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UNO-Sicherheitsrat verurteilt Atomtest

Internationale Empörung über Führung Nordkoreas

Atomtest in Nordkorea: UN-Sicherheitsrat einberufen (picture alliance / dpa / Yohnap)
Atomtest in Nordkorea: UN-Sicherheitsrat einberufen (picture alliance / dpa / Yohnap)

Der internationale Protest bleibt ohne Wirkung: Nordkorea kündigt kurz nach seinem jüngsten Atomwaffentest weitere Versuche an. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte das Vorgehen Pjöngjangs.

"Der Atomtest ist eine schwerwiegende Verletzung von UNO-Resolutionen", sagte der südkoreanische Außenminister Kim Sung Hwan, der zur Zeit Vorsitzender des Sicherheitsrats ist, nach einer Sondersitzung in New York. Der Sicherheitsrat werde als Antwort auf das Vorgehen des kommunistischen Regimes unverzüglich mit der Ausarbeitung "angemessener Maßnahmen" beginnen. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, erklärte, die USA und ihre Verbündeten strebten an, die Sanktionen gegen Nordkorea weiter zu verschärfen.

Bereits vor den Beratungen in New York erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Test sei eine klare und schwerwiegende Verletzung bestehender UN-Resolutionen. Es sei bedauerlich, dass Nordkorea die internationalen Appelle ignoriert habe, derartige provokative Akte zu unterlassen. Auch die USA, Großbritannien und Russland haben den nordkoreanischen Atomtest entschieden verurteilt.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach sich für eine "klare Antwort" der internationalen Gemeinschaft aus. Dazu sollten auch weitere Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang ins Auge gefasst werden, erklärte Westerwelle in Berlin.

"Akt der Selbstverteidigung"

.Nordkoreas Führer Kim Jong-un (dpa / picture alliance / Maxppp)Nordkoreas Führer Kim Jong Un (dpa / picture alliance / Maxppp)"Mit dem Test will Nordkorea demonstrieren, dass es seinem Ziel näher gekommen ist einen atomaren Sprengsatz bauen zu können, der auf einer Rakete montiert werden kann", berichtet unser Korrespondent Martin Fritz aus Tokio im Deutschlandfunk. Diese Rakete könne Hawaii und Kalifornien erreichen und wäre damit eine direkte Bedrohung für die USA.

Die Führung des kommunistischen Landes hatte zuvor mitgeteilt, die Raketentests seien ein Akt der Selbstverteidigung gegen eine aggressive Politik der USA. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang sagte weiter, falls von den Vereinigten Staaten weitere Feindseligkeiten ausgingen, habe man keine andere Wahl, als in einem zweiten oder dritten Schritt eine noch stärkere Aktion auszuführen. "Dieser Atomtest war nur die erste Antwort, die wir mit äußerster Zurückhaltung gegeben haben."

In der Nacht hatte Nordkorea seinen insgesamt dritten Atomtest unternommen und dabei gleich mehrere UN-Resolutionen verletzt. Experten zufolge war er deutlich stärker als die früheren Tests in den Jahren 2006 und 2009. Bei der Explosion sei gut ein Drittel der Sprengkraft der Hiroshima-Bombe freigesetzt worden. Nach südkoreanischen Angaben erreichte das "künstliche" Beben in Nordkorea um etwa 12.00 Uhr Ortszeit (4.00 MEZ) eine Stärke von 4,9. Auch die US-Erdbebenwarte berichtete von einem solchen Beben.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:06 Uhr

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