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UNO: Vier Millionen Flüchtlinge in Syrien

Internationale Organisationen können immer schlechter helfen

Flüchtlingslager in Syrien an der Grenze zur Türkei (picture alliance / dpa / Thomas Rassloff)
Flüchtlingslager in Syrien an der Grenze zur Türkei (picture alliance / dpa / Thomas Rassloff)

Die Situation der Zivilbevölkerung in Syrien wird immer dramatischer. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) geht davon aus, dass im Land selbst inzwischen ein Viertel der Bevölkerung auf der Flucht ist. Für die internationalen Organisationen wird es unterdessen immer schwieriger, Hilfsgüter zu den Menschen zu bringen.

Bisher war das UNHCR von 2,5 Millionen Flüchtlingen innerhalb des Landes ausgegangen. Doch eine neue Schätzung, die die Vereinten Nationen in den kommenden Tagen offiziell veröffentlichen wollen, gehe von vier Millionen aus, erklärte eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks. "Die alte Schätzung spiegelt die sich schnell entwickelnde Lage nicht mehr wider."

Die Menschen flüchteten nicht nur vor der Gewalt, sondern auch, weil vielfach keine Lebensgrundlage mehr gegeben sei, sagte die Flüchtlingsbeauftragte im US-Außenministerium, Kelly Clements. Die grundlegende Versorgung funktioniere vielfach nicht mehr. Schulen seien geschlossen, das Gesundheitssystem zusammengebrochen.

Hilflose Helfer

Die Not der Zivilbevölkerung habe in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich zugenommen, warnte auch der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, Peter Maurer. Währenddessen könnten internationale Organisationen weiter nur eingeschränkt helfen. "Was wir bisher erreichen konnten, ist nicht genug."

Konvois mit dringend benötigten Gütern würden immer noch beschossen und müssten daher wieder umkehren. Zudem werde den Mitarbeitern zunehmend das Ausmaß des Bürgerkriegs deutlich. "Wir haben Zerstörung und Verwüstung gesehen", sagte Maurer.

Problematisch ist auch die stetig steigende Zahl der Menschen, die in die Nachbarländer Syriens fliehen. "Es werden noch mehr Flüchtlinge kommen. Der Libanon kann das nicht mehr bewältigen", sagte der libanesische Präsident Michel Suleiman. Er appellierte an die internationale Gemeinschaft, in Syrien selbst Camps einzurichten, die von der UNO geschützt würden.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:09 Uhr

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