Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

UNO-Vollversammlung verurteilt Gewalt in Syrien

China und Russland stimmen erneut gegen Resolution

UNO-Vollversammlung verurteilt Gewalt in Syrien (AP)
UNO-Vollversammlung verurteilt Gewalt in Syrien (AP)

Die internationale Staatengemeinde ist sich einig: Die Gewalt in Syrien muss ein Ende haben. Die UNO-Vollversammlung in New York stimmte mit großer Mehrheit für einen Resolutionsentwurf. Es ist ein eindeutiges Signal, dessen Folgen jedoch fraglich sind.

Das Votum fiel noch deutlicher aus als bei einer Abstimmung vor zwei Monaten. 137 von 166 Staaten votierten für den Resolutionsentwurf Saudi-Arabiens und Katars. Darin wird die Gewalt in Syrien gegen die Opposition verurteilt und der syrische Staatschef Baschar al-Assad zum Rücktritt aufgefordert. Innerhalb von zwei Monaten solle eine nationale Einheitsregierung gebildet werden, die Wahlen vorbereiten soll.

Die Beschlüsse der Vollversammlung sind völkerrechtlich nicht bindend. Die Resoultion enthält keine Sanktionen. Diese können nur vom UNO-Sicherheitsrat verhängt werden. Dort war eine Resolution an den Vetomächten China und Russland gescheitert. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Verurteilung der Gewalt. Ein Sprecher Bans erklärte in New York, Assad müsse die Angriffe auf die eigene Bevölkerung beenden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einem klaren Zeichen. Nun müsse ein friedlicher Wandel eingeleitet werden.

Zwölf Staaten stimmten dagegen

Beide Länder stimmten auch in der Vollversammlung gegen den Entwurf. Dieser sei zu unausgewogen, hieß es. Auch Venezuela, Nordkorea und Kuba lehnten die Resolution ab. 17 Länder enthielten sich.

Das syrische Regime zeigte sich unbeeindruckt von der Resolution. Auch am Freitag ging die Gewalt weiter. Menschenrechtsaktivisten zufolge wurde erneut die Stadt Homs beschossen. Für den Nachmittag hat die Opposition Massenproteste geplant.

Die Resolution zu Syrien ist auch Thema in der internationalen Presseschau.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:47 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 18:40 Uhr Hintergrund

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 18:07 Uhr Wortwechsel

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 18:15 Uhr Redaktionskonferenz

Aus unseren drei Programmen

Welt-Hepatitis-TagInfektion im Gefängnis

Gebrauchte Spritzen liegen am Donnerstag (25.01.2007) im Druckraum der AIDS-Hilfe "La Strada" in Frankfurt am Main in einem Sammelcontainer. In einer sogenannten "geschützten Umgebung" können Drogen-Abhängige hier Heroin, Crack und andere Mittel unter der Aufsicht von Sozialarbeitern konsumieren. Viele der Klienten sind an HIV, AIDS oder Hepatitis erkrankt und nehmen die im Haus mit angebotene medizinische Hilfe in Anspruch. Foto: Boris Roessler dpa/lhe +++(c) dpa - Report+++ | Verwendung weltweit (dpa/Boris Roessler )

Die von Viren verursachte Krankheit Hepatitis C greift die Leber der Infizierten an. In Deutschland stecken sich die meisten Betroffenen über gebrauchte Spritzen beim Drogenkonsum an. In deutschen Gefängnissen sind 63.000 Menschen betroffen.

Wohnprojekt Kalkbreite ZürichDie fast perfekte Zukunft des Wohnens

auf dem Gelände der Kalkbreite-Genossenschaft in Zürich (Deutschlandradio / Volker Schopp)

Ein Gemeinschafts-Wohnprojekt im Riesenformat, das ist die "Kalkbreite" in Zürich - mit Restaurants, Bars, Kino, Kita und sogar einem Geburtshaus. In der Kalkbreite gebe es fast alles - aber etwas fehlt ihm doch, gesteht Bewohner Fred Frohofer.

Sure 33, Vers 59Die Verhüllung der Frau

Das islamische Kopftuch ist ein immer wiederkehrender Konfliktstoff unter Muslimen wie Nicht-Muslimen. Schon seit jeher haben Gelehrte in dieser Religion über die Verhüllung der Frau gestritten - aber anders als wir das heute tun.

Christopher Street DayNackt-Zensur beim CSD?

Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin zogen am 22.07.17 tausende Teilnehmer vom Kurfuerstendamm zum Brandenburger Tor in Berlin. (imago/epd)

Zuviel nackte Haut beim diesjährigen Stuttgarter CSD-Umzug wollen die Organisatoren unterbinden. Völlig falsch, findet Tobias Herzberg. Denn maximale Auffälligkeit zu erzeugen für Lebensweisen, die nicht dem Mainstream entsprechen, war ursprünglich das Ziel der CSD-Proteste.

SonnenbrillenAugen auf beim Brillenkauf

Sonnenbrillen werden zum Verkauf angeboten. (dpa)

Sonnenbrillen sollten nicht nur schick sein, sondern vor allem die Augen vor schädlichen UV-Strahlen schützen. Dabei muss es nicht das teuerste Modell sein, allerdings warnen Experten vor allzu billigen Schnäppchen. 

SpanienMit Gesetzen gegen häusliche Gewalt

Eine Frau hält sich die Hände vor das Gesicht. (imago / Pixsell)

Spanien versteht den Kampf gegen häusliche Gewalt als Staatsauftrag. Jetzt soll das Gesetz zum Schutz von Frauen erweitert werden, um Frauen noch besser vor Schlägen, sexuellem Missbrauch und Mord durch die eigenen Partner zu schützen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nordkorea  Berichte über neuen Raketentest | mehr

Kulturnachrichten

Erste Forschungsstelle Antiziganismus gegründet | mehr

 

| mehr