkampfhelfer?

Donald Trump während seiner Rede in New York nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl (AFP/ Mandel Ngan)

Hat Donald Trump den US-Wahlkampf aufgrund der gezielten Auswertung von Internet-Profilen gewonnen? Ein Artikel aus dem Magazin des Schweizer Tagesanzeigers legt genau das nahe. Für den Netzaktivisten Markus Beckedahl greift die Erklärung allerdings zu kurz.

SCHNELLER AN DER KASSESpeed-Shopping

Immer erwischt ihr die langsamste Schlange im Supermarkt? Wir haben uns schlau gemacht, wie es wirklich schneller an der Kasse geht.

Entschädigungs-Urteil für AtomkonzerneTrittin: "Krachende Niederlage" für Ausstiegsgegner

Der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Entschädigungen für Energiekonzerne grundsätzlich begrüßt. Die Entscheidung sei eine "krachende Niederlage" für diejenigen, die versucht hätten, den Atomausstieg für verfassungswidrig zu erklären, sagte Trittin im DLF.

FrauenrechteEine freie Frau treibt nicht ab

Frauen demonstrieren für das Recht auf Abtreibung in Warschau. (imago/Pacific Press Agency)

Tausende von Frauen gehen für ihre Selbstbestimmung, etwa in Polen, auf die Straße. Radikale Konservative fürchteten, dass sie ohne staatliche oder kirchliche Kontrolle ihre Babys töten würden, sagt Gesine Palmer. Dabei würden wirklich freie Frauen anders entscheiden.

Mordfall Freiburg"Man darf nicht den Umkehrschluss ziehen, dass alle so drauf sind"

Freiburgs Oberbürgermeister Salomon (Bündnis 90/Die Grünen) (Imago / Winfried Rothermel)

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon hat nach dem Mord an einer Studentin in seiner Stadt vor Pauschalurteilen gewarnt. Tatverdächtig ist ein junger Mann aus Afghanistan. Man dürfe Probleme nicht verschweigen, etwa beim Frauenbild von Flüchtlingen. Aber die Reaktionen in sozialen Netzwerken seien "ekelerregend", sagte Salomon im DLF.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

CDU-Parteitag  Özdemir lehnt Beschluss zur doppelten Staatsbürgerschaft ab | mehr

Kulturnachrichten

Jürgen Todenhöfer wird Herausgeber beim "Freitag"  | mehr

Wissensnachrichten

Medizin  Mittel gegen Kohlenmonoxid-Vergiftung | mehr